Connect with us

nospa Spieltags Talk

“Ich habe mit meinen Jungs eine Wette am laufen” – Cedric Nielsen im “nospa Spieltags Talk”

Sein Wechsel vom TSV Friedrichsberg zu Slesvig IF kam für viele Beobachter überraschend. Wie er sich im letzten Jahr dort eingelebt hat, welche Ambitionen die Mannschaft hat und warum sich für ihn zu viele Tore noch stark bemerkbar machen könnten, verrät er uns im “nospa Spieltags Talk”.

Veröffentlicht

am

Cedric Nielsen
Ceddy Nielsen im Spiel gegen Wiesharde. Foto: SPEEDPhotos.de

Vor einem Jahr wechselte Cedric Nielsen vom TSV Friedrichsberg zu Slesvig IF. In der Verbandsliga führt er aktuell die Torjäger-Liste an. Warum es zum Vereinswechsel kam, wie er sich bei SIF eingelebt hat und warum ihm zu viele Tore zum Ende der Saison hin noch weh tun könnten, erfahrt ihr im “nospa Spieltags Talk”.


Am Wochenende konntet ihr einen lockeren 4:0 Sieg bei Aufsteiger SG Nordau feiern. Wie hast du das Spiel gesehen?

Ich konnte mir das Geschehen aufgrund von Krankheit in der ersten Halbzeit von der Bank anschauen und muss sagen, dass es wirklich sehr viel Spaß gemacht hat, den Jungs beim Spielen zuzusehen. Jeder einzelne hat auf dem Feld 100 Prozent gegeben und man konnte sehen, dass jeder diesen Sieg mit nach Hause Nehmen wollte. Die Kommunikation untereinander und die Moral, die meine Mannschaft gezeigt hat, war klasse. In der Höhe war der Sieg absolut verdient, wobei Nordau sich nicht ärgern darf, wenn zwei Tore mehr in der zweiten Halbzeit fallen.

Jetzt am Samstag kommt es zum Top-Spiel gegen Grün-Weiß Tolk, die mit einem Punkt Vorsprung vor euch auf Tabellenplatz drei stehen. Seid ihr schon heiß auf dieses Spiel?

Natürlich sind wir heiß aufs Derby. Das sind die Spiele, auf die sich jeder Fußballer freut. Tolk ist gut in die Saison gestartet und steht verdient da oben – wir haben am Wochenende gegen Nordau nochmal ordentlich Selbstvertrauen getankt. Das wird ein Spiel auf Augenhöhe wo am Ende die Mannschaft gewinnen wird, die den größeren Willen hat. Ich freue mich riesig darauf.

Marcel Carstensen von DGF Flensborg sagte im letzten nospa Spieltags Talk, dass in der Verbandsliga jeder jeden schlagen kann. Wie siehst du das?

Natürlich kann in der Liga jeder jeden schlagen. Es gibt immer Tage wo Mannschaften einen gebrauchten Tag haben und die Gegner das gnadenlos ausnutzen, so ist Fußball. Dieses Jahr gibt es auch keine Gegner, die man nicht schlagen könnte. Dieses Jahr wird auf jeden Fall interessant.

Impressionen

An der Tabellenspitze rangiert aber souverän der TuS Rotenhof. Auch dein Meisterschaftsfavorit?

Rotenhof zählt natürlich mit zu den Meisterschaftsfavoriten. Sie sind eine eingeschworende Truppe, die nach vorne enorm viel Gefahr ausstrahlt und hinten auch sehr unangenehm sein kann. Aber auch Rotenhof ist schlagbar. Letztes Jahr haben wir das Hinspiel 2:0 gewonnen und das Rückspiel am Ende durch Individuelle Fehler verloren. Aber ja, Rotenhof gehört ganz klar zu den Favoriten.

“Der TSV wird immer mein Zuhause bleiben”

Habt ihr mit der Mannschaft ein Saisonziel, dass erreicht werden soll? Wie sind eure Ambitionen Richtung Landesliga?

Natürlich haben wir als Mannschaft Ziele. Wir sind eine junge und ehrgeizige Truppe, wo sich jede Woche im Training um die Startplätze fürs Wochenende „zerfleischt“ wird, aber im Vordergrund steht bei uns ganz klar der Spaß am Fußball und das jeder Gesund durch die Saison kommt. An dieser Stelle möchte ich meinen Guten Freund Daniel Püschel erwähnen, der sich in der Vorbereitung leider das Kreuzband gerissen hat und nun die ganze Saison ausfällt. Daniel fehlt der Mannschaft enorm, einer der ehrgeizigsten Menschen, die ich auf dem Platz kenne. Deshalb vermisse ich ihn sehr.
Als Mannschaft denken wir von Spiel zu Spiel und wollen so viele Punkte sammeln wie es geht. Wenn wir am Ende der Saison auf die Tabelle schauen und reichlich Punkte gesammelt haben und uns dabei als Mannschaft gut verkauft haben, bin ich absolut zufrieden. Da kann ich auch für meine Mannschaft reden. Wenn es am Ende für die Landesliga reichen sollte, werden wir das dankend annehmen (er lacht).

Gegen Nord Harrislee gab es eine 2:3 Niederlage, jetzt ist der TSV sogar erster Rotenhof-Verfolger. Hättest du das für möglich gehalten nach der letzten Saison?

Ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet, weil sie sich letztes Jahr noch knapp vorm Abstieg gerettet haben. Aber mit Sönke Meyer und Jonas Heider haben sie gute und erfahrene Spieler in ihren Reihen, die für das nötige Gleichgewicht sorgen. Es freut mich für Nord Harrislee, dass sie sich gefangen haben. Anhand der Ergebnisse hat der Trainer dort sehr gute Arbeit geleistet, sonst würden sie nicht da stehen, wo sie sind. Aber die Saison ist noch lang und wie sagt man so schön? „Hinten kackt die Ente“ – zwei Euro ins Phrasenschwein meinerseits (er lacht).

 Mit elf Treffern führst du die Torjäger-Liste der Liga an. Was für eine Zahl wünschst du dir am Ende der Saison da stehen?

Ich habe mit meinen Jungs eine Wette am laufen, wenn ich 18 Saison Tore oder mehr schieße, dürfen mir die Rabauken aus meinem zärtlichen Orange, blonde Haare färben (er lacht). Ich bereue es jetzt schon.

Hätte ich zu dem Zeitpunkt gewusst dass ich jetzt schon elf Tore habe, hätte ich die Messlatte deutlich höher gehangen. Ich glaube Lukas Linhardt will mich unbedingt im neuen Look sehen. Der Kerl hat mir nämlich bestimmt schon sechs oder sieben Tore von meinen elf Toren aufgelegt (er grinst).
Eine genaue Zahl wünsche ich mir nicht. Ich möchte die Tore nicht für mich schießen, sondern für meine Mannschaft. Wir stehen zusammen auf dem Platz und da gibt es keine einzelnen Protagonisten.

Vor einem Jahr hast du dich nach vielen Jahren vom TSV Friedrichsberg-Busdorf verabschiedet. Du hattest viele Optionen und dich dann für Slesvig IF und für die Verbandsliga entschieden. Warum fiel die Wahl auf SIF und warum der Abschied vom TSV?

Schon wieder das altbewährte Thema (er schmunzelt). Ich habe viele Gespräche mit Spielern und Verantwortlichen von SIF gehabt, aber hauptsächlich ausschlaggebend war einfach, dass ich mit Leuten aus meiner Jugendzeit spielen wollte, sprich aus der Kreisauswahl, Stützpunkt und Landesauswahl. Diese habe ich jetzt mit Erik Wegner, Gunnar Markhoff, Tobias Siert, Mattes Husfeld. Ich habe mit SIF einen Verein gefunden, der wie Friedrichsberg das “familiäre” vorlebt. Deshalb gelang mir die Eingewöhnung sehr schnell und ich wurde von den Jungs prima aufgenommen.  Meine Entscheidung war nie gegen den TSV Friedrichsberg, sonder eine persönliche für mich. Ich stehe immer noch sehr gut in Kontakt mit meinen Freunden aus Friedrichsberg und zur Liga-Mannschaft. Immer wenn ich Zeit habe, werde ich mir die Spiele von den Jungs angucken. Der Verein und das Umfeld wird immer in meinem Herzen sein und mein Herz wird immer bei dieser Mannschaft bleiben, die mich zu dem Fußballer gemacht hat, der ich heute bin! Der TSV wird immer mein Zuhause bleiben.





Advertisement

nospa Spieltags Talk

“Über meine Zukunft habe ich noch nicht so viel nachgedacht” – Luca Bracht im “nospa Spieltags Talk”

Mit 22 Jahren gehört Luca Bracht zu den absoluten Führungsspielern von IF Stjernen Flensborg. Kein Wunder, denn schon seit 2015 ist der Mittelfeldspieler für die Liga-Mannschaft aktiv. Aktuell arbeitet er an seinem Comeback auf dem Platz. Was er zum Trainerwechsel zu sagen hat, wie er die Chancen auf einen erfolgreichen Klassenerhalt sieht und wie es um seine Zukunft bestellt ist, erfahrt ihr im “nospa Spieltags Talk”.

Veröffentlicht

am

Luca Bracht
Luca Bracht hoff auf ein baldiges Comeback auf dem Platz. Foto: SPEEDPhotos.de

Kaum einen Spieler verbindet man so sehr mit IF Stjernen Flensborg wie Gian Luca Bracht. Wie viele andere Spieler seines Jahrganges, fing auch er bei der “Talentschmiede” SV Adelby an, sammelte dann Erfahrungen in der D- und C-Jugend von Flensburg 08, bevor er ersmals zu IF Stjernen kam. Nach einer Saison in der B-Jugend vom FC Angeln 02, kehrte er ins Engelsby-Centret zurück, spielte hier in der A-Jugend und gleichzeitig schon für die Ligamannschaft, für die er in der Saison 2015/16 sein erstes Spiel absolvierte. Seitdem konnte er sich kontinuierlich zu einer feste Größe innerhalb der Mannschaft etablieren. Wie er über den Trainerwechsel denkt, für wann er sein Comeback auf dem Platz anstrebt und wie er die Chancen gegen den BSC Brunsbüttel einschätzt, verrät er uns im “nospa Spieltags Talk”.


Moin Luca, aktuell befindet ihr euch in der Vorbereitung und habt auch die ersten Testspiele absolviert. Wie ist dein bisheriger Eindruck?

Moin, mein bisheriger Eindruck ist durchaus positiv. Wir haben viele Einheiten hinter uns, gerade im läuferischen Bereich, aber auch im fußballerischen hat man gegen VfR Neumünster gesehen, was diese Rückrunde noch alles möglich ist.

In der Hallensaison konntet ihr den Integrations-Cup gewinnen. Ansonsten lief es weniger gut. Hatte die Mannschaft keine Lust auf Halle oder woran lag es?

Ich glaube die Jungs haben immer Bock zu kicken, aber wir sind mit mindestens 10 verletzten Spieler in die Winterpause gegangen, da war uns bewusst das unsere Hallenmannschaft etwas dezimierter ausfällt. Wir haben das aufgeboten was ging und sind froh, dass wir verletzungsfrei durch die Hallensaison gekommen sind.

Zum Ende des Jahres war viel los bei euch in der Mannschaft. Lars Meyer und Thomas Knuth hatten Ende Oktober ihren Rücktritt angeboten. Die Mehrheit hatte sich gegen einen Rücktritt ausgesprochen. Da das Vertrauen aber nicht mehr zu 100% gegeben war, hatten sich beide für den sofortigen Rücktritt entschieden. Wie hatte die Mannschaft auf den Rücktritt reagiert und wie hast du persönlich diese Entscheidung aufgenommen?

Als wir von der Entscheidung der beiden gehört hatten waren wir mehr als geschockt, keiner wusste so richtig wie es jetzt weiter geht. Wir mussten die Entscheidung so akzeptieren und weiter hart arbeiten. Mich persönlich hat es auch sehr mitgenommen, da ich viele Jahre gerne mit beiden zusammengearbeitet habe. Aber ich wünsche beiden nur das Beste für ihre weitere Laufbahn.

Impressionen

Nach so einem Paukenschlag sollte man meinen, dass die Mannschaft wach gerüttelt wurde. Der große Ruck blieb aber aus und die Ergebnisse waren schnell wieder so, wie sie vorher schon waren. Wie erklärst du dir das?

Wir haben ein großes Potential in der Mannschaft. Wir bekommen es einfach nicht hin, dies konstant Woche für Woche auf den Platz zu bringen. Wir machen einfach noch zu viele individuelle Fehler, die häufig bestraft werden. Wir gucken jetzt nach vorne, haben zur Rückrunde so gut wie alles an Bord um schnellstmöglich den Klassenerhalt zu sichern.

Mit Malte Köster wurde ein neuer Trainer gefunden. Zunächst hatte er sich an der Seite von Ulf Graef ein Bild von euch gemacht. Jetzt hat er mit Co-Trainer Thomas Ziegenberg übernommen. Wie ist dein Eindruck vom neuen Trainergespann? Wird mit Köster der Klassenerhalt gelingen?

Die Jungs und ich konnten uns von Malte ja schon seit 8-9 Wochen ein Bild machen und sind durchaus positiv gestimmt, das wir mit ihm den Klassenerhalt schaffen.
Thomas ist zum Beginn der Vorbereitung mit eingestiegen und hat sich sehr gut bei uns eingelebt glaube ich. Die beiden haben viel vor, das merkt man. Beide sind mit voller Energie dabei. Ich freue mich auf die Zeit mit den beiden.

“Ich hoffe, dass ich Ende Februar wieder komplett mit der Mannschaft trainieren kann.”

Mit Niels Müller und Jannik Kaak habt ihr zwei Neuzugänge im Winter bekommen. Wie ist dein erster Eindruck?

Das sind beides top Jungs, die super in unsere Mannschaft reinpassen.
Niels kennen die meisten schon über seine lange Zeit bei Nord Harrislee, wir sind froh, dass er jetzt bei uns ist.
Jannik kenne ich schon bisschen länger und bin froh, dass ich es nach einem Jahr endlich geschafft habe, dass er zu uns kommt.

Am 22. Februar steht das erste Ligaspiel auf dem Programm. Es geht gegen den BSC Brunsbüttel. Was erwartest du von diesem Spiel?

Ich erwarte ein schwieriges Spiel, auch wenn wir zuhause spielen. Stjernen gegen Brunsbüttel ist immer so eine Sache. Leider sahen wir die letzten Jahre nicht so gut aus gegen Brunsbüttel, aber ich bin mir ziemlich sicher, wenn wir bis dahin weiter hart arbeiten, dass wir die drei Punkte zuhause behalten werden!

Du selbst bist noch verletzt. Was macht dein Genesungsprozess und wann dürfen wir dich wieder zurück auf dem Feld erwarten?

Ich hoffe, dass ich gegen Ende Februar komplett mit der Mannschaft trainieren kann, momentan sieht es ganz gut aus, aber ich brauche noch ein wenig Zeit und dann werden wir sehen, wie schnell es geht, um wieder der Mannschaft zu helfen.

Seit vielen Jahren bist du eines der Gesichter von IF Stjernen und bist ein vorbildlicher Führungsspieler. Weißt du schon, wie es für dich weitergehen wird. Bleibt das Engelsby-Centret auch über die Saison hinaus dein Zuhause?

Über meine Zukunft habe ich noch nicht so viel nachgedacht, im Vordergrund steht für mich, dass wir eine gute Rückrunde spielen und den Klassenerhalt frühzeitig klar machen.





Weiterlesen

nospa Spieltags Talk

“Es ist wichtig, dass du als Torwart den Mund aufmachst” – Florian Kirschke im “nospa Spieltags Talk”

Florian Kirschke konnte in seiner Laufbahn schon Erfahrungen beim Hamburger SV und beim FC St. Pauli sammeln. Jetzt möchte der Keeper vom SC Weiche Flensburg 08 sein Wissen an andere Torhüter weitergeben. Was er über die erneute Finalniederlage beim Hallenmasters in Kiel denkt, was in der Rückrunde für den SC Weiche 08 noch drin ist und wie er die Entwicklung der jungen Torhüter des Vereins denkt, erzählt er uns im “nospa Spieltags Talk”.

Veröffentlicht

am

Florian Kirschke
Florian Kirschke. Foto: SPEEDPhotos.de

Bevor Florian Kirschke 2013 zum ETSV Weiche Flensburg kam, sammelte er bereits Erfahrungen beim Hamburger SV und FC St. Pauli. Jetzt will der 27-jährige Schlussmann vom SC Weiche Flensburg 08 seine Erfahrungen an andere Keeper weitergeben und hat eine eigene Torwartschule eröffnet. Mit uns spricht er über junge Nachwuchs-Torhüter, seine Enttäuschung nach dem Hallenmasters, die Rückkehr von Nico Empen und was in der Ruckründe noch für den SC Weiche 08 möglich ist.


Hallo Florian, beim Hallenmasters in Kiel musstet ihr euch wie im Vorjahr mit dem 2. Platz begnügen. Wie groß war die Enttäuschung?

Das Hallenmasters nehmen wir immer ernst. Jedes Jahr fahren wir dahin, um das Turnier zu gewinnen. Wenn man dann noch im Finale ist, will man umso mehr den Titel. Es war schon sehr bitter. Ich habe auch 1-2 Tage mehr gebraucht, dass zu verarbeiten. Letztendlich muss man die Leistung der Mannschaft im Turnier dann richtig einordnen und wieder nach vorne schauen.

Ihr steckt mitten in der Vorbereitung. Wo setzt Trainer Daniel Jurgeleit da Schwerpunkte?

Wichtig ist, dass wir uns schnell wieder finden und in den Rhythmus kommen. Wir müssen gut aus der Winterpause starten. Dafür müssen wir vor allem auch die Testspiele nutzen. Der Trainer verstreut momentan viel positive Energie. Unser Wochenablauf ist momentan genauso wie während des Ligaalltags. Nur die Intensität in den Einheiten ist natürlich etwas höher.

Ihr überwintert auf dem 3. Tabellenplatz, wie zufrieden warst du persönlich mit der ersten Saisonhälfte?

Auf die Hinrunde blicke ich mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite haben wir eine gute Ausgangssituation und sind noch absolut in Schlagdistanz zum VfB und Wolfsburg II. Auf der anderen Seite haben wir auch in dem einen oder anderen Spiel unnötig oder definitiv vermeidbar Punkte liegen lassen. Wir haben immer wieder gemerkt, dass Kleinigkeiten die Spiele entscheiden und da muss jeder einzelne in jedem Spiel noch fokussierter und griffiger sein, damit das in der Rückrunde anders wird. Ganz bitter ist das Pokal-Aus gegen Todesfelde. Damit haben wir uns, dem Verein und den Fans ein Highlight genommen. Da merkt man aber, dass man jedes Spiel mit 100% angehen muss und es nicht reicht, wenn man mal 5% weniger gibt. Das müssen wir für die Rückrunde immer im Hinterkopf behalten.

Impressionen

Was ist in der Rückrunde noch drin für euch?

Wichtig ist, dass wir wie schon gesagt, gut aus der Winterpause starten. Wir wollen auf jeden Fall nochmal angreifen. Vielleicht ist es gut, dass uns der ein oder andere nicht mehr so richtig auf dem Zettel hat. Die Mannschaft will Erster werden am Ende der Saison. Jeder der nicht mehr daran glaubt, kann ja meinetwegen gerne schon mal in den Sommerurlaub fahren.
Wir haben ja beim letzten Heimspiel gegen Oldenburg gesehen, was für eine Dynamik auch von den Fans von außen herangetragen werden kann. Wir brauchen diese Unterstützung von unserem Umfeld. Es wäre überragend, wenn bei jedem Heimspiel jeder, der mit Weiche sympathisiert, genauso Schaum vorm Mund hat, wie es gegen Oldenburg der Fall war, nach der Gelb-Roten-Karte von Jürgi.

Mit nur 20 Gegentoren stellt ihr die beste Defensive der Liga. Was ist euer Erfolgsgeheimnis in der Defensive?

Das ist gerade für mich als Torwart eine schöne Momentaufnahme. Dennoch waren auch einige vermeidbare Gegentore dabei oder Spiele, bei denen wir sehr viel zugelassen haben. Ich will den Wert in den restlichen Spielen gerne verbessern. Wir sind immer eklig zu bespielen und arbeiten sehr robust gegen den Ball. Dazu kommt, dass auch die Offensivspieler in der Defensive unterstützen und wir gerade in der Defensive auch viele erfahrene Spieler haben, die von hinten organisieren. Da ist es auch wichtig, dass du als Torwart den Mund aufmachst.

Mit Nico Empen ist ein alter Bekannter zurückgekommen. Was denkst du über seine Rückkehr?

Ich habe mich sehr gefreut, als ich Nico wieder in der Kabine gesehen habe. Mit Nico ist im letzten Sommer ein Stück Charakter verloren gegangen. Er ist nicht nur wichtig auf dem Platz, sondern auch als Typ neben dem Platz. Ich glaube, es gibt wenige Spieler, die auf dem Platz den absoluten Siegeswillen so verkörpern wie Nico. Außerdem war Nico auch immer ein Spieler, der sich in seiner freien Zeit in den Verein, genauer im Jugendfußball, eingebracht hat. Er hat leider Pech gehabt in Rödinghausen, denn er hat wirklich das Potential für Profifußball. Manchmal sollen Dinge einfach passieren. Jetzt ist er wieder bei uns und wir freuen uns gemeinsam mit ihm unsere Ziele anzupacken.

“Ich bin gerne bereit meine Erfahrung weiterzugeben”

Mit Ingmar Struck und Jonas Wolz habt ihr talentierte Nachwuchstorhüter in euren Reihen. Sie trainieren öfters bei euch mit und sind auch bei den Spielen hin und wieder mit dabei. Wie ist dein Eindruck, könnte einer der beiden dich mal beerben?

Ich finde es gut, dass wir endlich auch junge Keeper haben, die von hinten Druck machen. Beide sind wirklich sehr talentiert und werden ihren Weg machen. Sie bringen auch beide die richtige Einstellung mit, sind wissbegierig und wollen auch was lernen. Die beiden müssen jetzt alles aufsaugen was geht, alle Eindrücke mitnehmen und dann für sich entscheiden, welchen Stil sie gehen wollen. Ich weiß genau wie die Beiden sich fühlen und finde es jedes Mal gut, wenn sie bei uns mal dabei sind. Es wäre toll für Jonas und Ingmar, wenn das noch öfter klappen würde. Ich bin gerne bereit meine Erfahrung weiterzugeben und ich hab auch immer darauf geachtet, dass sie sich bei uns wohl fühlen.

Aktuell hast du mit deiner eigenen Torwartschule ein eigenes Projekt gestartet. Wann und wie bist du auf die Idee gekommen und wie zufrieden warst du mit dem Start?

Ich möchte jede/m Torhüter/in die Möglichkeit geben, regelmäßig professionelles Torwarttraining in Anspruch zu nehmen und das in seinen Trainingsalltag einzubauen. Leider ist da sehr großer Bedarf und es gibt nur wenig bis keine Torwarttrainer. Ein Torwart muss einfach individuell an sich arbeiten, um besser zu werden. Bisher hatte ich schon Kickoff-Veranstaltungen in Breklum und Leck. Es hat wirklich Spaß gemacht mit so vielen verschiedenen Torhütern zu arbeiten. Weitere Kickoff-Veranstaltungen in Handewitt und Fahrdorf (bei Schleswig) sind geplant. Ich hatte durchweg positive Resonanzen erhalten. Viele waren froh, dass da jetzt endlich mal was passiert und dass jemand “Professionelles” das jetzt auch anbietet. Die meisten waren der Meinung, dass es hier im Raum Flensburg, Nordfriesland und Schleswig einfach niemanden vernünftiges gibt, der Torwarttraining anbietet und das möchte ich jetzt ändern.

Welche Torhüter sprichst du an? Wer kann alles zu dir kommen? Was erwartet sie und welche Unterschiede gibt es zum gewöhnlichen Torwarttraining im Verein?

Es gibt jede Woche Termine an verschiedenen Standorten. Da hatte ich schon wirklich gute Gespräche mit einigen Verein, wie Löwenstedt, Leck, Wiesharde oder Friedrichsberg-Busdorf. Die aktuellen Termine stelle ich jeden Monat auf meiner Homepage online. Jeder Torwart, der den Anreiz hat sich zu verbessern, kann sich bei mir melden. Egal ob jung oder alt, weiblich oder männlich, Kreisklasse oder Bundesliga (er lächelt). Ich möchte jeden Keeper weiter bringen und werde immer versuchen, dass es mindestens einen Standort in der Nähe der Keeper gibt.
Ich hatte in der Vergangenheit das große Glück mit vielen erfahrenen Torwarttrainern, wie z.B. Mathias Hain, Richard Golz oder Klaus Thomforde zu arbeiten. Zudem habe ich jetzt aktuell mit Jan Neujahr einen sehr engagierten Torwarttrainer, der sich ständig Input holt und sich selber immer mehr verbessern will. Somit arbeiten wir immer mit den neuesten Torwarttrainingsmethoden und immer auch sehr abwechslungsreich. Ich bündel alles zusammen und arbeite mit genau den Dingen, die mich auch immer stark gemacht haben und die mich weitergebracht haben.





Weiterlesen

Beliebt