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Nospa Spieltags Talk

Arne Ingwersen: Die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden

Im “nospa Spieltags Talk” spricht Arne Ingwersen vom TSV Nordmark Satrup über die Eingewöhnung in seinen neuen Verein, blickt auf das Spiel gegen Husum und das Pokalfinale gegen seinen Ex-Club zurück. 


Im Sommer wechselte Arne Ingwersen nach acht Jahren beim TSB Flensburg zum TSV Nordmark Satrup. 

Eigentlich beginnen wir unsere Interviews mit dem Rückblick aufs letzte Spiel. Euer Spiel gegen Brunsbüttel am Sonntag wurde allerdings kurzfristig abgesagt. Kam die Mannschaft dennoch zusammen oder wurde es ein freies Wochenende?

Ja, die Absage war wirklich schade und sehr kurzfristig. Die Mannschaft war gut eingestimmt und heiß auf das Spiel in Brunsbüttel, aber ändern können wir daran nun auch nichts.
Wir haben ein freies Wochenende eingestreut und ich glaube, dass es den Meisten tatsächlich auch gut tat, gerade mit Hinblick auf die ganzen erkrankten und angeschlagenen Spieler.

Gehen wir also eine Woche noch weiter zurück . Ihr habt 5:0 bei Collegia Jübek gewonnen. Bei dem Ergebnis muss man eigentlich zufrieden sein oder täuschen die Zahlen?

In der Anfangsphase haben wir uns im Spielaufbau sehr schwer getan – Jübek kam durch ihre körperliche Präsenz besser als wir ins Spiel und hat so viele Fehlpässe provoziert. Wäre die erste Großchance der Jübeker verwertet worden bzw. hätte Jan diesen Versuch nicht wirklich stark pariert, hätten wir uns nicht beschweren dürfen zurück zu liegen.
Der Führungstreffer und das Tor kurz vor der Halbzeit haben uns dann die nötige Sicherheit gegeben, sodass das Spiel auch in der Höhe völlig in Ordnung ging.

Als nächstes erwartet ihr den MTV Tellingstedt, der gut in die Saison kam, zuletzt aber zwei Mal in Folge nicht gewinnen konnte. Was erwartest du da für ein Spiel?

Ich persönlich kenne den Verein und die Mannschaft kaum, aber durch Gespräche mit den Mitspielern und dem Trainerteam habe ich gehört, dass diese Mannschaft schwer zu bespielen ist.
Auf Grund der geschlossenen Mannschaftsleistung im Spiel gegen den Ball und gefährlichen Stürmern des MTV Tellingstedt müssen wir die nötige Ruhe aufbringen und uns nicht aus dem Konzept bringen lassen. Denn dann bin ich mir sicher, dass wir die drei Punkte in Satrup behalten, wir weiter Abstand zu den anderen Mannschaften herstellen und so den Druck auf Husum aufrecht erhalten können.

“Beim TSV Nordmark Satrup werden mehrere Personen in die Entscheidungsfindung mit einbezogen”

Vor der Saison gab es nicht wenige Stimmen, die von euch einen Durchmarsch in die Oberliga erwartet haben. An der Spitze liegt allerdings der Husumer SV, gegen den ihr unglücklich verloren habt. Entscheidet das Rückspiel, dass noch im November angesetzt ist, die Meisterschaft?

Das stimmt tatsächlich und diese sind natürlich auch zu uns durchgedrungen.
Ich denke, dass die Meisterschaft noch lange nicht entschieden ist. In der Landesliga ist tatsächlich vieles möglich, sodass auch vermeintlich starke gegen unten stehende Mannschaften verlieren können.
Die Niederlage gegen Husum war aus meiner Sicht unnötig und zum Teil auch unglücklichen Umständen geschuldet, womit ich unter anderem die spielentscheidende Szene der Elfmeterentscheidung meine.
Die Niederlage tat zwar weh, aber ich glaube sie hat uns in Sachen Entwicklung weitergeholfen und uns teilweise auf den Boden der Tatsachen geholt.
Nun denken wir von Spiel zu Spiel und versuchen jedes einzelne zu gewinnen. So natürlich auch das Rückspiel gegen Husum.
Wer letztlich am Ende oben steht, hängt von vielen Faktoren ab und nicht einzig und allein vom Spiel gegen Husum, aber ich bin mir sicher, dass wir dies für uns entscheiden werden.

Gibt es Spiele, auf die du dich besonders freust? Haben dich Mannschaften überrascht?

Stand jetzt freue mich tierisch auf das Rückspiel gegen Husum – das wird ein echter Fight werden, aber wie gesagt, wir denken zunächst einmal von Spiel zu Spiel.
Großartige Überraschungen habe ich bisher nicht erlebt. Es ist für alle Mannschaften schwer einen Rhythmus zu finden. Durch Corona wurde man doch ordentlich aus dem Konzept gebracht und geprägt wurde die Anfangszeit bei vielen Mannschaften durch Verletzungen und Ausfälle, sodass der derzeitige Tabellenstand wenig aussagekräftig ist. Ich bin gespannt, wie sich die Saison noch weiter entwickelt.

“Die Gemeinschaft beim TSV Nordmark Satrup wird ganz groß geschrieben”

Dein Wechsel zusammen mit Björn Laß vom TSB Flensburg zum TSV Nordmark Satrup hat ja für ordentlich Gesprächsstoff gesorgt. Was unterscheidet die Vereine voneinander und wie hast du dich nach so langer Zeit beim TSB im neuen Club eingelebt?

Das stimmt tatsächlich.
Grundlegend unterscheiden sich natürlich die Aufstellungen des Vereins.
Beim TSB geht es zum Teil deutlich hierarchischer von statten, während beim TSV Nordmark Satrup viele Seiten angehört und mehrere Personen in die Entscheidungsfindungen mit einbezogen werden.
Dann natürlich das Training – wir bestreiten jedes Training gemeinsam mit unserer B-Mannschaft, sodass immer ausreichend Personal für ein gutes Training zur Verfügung steht. So konnten wir gerade in der Anfangszeit viele Jungs kennenlernen und sind nach den ersten Trainingseinheiten schon im Verein und in der Mannschaft angekommen. Dies wurde uns aber auch wirklich leicht gemacht.
Die Gemeinschaft wird beim TSV Nordmark Satrup ganz groß geschrieben und menschlich gibt es weder in der Mannschaft, noch im Trainer- und/oder Orga-Team etwas auszusetzen.

Das Pokalfinale 2020/21 hieß dann sogar TSV Nordmark Satrup gegen den TSB Flensburg. Für alle Zuschauer ein unglaublich tolles Spiel gewesen, wie war es für dich?

Das war natürlich ein ganz besonderes Spiel für Björn und mich.
Es war ein ziemlich emotionales Spiel, welches beiden Mannschaften viel abverlangt hat.
Wären wir in den ersten 20-25 Minuten abgeklärter und zielstrebiger im Abschluss gewesen, hätten wir gut 3 oder 4 zu null führen können und dann wäre der Drops gelutscht gewesen. So kam der TSB durch einen von ausgerechnet mir abgefälschten Ball wieder ins Spiel.
In der zweiten Halbzeit war es ein Schlagabtausch und ich denke, dass die glücklichere Mannschaft im Endeffekt gewonnen hat.
Schade, denn ich hätte gerne mit den Jungs im Landespokal gespielt…

Zum Abschluss wurde uns noch eine Frage für dich zugespielt. Dazu zunächst herzliche Glückwunsche zum Nachwuchs. Die Frage, die sich aber scheinbar alle stellen: Warum heißt dein Sohn nicht Luca?

Als ich diese Frage gelesen habe, musste ich erstmal laut lachen. Vielen Dank!
Ich habe es versucht, allerdings hatte meine Frau etwas dagegen – schade eigentlich … 😀





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