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Jörnis Welt

DHK Flensborg orientiert sich neu

Durch den Oberligaabstieg nimmt sich der DHK Flensborg eine „Auszeit auf der „Bildfläche“

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Thema: DHK Flensborg orientiert sich neu

Er ist Flensburgs wandelndes Sportlexikon. Sportjournalist Jörn Saemann teilt exklusiv im TNS Sports Magazin Flensburg seine kuriosesten und lustigsten Erlebnisse und Erinnerungen.


Die SG Flensburg-Handewitt ist im ganz hohen Norden das Aushängeschild im Mannschaftssport. Der 1990 gegründete Club, der zuvor als die beiden Vereine SG Weiche-Handewitt und TSB Flensburg im Amateurstatus für Furore in der ersten und zweiten Handballbundesliga sorgte, hat sich spätestens seit der ersten Europapokalteilnahme zu einem Topclub auf unserem Kontinent entwickelt. Dabei wird aber auch Wert auf eine sehr gute Ausbildung von jugendlichen Handballern gelegt. Nach 2004, als die B-Jugend und die Herrenmannschaft die erstmalige deutsche Meisterschaft feierten, gab es im Juni diesen Jahres erneut ein Double der besonderen Art. Denn die A-Jugend der SG wurde ebenso deutscher Meister, wie das Herren-Team, das damit ihren im Juni 2018 errungenen Titel erfolgreich verteidigte.

Jörn Saemann an der Seite von Pascal Stegl als Kommentator.

Jörn Saemann an der Seite von Pascal Stegle als Kommentator. Foto: SPEEDPhotos.de

Der DHK Flensborg musste in der vergangenen Saison in den sauren Apfel des Abstiegs beißen, denn der Dansk Handbold Klub stürzte mit nur 10:50 Punkten als Tabellenletzter der 3. Liga Nord in die Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein ab. „Das hat vielleicht auch was Gutes, denn mit unserer Mannschaft wäre es in der neuen Saison dort noch schwerer geworden. In der Oberliga sind wir sehr gut aufgehoben“, so Trainer Jens Häusler, der kurz vor Beginn der Spielzeit 2019/20 sehr realistisch beide Seiten der Medaille betrachtete.

Auf eine Betrachtung müssen die Handballfans durch den Abstieg verzichten. „Wir werden in der Oberliga keine Spiele auf Sportdeutschland TV übertragen. Das ist zwar sehr schade, denn es gab großen Anklang. Doch in der Oberliga ist der Aufwand nicht lohnend“, so DHK-Geschäftsführer Peter Stotz, bei dem auf der DHK-Pressekonferenz einiges an Wehmut in der Stimme mitklang. So nimmt sich der Verein aus den Idreatshallen sprichwörtlich eine „Auszeit auf der Bildfläche“ und ist dort erst einmal ein Jahr verschwunden. Gespannt sein darf man auf die neue Serie, denn der DHK Flensborg gehört als Absteiger zu den meistgenannten Favoriten auf die Rückkehr in die 3. Liga Nord. So wird den Zuschauern, die den Weg in die stets stimmungsvolle Idreatshallen nicht schaffen konnten, die Live-Spiele auf Sportdeutschland TV sehr fehlen.

Als Co-Kommentator an der Seite von Pascal Stegle

Auch mir! Denn ich hatte kurz vor dem Saisonende im April diesen Jahres die Ehre, als Co.-Kommentator im Landesderby gegen den Meister von 2018, dem TSV Altenholz zu fungieren. Mit dem sogenannten Headset, bei dem die Kopfhörer in der sehr gut gefüllten Idreatshallen aufgrund der Lautstärke natürlich etwas größer waren, begleitete ich den bewährten „Chef-Kommentator“ und Vereinsvorsitzenden Pascal Stegle. Leider mussten wir über eine 26:33 Niederlage gegen den klaren Favoriten berichten. Dennoch war es ein tolles Erlebnis. Denn die Zuschauer an ihrem Computer, Notebooks und weiteren verlinkten Bildschirmen zu unterhalten, bedeuteten eine große Herausforderung. Szenen zu beschreiben, die sonst so routiniert im Kopf durchdacht sind und dies stimmlich optimal und verständlich wiederzugeben, Verändern das eigene Anspruchsdenken. Denn selbst empfindet man es vor dem TV sitzend, als eine Selbstverständlichkeit. Für mich war es eine Premiere und ich versuchte mit der guten Laune am Handballsport, den Zuschauern selbst Spaß am Spiel zu vermitteln. Aufgrund der klaren Niederlage, war auch dies in einigen Spielphasen nicht einfach. Doch mit der erfahrenen Unterstützung von Pascal, gelang eine ordentliche Berichterstattung. Dabei machte es mir persönlich auch der Umstand leicht, dass der TSV Altenholz mehrere ehemalige Akteure der SG Flensburg-Handewitt II, dem sogenannten SG Junior-Team, in seinen Reihen hatte. Mir und den Zuschauern boten sich so viele bekannte und sympathische Gesichter in Reihen der Gäste. Dennoch war es schwer, den DHK Flensborg bei einem Abstieg zu begleiten. So bleibt die Hoffnung, dass der Weg mittelfristig wieder nach oben führt. Übertragungen bei Sport Deutschland TV machen sehr viel Spaß. Wenn man dies persönlich einmal mitgestalten kann, umso mehr.

 

So freue ich mich auf eine spannende Saison 2019/20 in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein, die tollen Kreisderbys gegen das SG Junior-Team, die leider auch abgestiegen sind, und gegen den TSV Hürup. Dazu sind weitere Landesderbys gegen tolle Gegner garantiert. Und wer weiß, vielleicht heißt es bald wieder 3. Liga Nord und auch bei Sportdeutschland TV, „DHK, na klar“. (jös)





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