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Floorball

Floorball beim PSV Flensburg: Eine junge und dynamische Sportart

Per-Niklas Heintze, Michael Düsing und Magnus Hartstock hat das Floorball-Fieber gepackt. Alle drei kamen auf unterschiedlichste Art und Weise mit dieser dynamischen Sportart in Berührung. Uns erzählen sie, warum Floorball eine ebenbürtige Alternative zu den etablierten Sportarten sein sollte und was die Begeisterung ausmacht.

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PSV Flensburg Floorball
Per-Niklas Heintze, Michael Düsing und Magnus Hartstock spielen für die Großfeldmannschaft vom PSV. Foto: Bobzin

In Schweden, Finnland, Tschechien und in der Schweiz ist Floorball weit verbreitet und zählt zu einen der beliebtesten Sportarten. In Deutschland wird Floorball (früher auch Unihockey genannt) seit September 2009 unter diesem Namen gespielt, zählt bei uns aber noch zu einer Randsportart. Gespielt wird in der Halle, ohne Eis und ohne Schlittschuhe. In Flensburg ist der PSV Flensburg beim Floorball aktiv und bemüht den Sport bekannter zu machen. Einer von ihnen ist Magnus Hartstock, der in dieser Saison auch die Rolle des Spielertrainers übernommen hat. „Mich hat es schon sehr lange gereizt mal die Rolle des Trainers zu übernehmen und mein durch verschiedene Mannschaften und Auswahlen erlerntes Wissen jüngeren oder gleichaltrigen Spielern weiterzugeben. Nachdem im PSV Flensburg ein Umbruch zu Beginn der letzten Saison stattfand habe ich die Anfrage erhalten, ob ich mir vorstellen kann die Herren Großfeld-Mannschaft zu übernehmen. Ich habe dies mit großer Freude angenommen und für mich war klar, dass ich jedoch nicht nur die Rolle des Trainers übernehmen, sondern der Mannschaft auch auf dem Feld weiterhelfen möchte.“ Seine Leidenschaft zum Floorball entdeckte Magnus in der fünften Klasse durch eine Schul-AG. „Bei einem Schulturnier im gleichen Jahr wurde ich gefragt ob ich mir vorstellen kann diesen Sport professioneller im Verein, bei den Floorball Grizzlys Salzwedel, auszuüben. Das war der Beginn meiner großen Liebe zum Floorball.“ Beim PSV ist Magnus seit der Saison 2018/19 aktiv, als es ihn beruflich nach Flensburg zog.

“Alle müssen mit anpacken”

Michael Düsing hingegen entdeckte den Floorball-Sport erst in Flensburg für sich. „Ich habe mein Studium hier in Flensburg begonnen und das Sportangebot der Universität genutzt. Ich wollte Floorball einmal ausprobieren, ging zur Trainingszeit und blieb hängen.“ Hier kam er mit Mitgliedern vom PSV ins Gespräch und stieg 2012 als Spieler ein. Heute ist Michael nicht nur als Spieler aktiv, sondern unterstützt den Verein auch außerhalb des Spielfeldes. „Floorball ist eine kleine Sportart. Alle müssen mit anpacken, damit der Verein vorankommt. Trotz der breiten Unterstützung sammeln sich Ehrenämter gern bei einigen Personen. Bei den Herren darf ich als Kapitän der Mannschaft in erster Linie Spieler sein, den Floorball vertrete ich dem Verein gegenüber als Abteilungsleiter und meine Erfahrung gebe ich unserem Damenteam als Trainer weiter.“

Durch den Onkel zum Floorball

Von Klein auf kennt Per-Niklas Heintze den Sport. Schon sein Onkel hütete jahrelang beim TSV Neuwittenbek (heute Baltic Storms) das Tor in der 2. Bundesliga. „Das erste Mal richtig zum Schläger gegriffen habe ich dann erst vor sieben Jahren, als mich ein ehemaliger Mitspieler vom Fußball mit zum Floorball genommen hat. Nach sechs Jahren Großfeld bei den Baltic Storms, mehrfachen Teilnahmen an den Deutschen Meisterschaften während der Jugendzeit und zahlreichen Auf- und Abstiegen im Herrenbereich, habe ich aus studienbedingten Gründen den Weg nach Flensburg gefunden. Ich bin also ein echter PSV-Neuling und mitten in meiner ersten Saison mit dem Großfeldteam der Grün-Weißen.“

“Eine ebenbürtige Alternative zu den etablierten Sportarten”

Wer selbst einmal zum Schläger greifen möchte, der ist bei den Floorballern vom PSV Flensburg herzlich willkommen. „Wir möchten diese lebhafte Sportart bekannter machen und mehr Personen davon begeistern. Im besten Fall funktioniert das über die aktive Teilnahme. Daher laden wir jeden gern ein, an einem Training teilzunehmen und sich von der Dynamik mitreißen zu lassen. Wir bieten ein eigenes Damenteam, zwei Herrenteams für die beiden Spielformen des Floorballs (Großfeld und Kleinfeld), sowie Jugendmannschaften gestaffelt nach Alter. Jeder findet hier seinen Platz“, erklärt Michael. „Ich habe es in sieben Jahren noch nie erlebt, dass jemand beim Training vorbeigekommen ist, dem es nicht gefallen hat. Die meisten Leute wissen nur einfach nicht, was ihnen entgeht. Daran müssen wir arbeiten und alles daran setzen, die Sportart bekannter zu machen“, fügt Per hinzu. „Der größte Vorteil ist, dass man beim Floorball sehr schnell Fortschritte erzielen kann. So ist die Sportart auch für Erwachsene geeignet, die schon mal einen anderen Mannschaftssport betrieben haben und bereit sind mal etwas Neues auszuprobieren. Floorball ist eine sehr junge, unheimlich dynamische Sportart, die eine mehr als ebenbürtige Alternative zu den etablierten Sportarten bietet.“

Der Wiederaufstieg ist das Ziel

Auch Denise Hansen hat sich der Großfeld-Mannschaft angeschlossen und setzt sich als Frau gut durch. „Mit den Jungs zusammen Floorball zu spielen, bringt mir wirklich viel Spaß. Ich kann noch unheimlich viel von ihnen lernen und werde als normales Teammitglied behandelt. Das Tempo ist allerdings, im Vergleich zu den Ladies, eine etwas größere Herausforderung. Ich finde es toll, die Möglichkeit zu haben, mit dem Herrenteam zusammen trainieren zu können und mich dadurch weiterzuentwickeln.“ Trainer Magnus ist auf jeden Fall zufrieden mit ihr, genauso wie mit der Entwicklung der gesamten Mannschaft. „Wir haben noch einige Baustellen, die es zu bearbeiten gilt, jedoch ist ein großes Potential vorhanden, welches es nun auszuschöpfen gilt. Die Mannschaft hat eine großartige Einstellung und das Thema Teamgeist ist immer präsent. Wir versuchen das gesteckte Saisonziel des Wiederaufstiegs anzugreifen. Falls dies nicht klappen sollte, bin ich aber nicht weniger stolz auf die Mannschaft da sie in einer Neuentwicklung steht und einfach einen tollen Charakter hat.“


Dieser Artikel erschien in unserer Ausgabe Januar/Februar 2020.




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Floorball

Vor Rekordkulisse: PSV-Floorballer verpassen Derbysensation

Werbung für den Floorball-Sport: Laut und voll war es in der Sporthalle der HLA Flensburg am Sonntag, als das Stadtderby zwischen dem PSV Flensburg und der Ski- und Sportfreunde Flensburg über die Bühne ging. Vor einer großartigen Kulisse musste sich am Ende der PSV dem Favoriten 3:6 geschlagen geben.

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Michael Düsing gegen Dominik Hoffmann. Foto: SPEEDPhotos.de

Am Sonntag war es soweit. Das lang ersehnte Rückspiel gegen den hoch ambitionierten Stadtrivalen der Ski- und Sportfreunde wurde vor Rekordkulisse in der HLA Flensburg ausgetragen. Trotz eindrucksvoller Stimmung von den vollen Rängen, grün-weiß geschmückter Halle, Hallensprecherin und Einlaufshow verlieren die Grün-Weißen gegen den Stadtrivalen mit 3:6.

Konzentrierter Start auf beiden Seiten

Nach einem ersten Abtasten dauerte es bis zur 13. Spielminute ehe der PSV in Führung ging. Torschütze war Mario Bumann, dem somit in den letzten drei Partien jeweils das erste Tor des Spiels gelang. Die Freude währte allerdings nicht lange, denn bereits eine Minute später konnte Dominik Hofmann für die SuS ausgleichen. Eine 2-Minuten-Strafe gegen PSV-Kapitän Michael Düsing überstanden die PSV-Floorballer ohne Gegentor, sodass es mit einem 1:1 in die erste Drittelpause ging.

Impressionen vom Spiel

Strafzeiten und Penaltys prägen das zweite Drittel

Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes änderte sich nicht viel. Die Gäste hatten weiterhin deutlich mehr Spielanteile und ließen den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen, scheiterten aber immer wieder an Schlussmann Jan Sperber. In Minute 28 musste Jonas Wallner (SuS) für zwei Minuten auf die Strafbank. Beim Versuch der spielstarken Unterzahlreihe der Gäste den Ball abzunehmen, traf Peer Jöns den gegnerischen Stock, was die Unparteiischen Rene Potthoff und Martin Jackson-Kemper dazu bewogen hat, einen Strafstoß zu geben. Eine harte Entscheidung, die SuS-Kapitän Niclaas Offt für sein Team nutzen konnte. Unmittelbar nach der sichereren Verwandlung des Penaltys, erhöhte sein Teamkollege Philip Segelitz auf 3:1 aus Sicht der Ski- und Sportfreunde. Ein herber Rückschlag für die bis dato gut mitspielenden PSV-Floorballer. Die Aggressivität im Spiel nahm zu, vor allem Philip Segelitz und Michael Düsing gerieten immer wieder aneinander. Bestraft wurde zunächst allerdings nur Düsing, der während einer aufgeschobenen Strafe etwas übermotiviert agierte und somit eine zweite 2-Minuten-Strafe erhielt. Doch auch diesmal gelang es dem PSV in Unterzahl souverän gegenzuhalten. Nachdem Mario Bumann beim Torabschluss gehindert wurde, konnte Spielertrainer Magnus Hartstock den fälligen Strafstock verwandeln. 2:3. Der PSV war wieder im Spiel, aber auch weiterhin nur mit vier Feldspielern unterwegs. Dies wusste Philip Segelitz für sich zu nutzen, der so seinen zweiten Treffer des Tages markieren konnte. Die PSV-Defensive zeigte sich vor allem nach Gegentoren unsortiert und wurde durch Steve Haumersen folgerichtig erneut doppelt bestraft. Spielstand 2:5.

Ausgeglichenes letztes Drittel

Weitere zweiminütige Strafzeiten gegen Magnus Hartstock (PSV) und Philip Segelitz (SuS) konnten die beiden Flensburger Teams unbeschadet überstehen, in der 49. Spielminute fiel dann aber die Vorentscheidung. Auf Vorlage von Steve Haumersen konnte Niclaas Offt ein weiteres Mal einnetzen. Knappe 10 Minuten vor dem Spielende führten die Ski- und Sportfreunde mit vier Toren. Die Offensive der Grün-Weißen war über weite Strecken des Spiels abgemeldet, bäumte sich aber gegen Ende der Partie ein letztes Mal auf. In Unterzahl (2‘ Viviane Brethack) startete Michael Düsing einen schnellen Gegenstoß und legte mustergültig auf den mitgelaufenen Per-Niklas Heintze ab, der nur noch einschieben musste. Heintze gelang in dem Zuge sein drittes Unterzahltor aus den letzten zwei Partien. Der Schlusspunkt eines ereignisreichen Derbys.

Impressionen vom Spiel

Hochverdienter Sieg für die Ski- und Sportfreunde

Alles in allem gelingt den Ski- und Sportfreunden ein hochverdienter Sieg. Vor allem die individuelle Klasse des neugegründeten Vereins gab am Ende den Ausschlag. Trotz der drei Punkte bleibt das Team hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Es bleibt abzuwarten, ob das ausgerufene Aufstiegsziel am Ende erfüllt werden kann.

Der PSV verbleibt derweil im Mittelfeld der Tabelle und hat am nächsten Spieltag Pause, ehe es am 28. März gegen die ETV Piranhhas III weitergeht. (pnh)





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Floorball

Aufstieg verspielt? PSV-Floorballer verlieren Rückspiel gegen Eidelstedt

Die Aufstiegshoffnungen der Floorballer vom PSV Flensburg erlitten am Sonntag einen Rückschlag. Mit einer 7:10 Niederlage mussten sich die Flensburger dem SVE Hamburg geschlagen geben und ließen dabei fahrlässig ihre Chancen aus.

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PSV Floorball, SVE Hamburg
Aufstieg verspielt? Gegen den SVE Hamburg ging am Sonntag das Rückspiel verloren. Foto: Mats Gefke

Bereits das Hinspiel gegen den SVE Hamburg bestach durch Spannung bis zum Ende. Das Rückspiel am Sonntag wurde am Anfang des letzten Drittels entschieden, doch es entwickelte sich danach noch ein Spiel, dass bis zur letzten Minute alles offen hielt. Das bessere Ende sicherte sich Eidelstedt: mit Nervenstärke bis zum Abpfiff.

Guten Morgen, Flensburg!

Mario Bumann demonstrierte direkt zu Beginn des Spiels, dass frühes Aufstehen auch bedeuten kann, früh Chancen im Spiel zu nutzen. In der vierten Minute erzielte er den Flensburger Führungstreffer in seiner bald charakteristischen Art und Weise über den kurzen Pfosten. Doch dem PSV-Spiel hing an diesem Samstag eine Trägheit an, die Zuschauer später als fahrig beschrieben. Es dauerte daher nicht lange, bis der SVE durch Robert Katzki ausglich und dann mit einem äußert glücklichen Eigentor sogar in Führung ging. Unter der Definition von „fahrig“ hätte dies ein gutes Beispiel sein können. Es sollte daher ein Wachmacher werden, als Topscorer Michael Düsing nach Vorlage von Viviane Brethack einen hohen Volleyball sehenswert unter die Latte nagelte. Letztendlich gelang es aber nur den Eidelstedtern noch in dem ersten Drittel zu punkten und somit führend in die erste Pause zu gehen.

Foto: Mats Gefke

Das zweite Drittel bot zunächst keine wesentliche Änderung. Johannes Ventz baute die Führung für den SVE aus. Es dauerte bis zur Mitte des Spiels, bis der PSV richtig ins Spiel fand. Der hohe Druck auf die Eidelstedter Verteidiger brachte einige aussichtsreiche Abschlusspositionen. Per-Niklas Heintze gelang es schließlich, den Ball zum freistehenden Kapitän Düsing zu spielen, der ihn zum Anschlusstreffer verwandelte. Später revanchierte sich Düsing und legte Heintze auf. Zwischenzeitlich hatte Ventz den alten Zwei-Tore-Vorsprung für den SVE wiederhergestellt. Kurz vor der Drittelpause war es erneut Heintze, der den Ball aus kurzer Distanz über die Linie bugsierte und somit für den 5:5 Ausgleich sorgen konnte.

Das Ende kam am Anfang

Wer meint, dass Flensburg endlich ins Spiel gefunden und das Momentum auf seiner Seite hatte, der wurde im letzten Drittel eines Besseren belehrt. Den unbedingten Siegeswillen im Kopf verloren die Grün-weißen den Zugriff auf dem Spielfeld. Dem SVE gelangen innerhalb von drei Minuten drei Treffer – mit fahrig-freundlicher Unterstützung des PSV. Eine Auszeit wurde auf einmal dringend notwendig. Dem Drei-Tore-Rückstand liefen die Flensburger auch noch hinterher, als sie in der 54. Spielminute nur noch in Unterzahl auf dem Feld standen. Doch die Drucksituation beflügelte: Heintze vollendete einen langen Konter zum 6:8-Zwischenstand. Von dort an galt die Devise: Alles oder nichts! So konnte Heintze in der nächsten Unterzahlsituation das Kunststück wiederholen und brachte die Flensburger bis auf ein Tor ran. Noch 37 Sekunden auf der Uhr. Doch der SVE Hamburg ließ sich den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen. Es wurde „nichts“ für den PSV: Flensburg ging hohes Risiko, Katzki behielt die Nerven und verwandelte noch gleich zwei Treffer zum 7:10-Endstand.

Derby vor heimischen Publikum

Der SVE gewinnt die Partie zu Beginn des letzten Drittels und die wichtigen drei Punkte für das Rennen um die Tabellenplätze. Dass Flensburg nochmal Spannung in das Spiel bringen konnte, sollte Mut für das anstehende Derby machen. Der PSV bleibt gefährlich. Nächste Woche wird das Flensburger Derby ausgetragen – vor heimischen Publikum. Kalender raus und den 23. Februar 2020 rot markieren, um 15 Uhr ist Bully in der Halle der Handelslehranstalt in Flensburg. (mdü)





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