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Junger Weltenbummler Dan Neicu kommt zum SC Weiche Flensburg 08

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Nach Julian von Haacke wechselt mit Dan Neicu von Rot Weiss Ahlen auch ein junger Abwehrspieler zum SC Weiche Flensburg 08. 

Flensburg – An der Fußball-Akademie von Rumäniens Fußball-Idol Gheorghe Hagi  wurde Weiches 20-jähriger Neuzugang Dan-Emilian Neicu ausgebildet. Damals war er neun Jahre jung und spielte für Farul Constanta am Schwarzen Meer. Mit 14 Jahren ging es erstmals nach Deutschland, wo er in der Jugend unter anderem für die Stuttgarter Kickers, Waldhof Mannheim und den SGV Freiberg spielte. Seine erste Herren-Station absolvierte der Abwehrspieler beim Regionalligisten FC Mauerwerk in Wien.

Von Österreichs Hauptstadt wechselte Neicu zum 1. FC Bruchsal in die Oberliga und von dort im vergangenen Sommer zu Rot Weiss Ahlen. Für die Westfalen bestritt Neicu vier Spiele, zuletzt am 12. November 2022.

“Hat mit seiner Physis beeindruckt”

Zuhause ist Dan Neicu meist auf der linken Seite, kann aber auch als Innenverteidiger  spielen, wie er sagt. Geschäftsführer-Sport Christian Jürgensen ist jedenfalls zufrieden: “Er hat sich zwei Tage lang im Training gezeigt und uns mit seiner Physis beeindruckt. Ein junger und entwicklungsfähiger Spieler, auf den wir uns freuen. Er ist Linksfuß, genau so ein Profil haben wir gesucht.”

Der Erstkontakt entstand über Benjamin Eta und seinem ehemaligen Co.-Trainer Alexander Schwarzenberger.

In Flensburg gefällt es Dan Neicu bisher ganz gut: “Eine sehr schöne Stadt”, sagt der junge Rumäne in ausgezeichnetem Deutsch über seine neue Heimat. Beim Heimspiel am Sonnabend (13.30 Uhr) gegen Hannover 96 II wird er aller Voraussicht nach noch nicht im Kader stehen. (pm/tns)





Neue Mitglieder sparen mit der DOSB-Kampagne beim TSB Flensburg

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Der TSB Flensburg macht bei einer neuen Kampagne des DOSB mit. Neue Vereinsmitglieder dürfen sich über 40 Euro Gutscheine freuen.

Flensburg – “Komm in Bewegung. Komm zu uns. Dein Verein: Sport, nur besser” – so heißt eine neue Kampagne des Deutschen Olympischen Sport Bundes (DOSB), bei dem der TSB Flensburg mitmacht. Neue Mitglieder erhalten vom DOSB einen Gutschein in Höhe von 40 Euro und können diesen beim TSB Flensburg einlösen. Deutschlandweit stehen 50.000 Sportvereinsschecks zur Verfügung. “Jeder, der ab sofort sportlich richtig durchstarten will, kann das im Sportverein beim TSB tun! Einfach zum kostenlosen Probetraining kommen”, heißt es vom Verein. 

Aktion läuft bis Ende August

Dabei spielt das Alter keine Rolle. “Wenn du schnell bist und noch keinem Sportverein angehörst, kannst du dir einen Sportvereinsscheck im Wert von 40€ für den Mitgliedsbeitrag sichern”, so der TSB. 

Bis zum 31. August 2023 steht das Formular zum Mitmachen bereit. Damit möglichst viele Menschen das Angebot nutzen können, ist die Anzahl pro Person auf einen Sportvereinsscheck begrenzt. Auch für Familien gibt es ein Angebot. Alle Infos dazu und das Formular zum Download findest du im Förderportal des DOSB. (pm/tns)





Neuzugang für den SC Weiche Flensburg 08

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Der SC Weiche Flensburg 08 verstärkt sich mit Julian von Haacke mit einem erfahrenem Mittelfeldspieler.

Flensburg – Wenige Tage vor dem Start in die Frühjahrsrunde der Regionalliga Nord kann der SC Weiche Flensburg 08 einen Zugang vermelden. Julian von Haacke hat am heutigen Mittwoch einen Vertrag beim Nord-Regionalligisten unterschrieben. Er wird bereits am Abend in das Training unserer Mannschaft einsteigen. Der 28-jährige Ex-Bremer verfügt über Erfahrungen aus dem deutschen Profi-Fußball und aus dem Ausland.

Zuletzt war er knapp drei Jahre beim österreichischen Klub Austria Klagenfurt unter Vertrag, im vergangenen halben Jahr allerdings ohne Verein. Für unseren Cheftrainer Benjamin Eta erweitern sich mit diesem Neuzugang die Handlungsoptionen gerade im Mittelfeld. Er freut sich: „Julian kenne ich schon, als er noch in der Jugend für Werder Bremen gespielt hat. Seitdem verfolge ich seinen Weg. Ich bin sehr froh, dass wir mit Julian einen spielstarken und erfahrenen Spieler für das Zentrum gewinnen konnten. Er kann sowohl den defensiven als auch den offensiven Part im Zentrum übernehmen.“

“Menschlich und sportlich eine Bereicherung”

Auch Christian Jürgensen, Geschäftsführer Sport beim SC Weiche, freut sich, dass der Transfer über die Bühne ging. Er erklärt die Verpflichtung: „Durch den Wechsel von Niclas Nadj in die 2. Bundesliga waren wir auf der Suche nach einem spielstarken Ersatz im Zentrum. Wir freuen uns, dass wir Julian von dem Weg bei uns überzeugen konnten, da er menschlich wie sportlich eine Bereicherung für uns sein wird.“

Julian blickt positiv auf die neue Aufgabe und sagte: „Ich freue mich, wieder Fußball spielen zu können“. Als seine Stärken gibt er Übersicht, Ruhe am Ball sowie gute Technik und Spielverständnis an. Steigerungspotenzial sieht er noch im Defensiv-Zweikampf.

In der Jugend Nationalspieler gewesen

Julian von Haacke, der am 14. Februar seinen 29. Geburtstag feiern kann, kommt als gebürtiger Bremer aus dem Nachwuchsfußball der Hansestadt. Über den Post SV Bremen und den FC Union 60 Bremen fand er 2006 den Weg ins Nachwuchsleistungszentrum des SV Werder, wo er nach der U 17, der U 19 und der U 23 im Sommer 2014 den Sprung zu den Profis schaffte, dort allerdings ohne Einsatz blieb. So führte ihn nach 63 Pflichtspielen für Werder Bremen II, darunter 29 Drittliga-Spiele (4 Tore) und die beiden Aufstiegsspiele zur 3. Liga vom Mai 2015 gegen Borussia Mönchengladbach II, der weitere sportliche Werdegang zunächst 2016/17 zum holländischen Ehrendivisionär NEC Nijmegen, wo er zu 30 Erstliga-Einsätzen (2 Tore) kam. Von dort wechselte der ehemalige deutsche Jugend-Nationalspieler (insgesamt vier Einsätze in der U 15, U 16 und U 18) für knapp eine Saison zum SV Darmstadt 98, wo der Mittelfeldakteur fünf Partien in der 2. Liga absolvierte. In der Saison 2018/19 spielte er auf Leihbasis beim SV Meppen. Bei den Emsländern bestritt der Rechtsfuß 18 Begegnungen in der 3. Liga (2 Tore). Im Spätsommer 2019 schloss er sich dann dem SK Austria Klagenfurt an. In der österreichischen Bundesliga spielte der erfahrene Profi dreimal, in der 2. Liga 17-mal (3 Tore). Einige Verletzungen – bei Werder, in Meppen und in Klagenfurt oft auch langwieriger Art – verhinderten eine noch erfolgreichere Karriere des einstigen Bremer Talents. (pm)





Deutsche Meisterschaft: Loke Sommer in den Top 10

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Loke Sommer hätte sich eine bessere Platzierung gewünscht, Trainer Jan Dreier ist mit Platz sieben bei der Deutschen Meisterschaft im Mehrkampf in Sommers neuer Altersklasse jedoch sehr zu frieden.

Leverkusen – Bei den deutschen Meisterschaften im Mehrkampf gelang Loke Sommer mit Rang 7 ein guter Einstieg in die neue Altersklasse. Als jüngerer Jahrgang konnte er mit 5104 Punkten im 60m-Hürdensprint in 7,30sec, im Weitsprung mit 6,78m und über 1000m in 2:43,15min gleich neue Bestleistung zum wichtigsten Zeitpunkt aufstellen. Auch die 60m blieb Loke mit 8,30sec im Bereich seiner Bestleistung, genauso wie im Hochsprung mit 1,80m. Beim Kugelstoßen (12,90m) und Stabhochsprung (3,80m) blieben einige Punkte liegen.

“Ein großer schritt nach vorn”

Trainer Jan Dreier ordnete die Leistung ein: “Mit dieser Punktzahl ist man im Vorjahr Bronzemedaillengewinner gewesen. Lokes Punktzahl aus 2022 hätte sogar in der U18 Altersklasse zum Sieg gereicht. Soll heißen, dass wir uns in dieser Altersklasse auf einem sehr hohen Niveau bewegen. Loke hat technisch im Weitsprung und Hochsprung ein neues Plateau erreicht, da alle Sprünge sehr gleichmäßig waren und wir nun mit Ausreißern nach oben rechnen können und bei Wettkämpfen nicht mehr um gültige Versuche zittern müssen. Ein großer Schritt nach vorn!”





Daniel Bitka im Hauptfeld der TT-Landesmeisterschaften

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Daniel Bitka vom TTC Ramsharde hat sich in die Hauptunde der Tischtennis-Landesmeisterschaften gespielt. 

Neumünster – Bei den diesjährigen TT-Landesmeisterschaften der Damen und Herren am vergangenen Wochenende in Neumünster, konnte der Ramsharder Daniel Bitka mit starken Leistungen in der Vorrunde, wo er in drei Gruppenspielen lediglich nur einen Satz abgab, als einziger Nordakteur das Hauptfeld erreichen.

Dort traf er in der Zwischenrunde auf Malte Krohn, den er ebenfalls in drei Sätzen bezwang. Seine Vereinskameraden Yasin Ben Ammar und Mahmud Charyala mussten schon frühzeitig die Segel streichen.

Spreckelsen zu stark

Am Sonntag in der Runde der letzten 32 traf Bitka dann auf den für den TSV Schwarzenbek in der 3. Bundesliga spielenden Moritz Spreckelsen. Das Spiel ging zwar 0:3 verloren, aber mit 8:11,7:11 und 8:11 konnte Daniel Bitka über weite Strecken der Partie mithalten. Eine respektable Leistung, bedenkt man, dass Spreckelsen 200 TR Punkte mehr auf seinem Punktekonto hat. (pm)





Keine Halle: Förde-Cup vom PSV Flensburg muss wieder ausfallen

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Bis zuletzt wurde beim PSV Flensburg gehofft, doch heute gab es von der Stadt Flensburg das offizielle Aus für den Förde-Cup 2023.

Flensburg – Eigentlich hätte in zwei Wochen die Rückkehr des Budenzaubers des PSV Flensburg in der Flensburger Fördehalle über die Bühne gehen sollen. Mit neuem Hauptsponsor sollte das beliebte Hallenturnier in diesem Jahr erstmals als “Förde-Cup” am 5. Februar ausgetragen werden. Daraus wird nun leider nichts. “Nach Covid-19 hat uns dieses Mal die Stadt Flensburg ausgebremst”, sagt Wolfgang Balke vom PSV Flensburg traurig. Viel Arbeit und Zeit wurde bereits in die Planung investiert, die Fördehalle ist in absehbarer Zeit aber nicht bespielbar. “Das tut mir für alle sehr leid, die sich drauf gefreut haben.” 

Keine Alternative zur Fördehalle gefunden

Auch die Suche nach einer anderen Halle blieb ohne Erfolg. “Einzig die Campushalle stand zur Verfügung. Dafür können wir die Miete aber nicht aufbringen”, berichtet Balke, der nun hofft, dass die Vereine dem Förde-Cup treu bleiben und die Veranstaltung 2024 mit einem starken Turnier zurückkehren wird. (msc)





Knappe Niederlage für Flensburgs Volleyballer beim Oststeinbeker SV

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Mit einer knappen 2:3 Niederlage im Gepäck kehrten die Volleyballer vom TSB Flensburg am Samstag  aus Oststeinbek zurück. Marvin Holtmann wurde zum MVP auf Flensburger Seite gewählt. 

Oststeinbek – Mit einer denkbar knappen 2:3-Niederlage (18:25, 25:21, 25:16, 17:25, 13:15) gegen den Abstiegskandidaten Oststeinbeker SV kehrten die Flensburger Volleyballer aus Hamburg in die Fördestadt zurück. Neben der Niederlage schmerzt die Fußverletzung von Zuspieler Luc Thomsen, der verletzungsbedingt im dritten Satz das Spielfeld verlassen musste.

Flensburger kämpfen sich ins Spiel

Die Flensburger erwischten zunächst einen schlechten Start und verloren den ersten Satz deutlich. Die starken Sprungaufschläge der Hamburger bereiteten der Truppe von Trainer Gunnar Hansen immer wieder Probleme, so dass ganze Punktserien abgegeben werden mussten. Infolge dieser Annahmeschwächen konnte Mittelangreifer und MVP Marvin Holtmann zu selten eingesetzt werden. Das änderte sich im zweiten Satz. Die Annahme stabilisierte sich und der Angriffs- und Aufschlagdruck der Flensburger wurde immer größer.

Gastgeber verwandeln ihren dritten Matchball

Trotz Verletzung von Zuspieler Thomsen konnte man den dritten Satz insbesondere durch starke Sprungaufschläge von Außenangreifer Przemyslaw Klauza noch gewinnen. Im vierten Satz hatte sich der Gegner dann aber auf die Flensburger Taktik mit Bo Hansen als alleinigen Zuspieler gut eingestellt. So musste der Tiebreak die Entscheidung bringen. Lange Ballwechsel mit Chancen auf beiden Seiten wurden zumeist von den Hamburgern gewonnen. Permanent in Führung liegend brachte dann der dritten Matchball den äußerst knappen Sieg für Oststeinbek.

Nachholspiel am Mittwoch

Nach dem Spiel haderte Coach Gunnar Hansen mit einigen verpassten Chancen: “Wir hatten uns immer wieder Vorteile erkämpft und diese dann durch mangelnde Präzision im Aufbau aus der Hand gegeben.” Er hofft zugleich auf eine schnelle Genesung, denn es steht eine anstrengende Woche an: “Am Mittwoch im Nachholspiel gegen Lübeck wird es sicherlich noch schwerer und die Personaldecke ist dünn. Hoffen wir mal auf Besserung zum Wochenende – da geht es zum nächsten Landesderby gegen den Kieler TV.”





TSB Schwimmteam freut sich über vier Medaillen

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Vier Mal Edelmetall räumte das TSB Schwimmteam bei den Landesmeisterschaften im Flensburger Campusbad ab.

Flensburg – Traditionell finden die jährlichen Landesmeisterschaften der langen Strecken in Elmshorn statt. 2023 war die 50m Bahn im Campusbad in Flensburg Schauplatz der SHSV-Meisterschaften.

Neben dem TSB Flensburg kämpften über 150 Aktive von 19 Vereinen aus Schleswig-Holstein um die Titel Landesmeister, Medaillen und Bestzeiten. Vom TSB Flensburg hatten sich acht Schwimmer und Schwimmerinnen für die zweitägigen Titelkämpfe im heimischen Bad qualifiziert. Dabei gab es vier mal Edelmetall und zahlreiche gute Ergebnisse. Über 400m Lagen sicherte sich Pavle Jerenic im Jahrgang 2009 in neuer Bestzeit 5:36,30 die Silbermedaille. Ebenfalls Silber gab es für Linus Dittloff im Jahrgang 2006 über 400m Lagen. Linus schlug nach 4:56,20 in neuer Bestzeit an.

Der Wettkampf über 1500 Meter Freistil. Foto: Privat

Bronze für Jonas und Louisa Obermark

In der offenen Klasse reichte seine Zeit zu Platz 4. Über 800m Freistil sicherte sich Jonas Obermark in neuer persönlicher Bestzeit 9:56,75 die Bronzemedaille. Eine weitere Bronzemedaille gab es für Louisa Obermark in der Offenen Klasse. Auf der langen Freistilstrecke über 1,5km holte sie Bronze. Nach überstandener Krankheit und Trainingsrückstand ein guter Einstand in die Saison. Weitere starke Leistungen zeigten auch Mette Mathilde Johannsen mit Platz 5 über 800m Freistil, Uros Jerenic, Jana Porath und Lotta Fee Jannusch mit Platzierungen in den Top Ten. Für Trainer Sören Levsen und das Team geht es nächste Woche zu den Bezirksmeisterschaften nach Niebüll. (pm)





Landesstützpunkt Leichtathletik geht an den Start

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Um Leistungssport optimal betreiben zu können, bedarf es adäquate Rahmenbedingungen und Strukturen. Diesem bewusst haben Land und Sport Landesstützpunkte gegründet, wo Landesfachverbände und leistungsstarke Sportvereine mit ihren Trainern und Athleten eng abgestimmt und zielorientiert zusammenarbeiten.

Flensburg – Hierzulande wurden zum 01.10.2022 fünf Landesstützpunkte in der Leichtathletik benannt. Darunter auch der Landesstützpunkt Nord des Schleswig-Holsteinischen Leichtathletik-Verbandes e.V. mit seinem Sitz in Flensburg.

An den Stützpunkten findet wöchentlich ein qualitativ hochwertiges und vereinsübergreifendes Training in einer relativ leistungshomogenen Setting statt. Neben dem regionalen Stützpunktraining versuchen die Landesstützpunkte aber auch die optimale Umgebung für seine ansässigen Athleten zu schaffen beziehungsweise stärken wie physiotherapeutische und sportpsychologische Betreuung, Vereinbarkeit mit Schule sowie weitere Fördermaßnahmen.

“In erster Linie richten sich die Stützpunkte an Athleten, die in den Landeskader berufen wurden. Darüber hinaus möchten wir aber auch Talente sichten, aufnehmen und vor allem fördern, die auf dem Weg dorthin sind. Grundlage hierfür ist der enge Austausch und die Zusammenarbeit mit den leistungsstarken Vereinen in der Region der Stadt Flensburg und dem Kreis Schleswig-Flensburg”, berichten Jan Dreier und Hanno Reese, die die sportliche und administrative Stützpunktleitung innehaben.

Derzeit gehören dem Kader des Landesstützpunktes Nord 14 Athleten im Alter zwischen 13 und 23 Jahren an, die vom TSV Glücksburg 09, TSV Kappeln, TSV Schleswig, TSV Fahrdorf, TSV Nordmark Satrup und von der LG Flensburg kommen. Darunter auch vier Landeskaderathleten und davon sogar zwei Bundeskaderathleten um Siebenkämpferin Anna Elisabeth Ehlers (TSV Glücksburg 09) und Zehnkämpfer Loke Sommer (LG Flensburg). Jüngst besuchte Landestrainer Mike Schlabinger, der den Hochsprung auf Schleswig-Holsteinischer Ebene verantwortet, den Landesstützpunkt Nord und absolvierte mit ihnen einen technische Einheit mit Theorie und Praxis zum Hochsprung. Die Trainingsmaßnahme fand in Gelting statt, da in Flensburg durch die Ferien keine Sportstätten zur Verfügung standen. “Wir möchten die Nachwuchsathleten auf ihrem persönlichen und sportlichen Weg begleiten und fördern. Dafür sind wir in der Prozessplanung weiterer sportartspezifischer und überfachlicher Maßnahmen”, so Dreier und Reese. (pm)





Die Freddy Kiwitt Story

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Born in civil war in Liberia
Grow up in Germany
Moved to the UK
Become a Champion

“Wenn eine ganze Halle deinen Namen ruft und wie ein Mann hinter dir steht, dieses Gefühl ist unglaublich.“ Freddy Kiwitt durfte am 3. Dezember bei seinem Auftritt bei der Boxgala in der Sporthalle des Flensburger Fördegymnasiums genau dieses Gefühl erleben. Noch besser: Nach seinem KO-Sieg in der dritten Runde über “Lightning” Ali Hasso wurde er neuer Deutscher Meister im Super-Weltergewicht.
Zwar boxte Freddy Kiwitt zuletzt zahlreiche Male in Hamburg, die Atmosphäre in Flensburg war aber noch einmal eine ganz andere. Ein echtes Heimspiel für Kiwitt, der am 24. August 1990 kurz nach Ausbruch des liberianischen Bürgerkriegs in Saclepea, Liberia als Frederick Gleluo Kiwitt geboren wurde. Sein Vater, Werner Kiwitt, Geschäftsführer des artefact in Glücksburg, holte seine Familie kurz darauf nach Glücksburg. Hier wuchs Kiwitt, der noch zwei ältere und zwei jüngere Brüder hat, auf.

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Freddy Kiwitt. Foto: Sven Geißler

Zunächst spielte Freddy bei IF Stjernen und DGF Flensborg Fußball, bis ihn eine Verletzung stoppte. Bis dahin hatte der heute 32-jährige keinen Kontakt zum Boxsport, „bis auf die kleinen Raufereien mit meinen Brüdern.“ Damals war er 18 Jahre alt und eigentlich schon viel zu alt, um die Sportart zu wechseln. „Alle sagten, das wird doch eh nichts“, erinnert sich Freddy, besuchte mit Freunden aber dann doch die Boxabteilung von DGF Flensborg. Und er fand Gefallen an dem Sport. „Man ist alleine für Sieg und Niederlagen verantwortlich.“ Das gefällt ihm. Und so hatte Freddy ein neues Ziel vor Augen: Er wollte Boxprofi und vielleicht eines Tages Weltmeister werden, wie sein Idol Muhammad Ali. Dafür war er bereit alles zu geben. „Was man reinsteckt, ist das, was man rausholt“, ist Freddy davon überzeugt, dass er mit viel Fleiß und hartem Training sein Ziel erreichen wird. Auf seinem Unterarm hat er den Schriftzug „Impossible is nothing“ tätowiert. Daran glaubt er.
Nach seiner Laufbahn als Amateur, indem er den Spitznamen „Pretty Boy“ auf Grund seines guten Aussehens bekam, fasste er den Entschluss nach England zu gehen. Um Profi zu werden. In London.

Profidebüt 2013 in London

Am 23. November 2013 gab er schließlich sein Profidebüt. Vom Boxen leben konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Um das teure Leben in London finanzieren zu können, arbeitet er als Personal Trainer. Alles für seinen Traum. Während andere Boxer zwischen den Trainingseinheiten regenerierten und zur Ruhe kamen, musste Freddy arbeiten gehen. Für ihn ganz normal. Er hatte schließlich eine Familie zur versorgen. Neben der ältesten Tochter Ashanti kam 2018 auch Sohn Monrovia zur Welt, der oft dabei war, wenn Freddy sein straffes Tagesprogramm in London absolvierte.
„Man muss mehr machen als der Durchschnitt, um Champion zu werden“, sagt Kiwitt und erinnert sich an die Worte seines damaligen Trainers. Sollte sein Sohn eines Tages ebenfalls den Wunsch haben Boxprofi zu werden, wird Freddy ihm zur Seite stehen, aber auch das gleiche von ihm verlangen wie sein eigener Trainer. „Ich unterstütze ihm bei allem, was er machen will. Wenn es das Boxen wird, dann muss er wissen, dass es wahrscheinlich der härteste Sport in der Welt ist. Und nur weil ich sein Vater bin, werde ich es nicht leicht für ihn machen, wahrscheinlich eher im Gegenteil.“ Das sein Sohn zuletzt verstärkt Interesse am Boxsport zeigte, freut Freddy natürlich besonders.

2015 schaffte es Freddy Kiwitt im Vorprogramm von Arthur Abraham zu boxen, der damals bei Sauerland unter Vertrag stand.

Die ersten Titelgewinne

Vier Jahre später, am 9. Juli 2017, bekam er dann selbst die große Chance um einen Gürtel zu kämpfen. Er traf in der Londoner York Hall auf Erick Ochieng, einen ehemaligen englischen Meister. In der siebten Runde gelang Freddy Kiwitt der Knockout und somit sein erster Titelgewinn. So wurde der „Pretty Boy“ in seiner Wahlheimat Southern Area Welterweight Champion.

Es sollte aber noch besser kommen. So geschehen am 22. Februar 2019 als Freddy erneut in der traditionellen Boxhalle in London um die WBO Europameisterschaft gegen den Briten Paddy Gallagher antrat. Der Linksausleger schickte seinen Gegner in diesem Kampf zwei Mal auf die Matte und gewann am Ende nach Punkten. In der WBO-Welterweight Weltrangliste verbesserte sich Kiwitt durch diesen Triumph auf Rang elf.

Freddy Kiwitt mit seiner Titelsammlung. Foto: Sven Geißler

Mit dem frisch gewonnenen Titel im Gepäck kehrte der Champion 2019 zurück zu seinen Wurzeln. Freddy fand sich zu einem Besuch bei DGF-Boxen ein und trainierte mit den Jungs der beiden Trainer Torge Sukus und Martin Erdmann. Der damalige DGF-Vorsitzende Dieter Lenz schenkte Freddy Kiwitt stolz seinen alten Spielerpass aus seiner Zeit als Fußballer im Verein.
„Wenn ich das schaffe, dann könnt ihr das auch. Und ihr könnt sogar noch viel mehr schaffen als ich“, gab Freddy den Flensburger Nachwuchsboxern als Ratschlag mit auf dem Weg.

Freddy wird Afrika-Meister

Für ihn selbst ging sein Weg 2019 in Ghana mit seinem bis dahin wichtigsten Profikampf weiter. Nicht nur, dass einer seiner Kämpfe erstmals über 12 Runden angesetzt wurde, er bekam auch die einmalige Chance neuer Afrika-Meister der African Boxing Union (ABU) zu werden. In Ghana wurde Kiwitt mit offenen Armen empfangen. „Die Leute haben mich so geliebt und gefeiert, als ob ich einer von ihnen wäre“, erinnert sich der 1,80 Meter große Kiwitt. In der Hauptstadt Accra traf Kiwitt am 20. Juli 2019 auf Samuel Turkson, der kurzfristig Daniel Adeku ersetzen musste. Der Lokalmatador hatte 15 Siege, davon zuletzt acht Siege in Folge errungen und somit die gleiche Anzahl an gewonnener Kämpfe vorzuweisen wie Freddy Kiwitt, der jedoch von Beginn an das Kommando im Ring übernahm. Am Ende der vierten Runde schickte Kiwitt seinen Gegner mit einem rechten Haken zu Boden. Sichtlich mitgenommen rettete sich sein Gegner in die Pause, aus der er aber nicht mehr herauskam, sodass der Ringrichter den Kampf durch technischen Knockout für beendet erklärte. Durch diesen Sieg wurde Kiwitt der erste Boxer im Weltergewicht, der sowohl einen europäischen als auch einen afrikanischen Kontinentalmeistertitel erringen konnte. „Es war total anders, als in Europa zu boxen“, erinnert sich der „Pretty Boy“ gerne an seine Zeit in Ghana zurück. „Ich habe jetzt schon mehr erreicht, als ich überhaupt geplant hatte“, wollte er ursprünglich ja nur Profi werden. Um sich an das schwülwarme Klima in Ghana zu gewöhnen, bereitete er sich dort mehrere Wochen auf den Kampf vor.

Eine bittere Niederlage

Den Sommer verbrachte Kiwitt in Hamburg, wo er IBO-Weltmeister Sebastian Formella bei seiner Kampfvorbereitung vor dem Titelgewinn unterstützte. In der Vergangenheit war der gefragte Trainingspartner auch schon beim Weltmeister im Weltergewicht Julian Williams in den USA sowie bei seinem langjährigen Trainingspartner und Kumpel Leichtgewichtsweltmeister Richard Commey in London beim Sparring im Einsatz.

 

Freddy Kiwitt zierte mit diesem Bild das TNS SPORTS Cover #31. Foto: Sven Geißler

Sein Kampfjahr 2019 aber war noch nicht beendet. Sein dritter Kampf führte ihn zu einem Box-Event ins dänische Vejle. Nach über drei Jahren hatten somit seine deutschen Fans wieder die Gelegenheit Freddy live im Ring zu sehen. Im Idræts Center besiegte er am 9. November “Maestro” Andreas Maier per TKO.
„Ich bin froh, dass alles gut gelaufen ist“, sagte Freddy nach dem Kampf, da er kurz vor Weihnachten noch einen großen Titelfight vor der Brust hatte.
Zurück in der Londoner York Hall traf Kiwitt am 19. Dezember auf WBO Global Welterweight Champion Luther Clay und musste sich nach zehn Runden nach Punkten geschlagen geben.

Freddy wollte die bittere Niederlage schnell vergessen machen und zeitig den nächsten Kampf bestreiten. Geplante Kämpfe in Ghana, den USA und Kanada wurden auf Grund der Coronapandemie abgesagt. Für seinen zweiten Kampf in Ghana war er sogar schon angereist, bevor die kurzfristige Absage fünf Tage vor dem Fight erfolgte. Weltweit war an Boxkämpfe nun nicht mehr zu denken. „Ich habe trotz allem jeden Tag trainiert. Als Profi durftest du in London trainieren und ich habe online Personal Training gegeben, um mich während Corona über Wasser zu halten.“

Privates Glück und Rückkehr nach Flensburg

Dafür lief privat alles bestens für Freddy. 2020 kam seine zweite Tochter zur Welt, 2021 heiratete er seine Verlobte Jutima, um das Familienglück perfekt zu machen. Auch ist Freddy 2021 zusammen mit seiner Familie zurück nach Flensburg gezogen und fand bei Universum in Hamburg eine neue sportliche Heimat. „Von Flensburg nach Hamburg war ein Katzensprung und Universum hatte damals den besten Namen in Deutschland“, erklärt er seine Entscheidung. Es passte einfach.

Am 21. August 2021 kehrte der „Pretty Boy“ endlich zurück in den Squared Circle. Gegen den Moldavier Octavian Gratii siegte er klar nach Punkten. Es folgten klare Siege über „El Terrible“ Johan Perez im September und im November gegen den Kolumbianer Wilbur Blanco Martinez.

Schwere Verletzung bedrohte seine Karriere

Auch 2022 folgten weitere Kämpfe für Universum, um sich wieder eine Titelchance zu erarbeiten. Am 19. Februar konnte Freddy Kiwitt gegen den Georgier Merab Turkadze überzeugen. „Ich habe gezeigt, was ich kann und was noch kommen könnte.“ Doch dann stoppte ihn ein Bandscheibenvorfall, der fast seine Karriere beendete.
„Das wird nichts mehr mit dem Boxen, sagte mir ein Arzt in Flensburg und warnte, dass ein weiterer harter Treffer eine Querschnittslähmung zur Folge haben könnte“, erinnert sich Freddy an die schlimme Diagnose. „Aber wenn man an sich glaubt, ist alles möglich. Ich habe die Hoffnung nie aufgegeben und ich wusste tief in mir, dass ich noch lange nicht mit dem Boxen fertig bin. Mein Ziel ist Weltmeister zu werden, und solange brennt das Feuer noch in mir.“

Freddy Kiwitt zusammen mit seinem Sohn nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Foto: Sven Geißler

Die Rückkehr in den Ring

Freddy kämpfte sich zurück, wurde Beschwerdefrei und fand den Weg zurück in den Ring. Am 10. September 2022 boxte er tatsächlich wieder für Universum. Auf seiner Boxhose prangte ein fetter „Believe“-Schriftzug. Der Glaube spielt für Freddy Kiwitt eine große Rolle. „Der Glaube an Gott und meine eigenen Fähigkeiten brauche ich täglich, denn ich weiß, was ich mache, ist größer als ich selbst. Boxen ist die Plattform, die ich bekommen habe, um Menschen zu inspirieren und motivieren.“
Sein Comeback gegen den “Demoledor” Ivan Rafael Matute Villanueva aus Venezuela konnte Freddy Kiwitt klar für sich entscheiden. Es war sein 22. Sieg und sein vorerst letzter Kampf für Universum.

Große Titelkämpfe als Ziel

Nun will Freddy Kiwitt zurück in die Weltrangliste kommen und große Titelkämpfe bestreiten: „Ich will mich mit den Besten messen. Ich fühle mich jetzt in meiner Bestzeit. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und bin noch schnell und stark genug, um es mit den Besten aufzunehmen. Ich habe es bereits im Sparring gezeigt. Ich brauche nur die Unterstützung und die Möglichkeit es zu beweisen.“ 


Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Printausgabe 31 | Januar 2023
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