Nospa Spieltags Talk

Fabian Leydag: Vertrauen ist eines der wichtigsten Dinge im Fußball

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Im “nospa Spieltags Talk” verrät uns Fabian Leydag vom FC Tarp-Oeversee, warum seine Mannschaft aktuell so erfolgreich unterwegs ist, wie er sich im Herrenbereich zurecht findet und warum Selbstvertrauen im Fußball so wichtig ist. 


Fabian Leydag wechselte im Sommer aus der A-Jugend des SC Weiche Flensburg 08 zum FC Tarp-Oeversee. Hier machte er seine ersten Schritte im Herrenbereich und erspielte sich auf Anhieb einen Platz in der Startelf.

Am Sonntag habt ihr nach Rückstand noch einen deutlichen Sieg beim Barkelsbyer SV geholt. Wie hast du das Spiel gesehen?

Wir haben den Rückstand gut aufgenommen, weil wir vorher gut im Spiel waren und unsere Chancen hatten. Wir haben in der ersten Hälfte unsere Chancen gehabt, diese allerdings nicht konsequent und mit ganzem Willen zu Ende gespielt. In der zweiten Halbzeit kamen wir immer besser rein und haben dann unsere Chancen genutzt und konsequent zu Ende gespielt, weshalb wir verdient drei Punkte mitnehmen konnten. Der Barkelsbyer SV war offensiv nicht so präsent wie wir, weil wir defensiv stabil standen und wenig zugelassen haben. Die Gegentore waren unglücklich und zu verhindern, was uns im Nachhinein geärgert hat. Trotzdem war es allem in allem eine gute, harmonische und disziplinierte Mannschafts- und Trainerleistung, egal ob Startelf oder Einwechselspieler.

Trainer Sandro Holland spricht von einem goldenen Herbst. Was macht euch derzeit so erfolgreich?

Momentan sind wir erfolgreich, weil wir zusammen als Team Spaß auf und neben dem Platz haben. Wir nehmen Spielsituationen und Rückschläge zusammen als Team auf und suchen zusammen Lösungen und bleiben stets positiv dabei. Dazu kommt, dass jeder ein fester Teil dieser Mannschaft ist und alles für den anderen gibt, auf und neben dem Platz.

Fabian Leydag. Foto: TNS Sports

“Alle Mannschaften sollten mit dem gleichen Respekt behandelt werden”

Am Samstag kommt Schleswig 06 zu euch. Was erwartest du hier für ein Spiel und gibt es den nächsten Dreier für Tarp-Oeversee?

Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel mit einem Gegner, den man nicht unterschätzt sollte. Wir werden versuchen als Team unser Bestes zu geben und alles dafür tun, dass das wir Zuhauses drei Punkte einfahren können.

An der Tabellenspitze geht es verdammt eng zu. Platz eins und fünf trennen nur fünf Punkte. Was ist euer Ziel bis zum Winter? Wer glaubst du wird im Titelrennen euer schärfster Konkurrent?

Unser Ziel ist es so viele Punkte zu holen wie möglich und dabei gemeinsam als Team dran zu arbeiten. In dieser Liga ist es sehr eng und jeder kann jeden schlagen. Somit ist jede Mannschaft zu jeder Zeit ein Konkurrent und alle sollten mit dem gleichen Respekt behandelt werden.

Du spielst das erste Jahr im Herrenbereich und kommst aus der A-Jugend vom SC Weiche Flensburg 08. Warum bist du zum FC Tarp-Oeversee gewechselt?

Der Verein kam auf mich zu und hatte angefragt, ob ich mir einen Wechsel vorstellen könnte. Nachdem ich mir den Verein, das Umfeld und das Team über einen mehrwöchigen Zeitraum angeguckt hatte, kam ich zu dem Entschluss diesen Schritt zu gehen und etwas neues auszuprobieren. Dieser Schritt war nicht leicht, jedoch habe ich mich direkt wohlgefühlt.

“Ich hatte nicht allzu viel Selbstvertrauen”

Wie gefällt es dir beim FC und wie zufrieden bist du mit deinen ersten Monaten im Herrenbereich und deinen Spielanteilen?

Anfangs war es für mich eine enorme Umstellung. Die Härte ist etwas ganz anderes, als ich es gewohnt war, auch das Tempo war nicht das gleiche. Allerdings wurde ich von der Mannschaft und dem Trainerteam sehr gut aufgenommen, was für mich sehr hilfreich war. Ich musste in den letzten Wochen vieles lernen und bin immer noch in einem stetigen Lernprozess, sei es im Training oder Spiel.

Vertrauen ist wohl eines der wichtigsten Dinge im Fußball. Das habe ich in den letzten Wochen am meisten gemerkt. Ich hatte nicht allzu viel Selbstvertrauen, weil die Dinge anfangs nicht so glatt liefen und ich unzufrieden mit meiner eigenen Leistung war, auch bei Siegen oder im Training. Allerdings hatte und habe ich jederzeit das Vertrauen meiner Trainer und meiner Mannschaft gespürt und wurde zudem Woche für Woche ermutigt. Dafür bin ich sehr dankbar, weil ich so immer mehr zu Leistungen zurückfinden konnte, mit denen ich selbst zufrieden sein kann. Trotzdem bin ich noch nicht fertig und versuche mich stets zu verbessern, um dem Team zu helfen und das Vertrauen zurück zu zahlen.

Mit meiner Einsatzzeit bin ich sehr zufrieden, da ich so gut wie immer spiele und sehr viele Spielminuten bekomme, was nicht immer selbstverständlich ist, da ich noch jung bin und im Gegensatz zu anderen noch viel lernen muss.





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