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Handball

Pausen-Standpauke führt den TSV Nord Harrislee zum nächsten Sieg

Mit der ersten Hälfte war Trainer Shorty Linde alles andere als zufrieden. Nach einer Standpauke in der Kabine konnten die Nordfrauen das Spiel an sich reißen und mit 34:28 (14:15) gegen die SG H2Ku Herrenberg den nächsten Sieg feiern.

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Katharina Rahn, Nordfrauen
Katharina Rahn gefiel Trainer Linde besonders gut. Archiv-Foto: SPEEDPhotos.de

Der Lauf vom TSV Nord Harrislee hält an. Mit 34:28 (14:15) konnten sich die Nordfrauen bei der SG H2Ku Herrenberg durchsetzen. Doch für den Sieg war zunächst eine Kabinen-Standpauke in der Pause von Trainer Shorty Linde notwendig, denn zur Halbzeit lag seine Mannschaft mit 14:15 zurück. “Wir haben einfach nicht die Trägheit abschütteln können, waren immer einen Schritt zu langsam und hatten auch nicht die hundertprozentige Bissigkeit, was dazu führte, dass wir viele Zweikämpfe verloren haben und etliche Chancen haben liegen lassen.”

Nordfrauen übernehmen das Kommando

In der zweiten Halbzeit erlebten die 320 Zuschauer in der Marktweghalle dann eine andere Gästemannschaft. Schnell folgte der Ausgleich und in der 36. Minute brachte Katharina Rahn, die sich ein Extra-Lob des Trainers verdient hatte, ihre Mannschaft mit 18:17 in Führung. Wenig später konnte sich der TSV Nord vom Gegner absetzen. “Die Mannschaft hat nach der Pause super umgesetzt, was wir von ihr verlangt haben. Sie haben sich gegenseitig geholfen, haben zugepackt, nach vorne gearbeitet und das Tempo erhöht.  Es wurden wenig Fehler gemacht und dann sicher und konsequent abgeschlossen. So hatten wir nach 45 Minuten den Gegner sicher im Griff und gewinnen auch ganz verdient. Es war toll wie die Mannschaft sich aufgerichtet hat und sich gegenseitig unterstützt hat”, lobt Linde.

Die meisten Treffer erzielte Merle Carstensen mit 7 Toren, gefolgt von Rahn, die sechs Mal traf.

Rückrundenstart beim SV Werder Bremen

Auch am nächsten Samstag geht es für den TSV Nord Harrislee wieder auf Tour. Dann spielen die Nordfrauen beim SV Werder Bremen, den sie in der Hinrunde mit 39:27 deutlich besiegen konnten. Das nächste Heimspiel findet dann eine Woche später, am 1. Februar, gegen die Füchse Berlin in der Holmberghalle statt.





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Handball

Handball-Pause für Franziska Peters

Eigentlich wollte Franziska Peters schon im letzten Jahr eine Pause einlegen, konnte dann aber noch vom Trainerteam überzeugt werden, für eine weitere Saison bei den “Nordfrauen” vom TSV Nord zu bleiben. Doch nach der laufenden Saison ist jetzt definitiv Schluss und Peters wird auf unbestimmte Zeit eine Handball-Pause einlegen.

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Franziska Peters
Am 11. Mai 2019 wurde Franziska Peters bereits verabschiedet, machte dann aber doch noch für eine Saison weiter. Foto: SPEEDPhotos.de

Nach dem gestern bekannt wurde, dass der  TSV Nord Harrislee in der kommenden Saison auf ihre Spielführerin Merle Carstensen verzichten muss (wir berichteten), hat nun auch Franziska Peters ihren Abschied von den Nordfrauen offiziell gemacht. Auf diesen Verlust konnte man sich beim Zweitligisten allerdings schon längere Zeit einstellen, denn eigentlich wollte Peters schon in dieser Saison eine Handballpause einlegen, konnte im Juni 2019 aber vom Trainergespann noch umgestimmt werden (zum Artikel).

“Es sollte definitiv nur für ein weiteres Jahr sein”

Nach der Saison gönnt sich Franziska Peters, die zur Saison 2018/19 zum TSV Nord Harrislee kam, jetzt die Pause. “Es müsste ziemlich genau ein Jahr her sein, dass ich bekannt gegeben habe, nach der Saison 18/19 eine Pause machen zu wollen. Dass Fenja und Catharina dann schwanger wurden und ich mich doch noch für eine weitere Saison bei den Nordfrauen entschieden habe, um die Mannschaft zu unterstützen, stand eigentlich damit auch für mich schon fest, dass es definitiv nur für ein weiteres Jahr so sein wird.”

Die Begründung bleibt die gleiche wie vor einem Jahr: “Im November, als Shorty dann seinen Rücktritt verkündet hat, habe auch ich der Mannschaft gesagt, dass für mich im Mai endgültig Schluss sein wird – damit haben aber auch die meisten gerechnet (sie lacht). Es ist vor allem der wahnsinnig zeitliche Aufwand. Für jedes Training bin ich 5-6 Stunden außer Haus, arbeite Vollzeit (regelmäßig auch am Wochenende) und der Haushalt macht sich ja auch nicht von allein. Ich wurde vor allem von meinem Freund Robin und meiner Familie unglaublich toll unterstützt in dieser Zeit. Aber irgendwann ist die Luft raus und ich freue mich jetzt erst mal auf die Zeit ohne Handball und viel Zeit für Familie und Freunde – wie lange diese Zeit ohne Handball sein wird? Keine Ahnung.”

“Diese Ungewissheit macht die gesamte Situation nicht gerade leichter”

Ihrem Team wird sie aber auch in ihrer Pause treu bleiben und weiterhin die Daumen drücken. “Ich fiebere trotzdem die ganze Zeit mit, wie es bei den Nordfrauen weiter gehen wird. Diese Ungewissheit macht die gesamte Situation zur Zeit aber nicht gerade leichter. Ich hoffe sehr, dass ein adäquater „Ersatz“ für das Trainerteam gefunden wird und das großartige junge Team sich in der 2. Liga weiter etablieren und entwickeln kann.”





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Handball

Merle Carstensen wechselt in die 1. Bundesliga zum VfL Oldenburg

Die Kapitänin geht von Bord und sticht in ein neues Abenteuer. Nur noch zehn Mal wird Merle Carstensen im Trikot der Nordfrauen vom TSV Nord Harrislee auflaufen, dann ist für sie Schluss. Die Rückraum-Chefin wird sich einen Traum erfüllen und wechselt zur neuen Saison zum VfL Oldenburg. Hier wird der Publikumsliebling der Nordfrauen in der ersten Handball-Bundesliga aktiv sein.

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Merle Carstensen
Merle Carstensen wechselt in die Bundesliga zum VfL Oldenburg. Fotos: SPEEDPhotos.de

“Ich denke, dass es für jeden Leistungssportler der Traum ist so hoch wie möglich zu spielen, somit würde ich es auch fraglich finden, wenn ein Leistungssportler über ein solches Angebot nicht nachdenkt”, sagte Merle Carstensen in unserem “Spieltags Talk” vor knapp einem Jahr. Nun wird ihr Traum von der ersten Bundesliga wahr. Ab der Saison 2020/21 wird die 25-jährige Rückraumspielerin für den VfL Oldenburg in der Bundesliga spielen, wie der Verein heute bekannt gab. Unterschrieben hat sie einen Zweijahresvertrag.

Der VfL Oldenburg liegt aktuell auf Platz elf der Tabelle, zuletzt verlor die Mannschaft aus Niedersachsen am Wochenende gegen die Neckarsulmer Sport-Union mit 21:23. Auch am Mittwoch wird in der Liga gespielt. Gegner der Mannschaft von Niels Bötel ist der Buxtehuder SV.

“Durch Shorty wurde ich die Spielerin, die ich heute bin”

Der Abschied aus Harrislee dürfte ihr mit dem Rücktritt von Shorty Linde zum Saisonende und der ungewissen Zukunft der Mannschaft etwas leichter gefallen sein. Im “Spieltags Talk” sagte sie damals: “Shorty und ich haben durch die jahrelange Zusammenarbeit natürlich einen sehr engen Draht zueinander aufgebaut und als Kapitänin bin ich auch die erste Ansprechpartnerin für ihn, wenn er an die Mannschaft herantreten möchte. Ich bin sehr froh darüber, dass Shorty mir seit Jahren dieses Vertrauen schenkt, nicht nur auf, sondern auch abseits des Spielfeldes. Ich denke durch Shorty bin ich erst zu der Spielerin geworden, die ich heute bin.”

Vor dem TSV Nord Harrislee spielte Merle Carstensen in ihrer Heimat beim MTV Leck, beim Bredstedter TSV und der HSG Handewitt/Nord Harrislee.





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