Am 1. August verwandelt sich die Flensburger Hafenspitze erneut in eine außergewöhnliche Wettkampfstätte. Das 3. Stadtwerke Flensburg Cityspringen verspricht spektakuläre Höhenflüge vor maritimer Kulisse und ist auch in diesem Jahr Teil des Flensburger Bewegungssommers.
Flensburg – Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr großen Zuspruch erhalten hatte, kehren die Stabhochspringer an ihren inzwischen etablierten Austragungsort zurück. Die Kombination aus Sport, Hafenpanorama und der historischen Alexandra macht das Event deutschlandweit zu etwas Besonderem. Für die Athletinnen und Athleten entstehen dabei eindrucksvolle Bilder, wenn sie scheinbar über den Dächern Flensburgs und dem Hafen schweben.
Drei Wettkämpfe für alle Leistungsklassen
Das Programm beginnt um 10 Uhr mit dem Nachwuchsspringen. Bis 12 Uhr erhalten Einsteigerinnen und Einsteiger die Gelegenheit, vor der besonderen Kulisse Wettkampferfahrung zu sammeln. Gesprungen wird dabei bis zu Höhen von 2,70 Metern. Mit dabei ist auch die Flensburgerin Phyllis Amos (WU18).
Ab 13 Uhr folgt das Eröffnungsspringen, bei dem Höhen bis 3,30 Meter erreicht werden. Das Teilnehmerfeld verspricht durch eng aufeinanderfolgende Einstiegshöhen einen spannenden Wettkampf.
Den sportlichen Höhepunkt bildet anschließend das Hauptspringen. Zu den Favoritinnen zählt die Deutsche U23-Vizemeisterin Paula Löbe (SC Rönnau 74), die erst am vergangenen Wochenende erstmals die Vier-Meter-Marke übersprang. Auch der Flensburger Marek Carstensen geht erneut an den Start, nachdem ihn seine Premiere beim Cityspringen im vergangenen Jahr zu einer weiteren Teilnahme motiviert hatte.
Athleten aus mehreren Bundesländern
Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisen unter anderem aus Berlin, Hamburg, Lübeck, Flensburg sowie Niedersachsen an. Besonders die niedersächsische Trainingsgruppe, die Sportlerinnen und Sportler im Alter von zwölf Jahren bis in den Erwachsenenbereich umfasst, nimmt einen weiten Weg auf sich und übernachtet gemeinsam in einer Flensburger Schule.
Das große Interesse an der Veranstaltung war in diesem Jahr erneut deutlich größer als die vorhandenen Startplätze. Deshalb wurde das Programm um eine dritte Wettkampfgruppe erweitert, damit auch jüngere Nachwuchsathleten die Möglichkeit erhalten, beim Cityspringen dabei zu sein.
Große Herausforderung für die Organisatoren
Für Veranstalter Jan Dreier ist das Event weit mehr als nur ein Wettkampf. „Die Flensburger Leichtathletik lebt. An so einem Tag wie diesem ist es eine schöne Möglichkeit, diesen attraktiven Sport im Herzen von Flensburg zu zeigen und für die Region mit ihrem Tourismus ein Highlight zu setzen. Ich hoffe auf viele Zuschauer und einen beeindruckenden Tag.“
Die Organisation bringt allerdings erhebliche Herausforderungen mit sich. Trotz eines im Vergleich zum Vorjahr etwa halbierten Budgets muss die rund 50 Kubikmeter große Stabhochsprunganlage samt Laufsteg transportiert und ein 40 Meter langer Steg auf dem unebenen Untergrund an der Hafenspitze aufgebaut werden. Sämtliche Arbeiten erfolgen ehrenamtlich und nehmen für Dreier einen Großteil seiner Sommerferien in Anspruch.
Amadeus Gräber muss dieses Jahr aussetzen
Kurzfristig absagen musste Amadeus Gräber, der für die Europameisterschaft nominiert wurde und deshalb ins Vorbereitungscamp seines Verbandes reist.
Neben hochklassigem Stabhochsprung erwartet die Besucherinnen und Besucher an der Hafenspitze außerdem ein Rahmenprogramm mit Essensständen sowie einer Mitmachaktion. Damit dürfte das Cityspringen erneut zu einem sportlichen Höhepunkt des Flensburger Sommers werden. (tns/pm)




