“Dankbar für jedes Spiel, das stattfinden kann” – Brian Nielsen im “nospa Spieltags Talk”

Brian Nielsen im Spiel gegen die SG Langenhorn/Enge. Foto: TNS Sports

Brian Nielsen geht in seine dritte Saison bei DGF Flensborg, wo er sich auf Anhieb als Stammspieler durchsetzen konnte. Direkt in seiner ersten Saison konnte er den Aufstieg in die Verbandsliga Nord bejubeln. Zuvor spielte er viele Jahre bei IF Stjernen Flensborg.


Nach langer Pause sind die ersten zwei Spieltage absolviert. Beide Spiele konntet ihr vom Ergebnis her knapp gewinnen. Wie schätzt du die beiden Spiele ein?

In erster Linie freue ich mich über die sechs Punkte und den geglückten Saisonstart. Wir wussten, dass uns mit Langenhorn ein starker Gegner im ersten Spiel erwartet und dementsprechend war es auch ein ausgeglichenes Spiel, das wir in der letzten Saison nicht gewonnen hätten. Das zweite Spiel war fußballerisch wesentlich besser und wir konnten weitestgehend dominant auftreten. Durch die zwei unnötigen Gegentore in den letzten Minuten wurde es dennoch unnötig spannend, weshalb das Endergebnis meiner Meinung nach trügt…

Mit der SG Nordau erwartet euch am Samstag eine schwere Aufgabe. Was erwartest du von dem Spiel und wie schätzt du Nordau in dieser Saison ein? Könnte es wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben?

Unsere Freunde aus dem Waldstation sind immer ein unangenehmer Gegner, die uns zugegebenermaßen nicht immer gut gelegen haben. Ich erwarte ein körperbetontes Spiel, bei dem wir fußballerisch an das letzte Spiel anknüpfen müssen, dann werden wir auch am Samstag die drei Punkte mitnehmen. Nordau wird in dieser Saison sicherlich nicht nur in der Fairness-Tabelle eine Rolle spielen, aber für ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist die Liga meiner Meinung nach zu ausgeglichen. Dennoch werden die Spiele gegen Nordau besonders brisant.

Mit Sandi Duratovic habt ihr euren Top-Torjäger verloren, aber auch gute Neuzugänge bekommen. Wie stark schätzt du den Kader 2020/21 ein?

Der Abgang von Sandi schmerzt natürlich und ich hoffe noch immer, dass er nicht für immer verloren ist. Trotzdem konnten wir uns besonders in der Defensive mit Fabo und Torge sehr gut verstärken, aber auch Marlon, Mergim, Basti, Safi und der Rückkehrer Martin sind eine Bereicherung für unser Spiel, sodass ich unseren Kader dieses Jahr auf jeden Fall stärker einschätze als in der vorigen Saison. Zumal mit Mergim ein Stürmer dazugekommen ist, der auch weiß wo das Tor steht.

“Die Schiedsrichter haben bei Spielen von uns sicher nicht die leichteste Aufgabe”

Ihr habt als einzige Mannschaft bisher beide Spiele gewinnen können. Welche Mannschaften siehst du noch mit im Kampf um die Meisterschaft?

Ich denke das neben Langenhorn und Nordau auch Harrislee um die Meisterschaft mitspielen wird. Auch wenn ich das Potenzial bei Harrislee eher im Beachvolleyball sehe, werden das sehr spannende Spiele, auf die ich mich besonders freue.

In der Verbandsliga-Tabelle steht ihr ganz oben, in der Fairness-Tabelle aber nach zwei Spieltagen schon wieder ganz unten. Mögen euch die Schiedsrichter nicht? (grinsend)

Gute Frage. Die Schiedsrichter haben bei Spielen von uns sicher nicht die leichteste Aufgabe und in der Fairness-Tabelle ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Ich zähle da ein bisschen auf die Pädagogen bei uns in der Mannschaft (er grinst).

Die Tabellenkonstellation würde ich trotzdem so unterschreiben…

Am letzten Spieltag gab es ligaübergreifend bereits reichlich Absagen. Hast du persönlich ein mulmiges Gefühl bei den Spielen oder blendet man als Spieler die aktuelle Corona-Situation aus?

Natürlich blendet man die aktuelle Situation nicht aus. Viel mehr schätzt man jedes Spiel das stattfindet, denn wer weiß, ob die Saison bei den steigenden Infektionszahlen zu Ende gespielt werden kann.

Vor DGF Flensborg hast du auch schon viele Jahre beim zweiten Flensburger SdU-Club, IF Stjernen Flensborg, verbracht. Wie unterscheiden sich die Vereine voneinander und warum hast du dich vor zwei Jahren für den Wechsel entschieden?

Beide SdU-Clubs sind geile Vereine. Sie unterscheiden sich neben den Ligen eigentlich nur in den Farben und der Altersstruktur der Mannschaft. Bei Stjernen waren wir eine richtig junge Truppe, was auf jeden Fall geschockt hat. Bei DGF war ich mit Abstand der Jüngste (endlich nicht mehr) und somit für das Aufpumpen der Bälle verantwortlich, konnte aber mit vielen erfahrenden Spielern zusammenspielen. Der Wechsel war nach acht Jahren bei Stjernen natürlich keine leichte Entscheidung, aber ich wollte einfach mal unter anderen Gegebenheiten spielen und durch Freunde bei der Arbeit bin ich dann zu DGF gekommen. Ich freue mich aber immer, wenn es spieltagstechnisch passt und ich bei Stjernen zugucken kann.