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nospa Spieltags Talk

“Es ist wichtig, dass du als Torwart den Mund aufmachst” – Florian Kirschke im “nospa Spieltags Talk”

Florian Kirschke konnte in seiner Laufbahn schon Erfahrungen beim Hamburger SV und beim FC St. Pauli sammeln. Jetzt möchte der Keeper vom SC Weiche Flensburg 08 sein Wissen an andere Torhüter weitergeben. Was er über die erneute Finalniederlage beim Hallenmasters in Kiel denkt, was in der Rückrunde für den SC Weiche 08 noch drin ist und wie er die Entwicklung der jungen Torhüter des Vereins denkt, erzählt er uns im “nospa Spieltags Talk”.

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Florian Kirschke
Florian Kirschke. Foto: SPEEDPhotos.de

Bevor Florian Kirschke 2013 zum ETSV Weiche Flensburg kam, sammelte er bereits Erfahrungen beim Hamburger SV und FC St. Pauli. Jetzt will der 27-jährige Schlussmann vom SC Weiche Flensburg 08 seine Erfahrungen an andere Keeper weitergeben und hat eine eigene Torwartschule eröffnet. Mit uns spricht er über junge Nachwuchs-Torhüter, seine Enttäuschung nach dem Hallenmasters, die Rückkehr von Nico Empen und was in der Ruckründe noch für den SC Weiche 08 möglich ist.


Hallo Florian, beim Hallenmasters in Kiel musstet ihr euch wie im Vorjahr mit dem 2. Platz begnügen. Wie groß war die Enttäuschung?

Das Hallenmasters nehmen wir immer ernst. Jedes Jahr fahren wir dahin, um das Turnier zu gewinnen. Wenn man dann noch im Finale ist, will man umso mehr den Titel. Es war schon sehr bitter. Ich habe auch 1-2 Tage mehr gebraucht, dass zu verarbeiten. Letztendlich muss man die Leistung der Mannschaft im Turnier dann richtig einordnen und wieder nach vorne schauen.

Ihr steckt mitten in der Vorbereitung. Wo setzt Trainer Daniel Jurgeleit da Schwerpunkte?

Wichtig ist, dass wir uns schnell wieder finden und in den Rhythmus kommen. Wir müssen gut aus der Winterpause starten. Dafür müssen wir vor allem auch die Testspiele nutzen. Der Trainer verstreut momentan viel positive Energie. Unser Wochenablauf ist momentan genauso wie während des Ligaalltags. Nur die Intensität in den Einheiten ist natürlich etwas höher.

Ihr überwintert auf dem 3. Tabellenplatz, wie zufrieden warst du persönlich mit der ersten Saisonhälfte?

Auf die Hinrunde blicke ich mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite haben wir eine gute Ausgangssituation und sind noch absolut in Schlagdistanz zum VfB und Wolfsburg II. Auf der anderen Seite haben wir auch in dem einen oder anderen Spiel unnötig oder definitiv vermeidbar Punkte liegen lassen. Wir haben immer wieder gemerkt, dass Kleinigkeiten die Spiele entscheiden und da muss jeder einzelne in jedem Spiel noch fokussierter und griffiger sein, damit das in der Rückrunde anders wird. Ganz bitter ist das Pokal-Aus gegen Todesfelde. Damit haben wir uns, dem Verein und den Fans ein Highlight genommen. Da merkt man aber, dass man jedes Spiel mit 100% angehen muss und es nicht reicht, wenn man mal 5% weniger gibt. Das müssen wir für die Rückrunde immer im Hinterkopf behalten.

Impressionen

Was ist in der Rückrunde noch drin für euch?

Wichtig ist, dass wir wie schon gesagt, gut aus der Winterpause starten. Wir wollen auf jeden Fall nochmal angreifen. Vielleicht ist es gut, dass uns der ein oder andere nicht mehr so richtig auf dem Zettel hat. Die Mannschaft will Erster werden am Ende der Saison. Jeder der nicht mehr daran glaubt, kann ja meinetwegen gerne schon mal in den Sommerurlaub fahren.
Wir haben ja beim letzten Heimspiel gegen Oldenburg gesehen, was für eine Dynamik auch von den Fans von außen herangetragen werden kann. Wir brauchen diese Unterstützung von unserem Umfeld. Es wäre überragend, wenn bei jedem Heimspiel jeder, der mit Weiche sympathisiert, genauso Schaum vorm Mund hat, wie es gegen Oldenburg der Fall war, nach der Gelb-Roten-Karte von Jürgi.

Mit nur 20 Gegentoren stellt ihr die beste Defensive der Liga. Was ist euer Erfolgsgeheimnis in der Defensive?

Das ist gerade für mich als Torwart eine schöne Momentaufnahme. Dennoch waren auch einige vermeidbare Gegentore dabei oder Spiele, bei denen wir sehr viel zugelassen haben. Ich will den Wert in den restlichen Spielen gerne verbessern. Wir sind immer eklig zu bespielen und arbeiten sehr robust gegen den Ball. Dazu kommt, dass auch die Offensivspieler in der Defensive unterstützen und wir gerade in der Defensive auch viele erfahrene Spieler haben, die von hinten organisieren. Da ist es auch wichtig, dass du als Torwart den Mund aufmachst.

Mit Nico Empen ist ein alter Bekannter zurückgekommen. Was denkst du über seine Rückkehr?

Ich habe mich sehr gefreut, als ich Nico wieder in der Kabine gesehen habe. Mit Nico ist im letzten Sommer ein Stück Charakter verloren gegangen. Er ist nicht nur wichtig auf dem Platz, sondern auch als Typ neben dem Platz. Ich glaube, es gibt wenige Spieler, die auf dem Platz den absoluten Siegeswillen so verkörpern wie Nico. Außerdem war Nico auch immer ein Spieler, der sich in seiner freien Zeit in den Verein, genauer im Jugendfußball, eingebracht hat. Er hat leider Pech gehabt in Rödinghausen, denn er hat wirklich das Potential für Profifußball. Manchmal sollen Dinge einfach passieren. Jetzt ist er wieder bei uns und wir freuen uns gemeinsam mit ihm unsere Ziele anzupacken.

“Ich bin gerne bereit meine Erfahrung weiterzugeben”

Mit Ingmar Struck und Jonas Wolz habt ihr talentierte Nachwuchstorhüter in euren Reihen. Sie trainieren öfters bei euch mit und sind auch bei den Spielen hin und wieder mit dabei. Wie ist dein Eindruck, könnte einer der beiden dich mal beerben?

Ich finde es gut, dass wir endlich auch junge Keeper haben, die von hinten Druck machen. Beide sind wirklich sehr talentiert und werden ihren Weg machen. Sie bringen auch beide die richtige Einstellung mit, sind wissbegierig und wollen auch was lernen. Die beiden müssen jetzt alles aufsaugen was geht, alle Eindrücke mitnehmen und dann für sich entscheiden, welchen Stil sie gehen wollen. Ich weiß genau wie die Beiden sich fühlen und finde es jedes Mal gut, wenn sie bei uns mal dabei sind. Es wäre toll für Jonas und Ingmar, wenn das noch öfter klappen würde. Ich bin gerne bereit meine Erfahrung weiterzugeben und ich hab auch immer darauf geachtet, dass sie sich bei uns wohl fühlen.

Aktuell hast du mit deiner eigenen Torwartschule ein eigenes Projekt gestartet. Wann und wie bist du auf die Idee gekommen und wie zufrieden warst du mit dem Start?

Ich möchte jede/m Torhüter/in die Möglichkeit geben, regelmäßig professionelles Torwarttraining in Anspruch zu nehmen und das in seinen Trainingsalltag einzubauen. Leider ist da sehr großer Bedarf und es gibt nur wenig bis keine Torwarttrainer. Ein Torwart muss einfach individuell an sich arbeiten, um besser zu werden. Bisher hatte ich schon Kickoff-Veranstaltungen in Breklum und Leck. Es hat wirklich Spaß gemacht mit so vielen verschiedenen Torhütern zu arbeiten. Weitere Kickoff-Veranstaltungen in Handewitt und Fahrdorf (bei Schleswig) sind geplant. Ich hatte durchweg positive Resonanzen erhalten. Viele waren froh, dass da jetzt endlich mal was passiert und dass jemand “Professionelles” das jetzt auch anbietet. Die meisten waren der Meinung, dass es hier im Raum Flensburg, Nordfriesland und Schleswig einfach niemanden vernünftiges gibt, der Torwarttraining anbietet und das möchte ich jetzt ändern.

Welche Torhüter sprichst du an? Wer kann alles zu dir kommen? Was erwartet sie und welche Unterschiede gibt es zum gewöhnlichen Torwarttraining im Verein?

Es gibt jede Woche Termine an verschiedenen Standorten. Da hatte ich schon wirklich gute Gespräche mit einigen Verein, wie Löwenstedt, Leck, Wiesharde oder Friedrichsberg-Busdorf. Die aktuellen Termine stelle ich jeden Monat auf meiner Homepage online. Jeder Torwart, der den Anreiz hat sich zu verbessern, kann sich bei mir melden. Egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, Kreisklasse oder Bundesliga (er lächelt). Ich möchte jeden Keeper weiter bringen und werde immer versuchen, dass es mindestens einen Standort in der Nähe der Keeper gibt.
Ich hatte in der Vergangenheit das große Glück mit vielen erfahrenen Torwarttrainern, wie z.B. Mathias Hain, Richard Golz oder Klaus Thomforde zu arbeiten. Zudem habe ich jetzt aktuell mit Jan Neujahr einen sehr engagierten Torwarttrainer, der sich ständig Input holt und sich selber immer mehr verbessern will. Somit arbeiten wir immer mit den neuesten Torwarttrainingsmethoden und immer auch sehr abwechslungsreich. Ich bündel alles zusammen und arbeite mit genau den Dingen, die mich auch immer stark gemacht haben und die mich weitergebracht haben.





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“Wir sind heiß auf die Rückrunde” – Volker Hansen im “nospa Spieltags Talk”

Mit 28 Jahren ist Volker Hansen ein erfahrender Abwehrspieler in den Reihen der SG Nordau. Wie er die bisherige Saison erlebt hat, auf welchen Gegner er sich am meisten freut und wo er in der kommenden Saison spielen wird, verrät er uns im “nospa Spieltags Talk”.

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Volker Hansen, SG Nordau
Volker Hansen von der SG Nordau. Foto: TNS Sports

Seit der Gründung der SG Nordau ist Volker Hansen mit dabei und durfte in nur drei Jahren Vereinsgeschichte schon einen Aufstieg feiern. Wie der 28-jährige Abwehrspieler die bisherige Saison sieht, was er zur Hallensaison seiner Kollegen zu sagen hat und welche Chancen er sich gegen den TSV Nord Harrislee am Wochenende ausrechnet, erzählt er uns im “nospa Spieltags Talk”.


Am vergangenen Wochenende fiel euer Spiel gegen Slesvig IF den Wetterbedingungen zum Opfer. Stattdessen habt ihr getestet. Wie lief dieser und wie schätzt du eure Form zur Rückrunde ein?

Für uns war es ein guter Test. Wir konnten positives aber auch negatives aus dem Spiel mitnehmen. Wegen dem Wetter konnten wir leider nicht viele Testspiele bestreiten, aber ich glaube das ging vielen Mannschaften ähnlich. Als dann das Spiel gegen SIF abgesagt wurde, war es für uns wichtig noch ein Testspiel zu bestreiten, bevor die Rückrunde dann hoffentlich dieses Wochenende für uns startet. Unsere Form schätze ich gut ein. Ich weiß, das jeder einzelne fit ist. Für uns ist es entscheidend, dass wir ab der ersten Minute den Kampf annehmen. Wir sind auf jeden Fall heiß auf die Rückrunde.

Dein Kollege Christoph Ruback hat zu Saisonbeginn einen Platz unter den Top 5 für möglich gehalten. Ihr seid auf einem sehr guten Weg dorthin. Was muss passieren, damit diese Prognose am Ende auch so eintreffen kann?

Wir müssen da anknüpfen wo wir aufgehört haben. Wir dürfen in keinem Spiel nachlassen. Nur so können wir es schaffen.

Jetzt am Samstag soll es nun endlich auch für euch los gehen. Mit dem TSV Nord Harrislee kommt direkt ein interessanter Gegner aus der Nachbarschaft. Was erwartest du von diesem Spiel?

Ich glaube es wird ein spannendes Spiel. TSV Nord Harrislee wird nach der Niederlage gegen Löwenstedt natürlich heiß sein und alles geben, um nicht gleich mit zwei Niederlagen zu starten.
Wir müssen sehen, dass wir sofort das Spiel annehmen und versuchen Nord Harrislee unser Spiel aufzuzwingen. Ich denke, dass es über 90 Minuten ein hartes Spiel wird, welches wir aber am Ende für uns entscheiden.

Auf welche Gegner freust du dich in der Rückrunde am meisten?

Ganz klar DGF. Gegen DGF ist immer eine gewisse Anspannung auf dem Feld zu spüren. Das war auch schon letztes Jahr in der Kreisliga so. Ich liebe einfach Spiele, wo es ordentlich zur Sache geht. Derby halt (er lacht).

Impressionen

Auch in die Halle konntet ihr eure gute Form übertragen. Man hat euch angemerkt, dass ihr wirklich Bock auf Halle hattet. Was waren deine Highlights?

Ich selber habe nicht viele Hallentuniere mitgespielt. Dafür fehlt mir einfach die Technik (er lacht).
Ein Highlight für mich war sicherlich der Erfolg von den Jungs bei der Hallenkreismeisterschaft. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie eine gute Rolle dort spielen werden. Das sie letztendlich erster wurden, hat mich umso mehr gefreut.

“Ich werde auch nächstes Jahr für die SG Nordau spielen”

Durch den Sieg bei der Hallenkreismeisterschaft durftet ihr auch bei der Landesmeisterschaft in Henstedt-Ulzburg teilnehmen. 

Auch dort war ich nicht dabei (er lacht). Für die Jungs war das sicherlich ein Highlight in der Winterpause.
Mit ein wenig mehr Glück hätte man es durchaus in die nächste Runde schaffen können. Leider klappte das nicht, aber dafür soll die Rückfahrt im Bus legendär gewesen sein (er lacht). Feiern können auf jeden Fall alle sehr gut (er lacht).

Als die SG Nordau gegründet wurde, bist du von der SG Langenghorn/Enge-Sande gekommen und warst quasi von Anfang an mit dabei. Warum wurde es die SG Nordau und wie hat sich der Verein in diesen drei Jahren deiner Meinung nach entwickelt?

Die SG Nordau wurde es, weil ich dort viele Spieler kannte und dort auch mein Heimatverein mit drinsteckt. Die Entwicklung der SG ist sehr positiv. Wir haben es gleich im zweiten Jahr geschafft in die Verbandsliga aufzusteigen und spielen jetzt auch eine gute Rolle dort. Ich denke, wir können sehr zufrieden sein.

Mit Blick auf die nächste Saison, weißt du schon, ob du der SG Nordau erhalten bleiben wirst?

Ja ich werde auch nächstes Jahr für die SG Nordau spielen.





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“Ich denke, dass wir in der Liga mit unserem Kader mithalten können” – Lasse Sievers im “nospa Spieltags Talk”

Mit dem TSV Nord Harrislee erlebte Lasse Sievers einen Saisonstart wie auf Wolke 7. Dann verkündete Jörg Rapp seinen Rücktritt als Trainer. Wie die Mannschaft die Entscheidung aufgenommen hat, wie er über den Abschied von Sönke Meyer denkt und wie der Konkurrenzkampf ums Tor aussieht, verrät er uns im “nospa Spieltags Talk”.

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Lasse Sievers, TSV Nord Harrislee
Lasse Sievers im Tor vom TSV Nord Harrislee. Foto: SPEEDPhotos.de

Für den 1,95 Meter großen Torwart vom TSV Nord Harrislee wird es nicht langweilig. In der letzten Saison schon fast abgestiegen, konnte noch der Klassenerhalt gefeiert werden und dann startete seine Mannschaft wie ausgewechselt in die neue Saison und spielte ganz oben mit. Im Winter verließen dann Leistungsträger Sönke Meyer und später auch noch Chef-Trainer Jörg Rapp die Mannschaft. Was Lasse Sievers zu den Abgängen zu sagen hat, wie er den Konkurrenzkampf im Tor sieht und was er von den nächsten Spielen gegen BW Löwenstedt und Nordau erwartet, verrät er uns im “nospa Spieltags Talk”.


Auf Grund der Witterung hat sich euer Pflichtspielauftakt gegen Grün-Weiß Tolk verzögert. Wie habt ihr die zusätzliche Zeit der Vorbereitung genutzt?

Wir haben die Zeit genutzt um in aller Ruhe unser Training fortzuführen und den Fokus voll und ganz auf den Rückrundenstart zu legen.

Nun soll es am Samstag gegen den SV Blau-Weiß Löwenstedt gehen, die zwar im Moment in der Tabelle vor euch stehen, aber auch schon drei Spiele mehr ausgetragen haben. Was erwartest du von diesem Spiel?

Klar ist, dass sowohl wir als auch die Löwenstedter heiß auf die Rückrunde sind. Ich erwarte ein umkämpftes Spiel, dass am Ende derjenige gewinnt, der es mehr will.
Allerdings haben wir auch noch was aus dem Hinspiel gut zu machen – da haben wir überhaupt nicht überzeugt.

Im Winter überraschte uns alle die Schlagzeile, dass Trainer Jörg Rapp mit sofortiger Wirkung ins Ligamanagement wechseln wird. Kam diese Entscheidung für euch auch so überraschend wie für uns und wie hast du diese aufgenommen?

Ja schon – als er uns in der Kabine mitteilte, dass er ab sofort kein Trainer mehr sei, mussten ich und auch viele andere erstmal schlucken.
Als er dann nachschob, dass er als Ligamanager erhalten bleibt, war ich auf jeden Fall ein Stück weit erleichtert, da ich Jörg jetzt auch schon sehr lange kenne und als Identifikationsfigur für den TSV Nord Harrislee sehe.
Ich denke, dass Jörg seine neue Aufgabe sehr gut machen wird.

Impressionen

Jetzt bilden Patrick Schulte-Heuthaus und Henrik Johnsen ein Trainerduo. In einer Umfrage bei uns glaubten 64%, dass es ohne Rapp schwieriger für euch wird. Wie siehst du das? Wie ist dein Eindruck vom Trainer-Duo?

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein sehr gutes Trainerduo für die Rückrunde haben. Sowohl Paddy als auch Johnny sind richtig motiviert und hungrig und haben – genau wie Jörg – einen guten Draht zur Mannschaft.

Auch Sönke Meyer hat euch im Winter verlassen. Das war auch frühzeitig bekannt, dass er, sobald er sich wieder fit genug fühlt, höherklassig spielen möchte. Was konntet ihr von Sönke mitnehmen und macht sich sein Fehlen schon bemerkbar?

Vorab möchte ich Sönke auch auf diesem Wege nochmal viel Glück, Erfolg und vor allem Spaß und Gesundheit bei seiner neuen Aufgabe wünschen.
Mitnehmen kann man von ihm auf jeden Fall seine Einstellung, er ist als Kapitän immer vorangegangen und hat uns auf dem Platz motiviert.
Natürlich ist ein Spieler mit dieser Qualität sehr schwer zu ersetzen, das macht sich auch in unserem Spiel bemerkbar. Trotzdem denke ich, dass wir in der Liga mit unserem Kader mithalten können.

“Das mit der Lederallergie war schon frech”

Ende August war Christoph Ruback von der SG Nordau bei uns im “nospa Spieltags Talk” und hat in aller ausführlichkeit über dich gesprochen. Das war zu einer Zeit, als ihr alle in der Liga mit einer tollen Siegesserie überrascht hattet. Für alle, die seine Aussagen nicht mehr im Kopf haben, er sagte mit einem Lachen und nicht ganz ernst gemeint: “In der Freizeit auf dem Bolzplatz oder in Spielen in der Jugend hat er mir jedenfalls schon oft seine Lederallergie bewiesen, da lass ich die Frage mal im Raum stehen, ob die gute Defensive an Lasse oder an der Verteidigung vor ihm liegt.” Möchtest du ihm dazu etwas antworten?

Das mit der Lederallergie war schon frech.
Dennoch möchte ich hier keine großen Töne in seine Richtung spucken. Ich denke Christoph weiß, was ich von ihm halte und was ich denke, wozu er auf dem Platz fähig ist.
Dass er mir dann im Hinspiel am Holmberg 2 Tore einschenken durfte, hat mir die folgenden Tage natürlich nicht unbedingt leichter gemacht, da durfte ich mir ganz schön was anhören.

In zwei Wochen kommt es dann tatsächlich zum Spiel gegen die SG Nordau. Damals hatte es Christoph genervt, dass du zu ihm sagen konntest, dass du sie in der Tabelle nicht finden kannst. Jetzt seid ihr von den Punkten her recht nah beisammen in der Tabelle. Hast du eine besondere Vorfreude auf dieses Spiel?

Auf jeden Fall. Ich kenne viele Spieler von der SG Nordau noch aus der Schulzeit und aus dem Privatleben. Da ist dann schon immer eine ganz besondere Spannung drin, da möchte man auf gar keinen Fall verlieren. Hoffentlich können wir sie jetzt auch auf Ihrer Wiese ärgern, so wie sie es bei uns in der Hinrunde gemacht haben.

Du hütest beim TSV Nord nicht alleine das Tor. Wie ist dein Verhältnis zu Max-Julian Mross?

Zu Max habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Er hat bei Flensburg 08 eine gute fußballerische Ausbildung genossen und technisch kann ich mir hier und dort immer mal ein bisschen was abschauen. Insgesamt denke ich, dass wir voneinander sehr profitieren, da wir uns gegenseitig pushen. Natürlich wissen wir auch, dass der jeweils andere genau so Bock hat zu spielen, wie man selbst.
Trotzdem drücke ich ihm die Daumen, wenn er auf dem Platz steht.

In der Jugend hattest du zuletzt beim TSB Flensburg gespielt. Warum fiel deine Entscheidung damals auf den TSV Nord Harrislee?

Dazu muss gesagt sein, dass ich beim TSV Nord Harrislee angefangen habe, Fußball zu spielen und ich mit meinen damaligen Mannschaftskameraden zum TSB Flensburg gewechselt bin, da in Harrislee keine B-Jugend zustande kam.
Leider hatte der TSB damals am Schützenhof noch nicht den schönen Kunstrasen, sondern nur den Roten Teppich, auf dem man nicht so gern Grätschen und Hechten mochte.
Nichtsdestotrotz hatte ich beim TSB ein paar sehr schöne Jahre.
Zurück nach Harrislee hat mich dann die schöne Anlage, welche in kürze auch noch durch einen Kunstrasen bereichert wird, das heimische Gefühl, die Mannschaft und die herausragende Betreuung geführt.





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