Nach 0:3-Rückstand, Verlängerung und Elfmeterschießen

Hollywoodreifer Finalkrimi: DGF Flensborg schnappt sich den Kreispokal

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Nach einer sensationellen Aufholjagd nach einem 0:3-Rückstand, Verlängerung und Elfmeterschießen hat sich DGF Flensborg zum ersten Mal in der Vereinshistorie zum Kreispokalsieger gekrönt und damit den klaren Favoriten RB Obere Treene besiegt.

Flensburg – Für RB Obere Treene sollte es noch ein letztes Highlight werden, bevor sich die Mannschaft in dieser Form nach der Saison auflösen wird. DGF Flensborg hingegen wollte eine durchwachsene Saison mit einer Pokal-Sensation abschließen. Nach knapp einer halben Stunde war die Ernüchterung allerdings groß, und alles sah nach einem unspektakulären Abend im Idraetsparken aus. Nico Empen, der im Sommer zum Oberligameister FC Kilia Kiel wechseln wird, brachte die Elf von Trainer Dogan Göndüz im Eiltempo zur 3:0-Gästeführung (10., 12., 28.). Der Plan des Trainers ging auf: „Wir wollten das Spiel so früh wie möglich entscheiden. Der Plan ist eigentlich aufgegangen. 3:0 nach 30 Minuten war für mich ein Traumergebnis. Wir wollten gleich klarstellen, wer hier das Sagen hat, gewinnen möchte und die bessere Mannschaft ist. Das ist uns bis zur 30. Minute gelungen.“

Brian Nielsen hält DGF am Leben

Doch quasi mit dem Halbzeitpfiff konnte Brian Nielsen doch noch auf 1:3 verkürzen und sein Team mit einem besseren Gefühl in die Halbzeitpause schicken. Auch bei DGF-Coach André Flieder kehrte der Glaube zurück: „Das 1:3 hielt uns am Leben. Zur Halbzeit habe ich meinen Jungs gesagt, dass ich an uns glaube. RB ist zwar offensiv brutal stark, aber obwohl sie in der Landesliga oben dabei sind, haben sie trotzdem 42 Gegentore kassiert. Dann weißt du, dass da immer was geht.“

Und tatsächlich: DGF Flensborg kämpfte sich ins Spiel und war plötzlich fast auf Augenhöhe. „Das 1:3 war für mich der Knackpunkt“, sagt Dogan Göndüz. „Da wurde vielleicht was in den Köpfen von DGF freigesetzt. Trotzdem haben wir weitergeführt und wollten das Spiel herunterspielen.“

Julian Nehrenst lässt DGF hoffen

Das Spiel entwickelte aber eine ganz eigene Dynamik. In der 56. Minute köpfte Kapitän Julian Nehrenst eine Ecke von Andreas Hermann ins RB-Tor, und plötzlich stand es nur noch 2:3. „Dass du dann so schnell nach der Pause das 2:3 machst, spielt uns natürlich dann auch in die Karten“, glaubten nun auch die fast 400 Zuschauer an eine mögliche Sensation. „Das war ganz klar ein Torwartfehler, den Ball musst du wegfischen“, ärgerte sich Göndüz, denn auch schon beim ersten Tor sah er ein Missverständnis zwischen Lukas Helmer und seinen Vorderleuten. „Und so holst du den Gegner wieder ins Spiel rein, der spielerisch wenig zu bieten hatte. So aber konnten sie uns kämpferisch gefährlich werden.“

Brian Nielsen musste in der 61. Minute verletzungsbedingt vom Platz. Vor dem Spiel fiel bereits Killian Witt aus. „Ich glaube, dadurch haben die Jungs diesen ‚Jetzt erst recht‘-Charakter entwickelt“, sagt Flieder. „Dieser Push von außen hat auch noch mal Kräfte freigesetzt, da sind einige Spieler wirklich ü…

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