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Die Geburt des OstseeMan Triathlon Glücksburg

„Hätten wir damals gewusst, auf was wir uns da eingelassen haben, dann hätten wir die unglaubliche Herausforderung trotzdem angenommen”, sagt Rennleiter Reinhard Husen über das Abenteuer “OstseeMan”. Uns erzählt der Chef-Organisator, wo ihm die Idee zum eigenen Triathlon in Glücksburg kam und wie er sich seitdem entwickelt hat.

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Rennleiter Reinhard Husen im Zielbereich. Foto: SPEEDPhotos.de

Reinhard Husen und Karl-Heinz Niedrich hatten gerade die kanadischen Meisterschaften 2000 in Pentington gefinisht. Besonders die Schwimmlocation hatte es den beiden angetan, nicht zuletzt, weil sie der in Glücksburg sehr ähnlich war. Immer noch glücklich den IronMan erfolgreich absolviert zu haben und mit einem hohen Adrenalinspiegel augestattet, wuchs beim Rückflug von Vancouver nach Frankfurt die Idee zum eigenen Triathlon. „Ich erinnere mich noch ziemlich genau als ich Kalle später bei mir zu Haus mit der Frage konfrontierte: Was meinst du, sollen wir hier bei uns in Glücksburg einen IronMan organisieren?“ Die Antwort von Kalle lies etwas auf sich warten. Dann kam seine Antwort, für einen Angelieter geradezu euphorisch, “das können wir machen!“ Es war die Geburtsstunde des OstseeMan.

„Unser Ziel war es, den Sport, den wir täglich am liebsten nachgingen, für andere Sportler mit unserer Erfahrung als aktive Sportler zu organisieren“, erinnert sich der 75-jährige Rennleiter. Mit ins Boot holten die beiden noch Torsten, den Sohn von Reinhard Husen. Ganz unerfahren war das Trio nicht. So organisierten sie 20 Jahre mit dem Team der Langlaufgruppe des TSV Glücksburg 09 den „Glücksburger Fördelauf“. Husen: „Mit 700 bis 800 Teilnehmern gehörten die Läufe zu den größten in Schleswig-Holstein und hatten in der Laufszene einen ausgezeichneten Ruf.“

“Der Erfolg ist unser Lohn”

Mit Mut, Begeisterung und Ausdauer machte sich das Team an die Arbeit – und tatsächlich: Nur ein Jahr später begann eine fantastische Reise für das „Team OstseeMan“. 2002 gingen die ersten Athleten in Glücksburg an den Start. Mit Ole Stougaard aus Dänemark und Karina Lenzer trugen sich die ersten Sieger in die heutige „Hall of Fame“ ein. Auch in den folgenden Jahren nahm die Erfolgsgeschichte des OstseeMan ihren Lauf. Die Teilnehmerzahlen stiegen kontinuierlich. Heute sind die Rennen ausgebucht. „Hätten wir damals gewusst, auf was wir uns da eingelassen haben“, lacht Husen, „dann hätten wir die unglaubliche Herausforderung trotzdem angenommen. Aus einem Team ist eine Familie aus Organisatoren und Athleten geworden. Als Ausdauersportler sind wir es gewohnt Belastungen über lange Zeit durchzustehen, kritische Phasen zu überwinden und daraus zu lernen“, so Reinhard Husen, der mit dem OstseeMan eine der beliebtesten und über die nationalen Grenzen hinaus bekannte Triathlon-Veranstaltung etablieren konnte. „Der Erfolg ist unser Lohn und das ist es, was uns antreibt,“ sagt Husen.

 

Für sein Engagement wurden Reinhard Husen und sein Team 2015 belohnt. Husen wurde stellvertretend für das Team mit dem „Fördefuchs“ geehrt, der jedes Jahr an eine Person übergeben wird, die sich nachhaltig und innovativ um die Region verdient gemacht hat.

Und einem Teammitglied ist er besonders dankbar, seiner Frau Ursel. „Ohne ihre Unterstützung und ihr Verständnis für meinen Sport und meine Interessen wäre das nicht möglich gewesen. Sie ist mein Teammitglied Number One.“


Dieser Artikel erschien in unserer Printausgabe Juli/August 2019




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