Der TSB Flensburg reicht gegen Tabellenschlusslicht Eckernförder SV eine 2:0-Führung nicht aus. Am Ende verspielen die Flensburger einen sicher geglaubten Sieg und verlieren mit 2:4.
Flensburg – Alton Zymeraj brachte den TSB Flensburg in der 21. Minute verdient in Führung. Zu diesem Zeitpunkt waren die Gastgeber dominant und hatten die volle Spielkontrolle in einem Spiel, das von vielen Duellen im Mittelfeld geprägt war. Einzige Kritik: „Zur Halbzeit führen wir ein bis zwei Tore zu niedrig“, sagt TSB-Trainer Tore Wächter.
Zwei Elfmeter in der zweiten Halbzeit
Das zweite Tor folgt dann aber in der zweiten Halbzeit durch einen von Tobias Zuth verwandelten Strafstoß (54.). „Da war die Messe eigentlich gelesen“, waren sich Trainerteam und Mannschaft zu sicher. Auch als in der 61. Minute auf der anderen Seite Leon Apitz erfolgreich einen Elfmeter verwandeln konnte, hätte man sich auf Seiten der Flensburger diesen Spielausgang nicht vorstellen können. „Wir haben 60 Minuten eine sehr souveräne Leistung gezeigt“, stellt Tore Wächter klar. Direkt nach dem Anschlusstreffer hätte es auch fast die 3:1-Führung gegeben, doch in höchster Not konnte der ESV noch auf der Linie retten. „Zu diesem Zeitpunkt war nicht zu erahnen, dass der Sieg in Gefahr ist.“
Eckernförder SV dreht das Spiel
Doch plötzlich war der TSB Flensburg nicht wiederzuerkennen. „Wir haben grundlegende Sachen eingestellt, um im Ballbesitz zu bleiben und den Ball zu gewinnen. Es fehlte die Bereitschaft, den Weg zurück zu machen, die Cleverness und der Fokus.“ Die Folge: In der 71. Minute gelang Christian Peters der Ausgleich zum 2:2. Doch damit nicht genug. Nur fünf Minuten später erzielt Peters auch noch den Führungstreffer für den ESV und das Spiel war gedreht (76.). „Wir bringen Eckernförde zurück ins Spiel und verlieren das schon sicher geglaubte Spiel und schmeißen drei Punkte weg“, ärgerte sich Tore Wächter, der in der Nachspielzeit dann sogar noch das 2:4 durch Luc-Jonathan Justen mit ansehen musste (90.+4). „Der Ausgang des Spiels ist für uns eine große Enttäuschung.“
„Eine sehr enge Kiste“
Für den Eckernförder SV war es der zweite Saisonsieg. Mit sechs Punkten bleiben sie punktgleich mit dem SV Eichede (14.) und MTSV Hohenwestedt (15.) auf dem letzten Tabellenplatz. Der SV Eichede hat allerdings schon ein Spiel mehr bestritten als der MTSV und ESV und steht nach vielen Jahren urplötzlich auf der anderen Seite der Tabelle.
Der TSB Flensburg bleibt mit elf Punkten auf Rang fünf. „Das sieht zwar sehr nett aus, aber wenn wir auf die Punkte schauen, ist das eine sehr enge Kiste dieses Jahr“, warnt Wächter vor einem wichtigen Heimspiel gegen den VfB Lübeck II (7 Punkte). „Da wartet der nächste direkte Konkurrent um den Klassenerhalt auf uns. Da muss definitiv etwas Zählbares her.“ (msc)
