Bis in die Nachspielzeit ließen Torwart Jorge Hansen und die Abwehr des SV Frisia 03 Risum-Lindholm den Tabellenführer verzweifeln, doch in der 92. Minute schoss ausgerechnet Tobias Zuth dann doch noch den TSB Flensburg zur Meisterschaft.
Flensburg – „Stand up for the Champions“ ertönte auf dem Eckener-Platz, als Schiedsrichter Stefen Brandt nach 95 Minuten das Heimspiel vor über 220 Zuschauern gegen den SV Frisia 03 Risum-Lindholm abpfiff – und der TSB Flensburg nun auch offiziell als Meister der Landesliga Schleswig feststand. Kreative Meister-Shirts von Shirtival wurden noch verteilt, dann wurde es dann relativ schnell ruhig auf dem Platz. Die Meisterschaft und der direkte Wiederaufstieg hatten sich frühzeitig in der Saison abgezeichnet, so gelang es bisher keiner Mannschaft, den TSB Flensburg zu besiegen. Als „Betriebsunfall“ hatte der Stadionsprecher den Abstieg vor einem Jahr bezeichnet, umso nüchterner fiel dann auch die erwartbare Meisterfeier aus – zumindest auf dem Platz.
Jannik Drews bringt Frisia in Führung
Alles war angerichtet für den Meisterstreich: Volle Ränge, Einlaufkinder und dazu ein Gegner, der es selbst noch auf den Relegationsplatz schaffen könnte. Und tatsächlich: Fast hätte die Meisterfeier noch vertagt werden müssen, denn der SV Frisia 03 Risum-Lindholm hatte sich vorgenommen, die Flensburger zu ärgern – und tat dies auch. Eigentlich war der TSB gut gestartet, doch nach neun Minuten schockte Jannik Drews die Elf von Tore Wächter, als er die Gastmannschaft aus dem Nichts in Führung schoss (9.). Zuvor hatte sich Renz Rapräeger über die linke Seite durchsetzen können.
Sofortige Antwort vom TSB
„Zum Glück blieben die Köpfe oben und wir konnten direkt im ersten Gegenangriff das 1:1 machen.“ Torschütze in der 10. Minute war Cedric Neumann nach einer Flanke, die nicht geklärt werden konnte. „Der Ausgleich kam natürlich zu schnell“, sagt Frisia-Trainer Bent Traber, der mit dem Auftakt ins Spiel aber zufrieden war, denn sein Matchplan wurde genauso wie geplant umgesetzt…
