Nordfriesen verdienen sich drei weitere Punkte

SV Frisia 03 Risum-Lindholm dreht Heimspiel gegen IF Stjernen Flensborg

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Der SV Frisia 03 Risum-Lindholm feiert gegen IF Stjernen Flensborg nach Rückstand einen wichtigen Sieg und baut den Vorsprung auf die Verfolger aus dem Tabellenkeller aus.

Risum-Lindholm – „Das war ein Arbeitssieg auf schwierigen Platzverhältnissen“, brachte es Frisias Co-Trainer Bent Traber nach dem Spiel auf den Punkt. Die Gastgeber kamen direkt gut in die Partie und verzeichneten früh durch Renz Rapräeger und einen Kopfball von Marvin Bruhn erste Großchancen. Auch ein Abschluss von Tobias Zuth ging rechts am Tor vorbei. Eduard Klemmer und nochmals Rapräeger scheiterten entweder an Torwart Daniel Benzin oder seinen Vorderleuten. Der Ball wollte trotz dominanter Phase nicht ins Gästetor. „Wenn man draußen steht, denkt man sich: Meine Güte, das kann doch gar nicht wahr sein“, gibt Traber Einblicke in seine Gefühlslage. „Da müssen wir eigentlich drei oder vier Tore machen.“

Mit dem ersten Torschuss: Glückliche Halbzeitführung für IF Stjernen

Stattdessen konterte Stjernen, die unter anderem ohne ihre Stürmer Kim Nitschke und Robin Hansen antreten mussten. Eine Flanke am zweiten Pfosten fand den völlig frei stehenden Jasper Carstens, der in der 24. Minute mit dem ersten Abschluss aus sechs Metern direkt zum Torerfolg kam. Die Gäste aus Flensburg standen weiterhin tief, lauerten auf ihre Umschaltmomente und verteidigten weiterhin gut und gingen mit der Führung in die Halbzeitpause. „Die Führung war schon glücklich“, bestätigt Stjernen-Coach Marco Jannsen, der aber sehr zufrieden mit der Einstellung seiner Mannschaft war. 

Spiel gedreht: Frisia nutzt kurze Schwächephase von Stjernen 

Für die zweite Halbzeit brachte er mit den Nachwuchsspielern Felix Polland und Jeremy Tappe zwei frische Kräfte in die Partie, die das Spiel von Stjernen auch nach vorn in der zweiten Hälfte besser machten. Doch ausgerechnet die Anfangsphase des zweiten Durchgangs wurde von den Flensburgern komplett verschlafen. 

Der SV Frisia nutzte die Schwäche der Gäste aus. Nach einem Freistoß von Jawad Shams, kam Eduard Klemmer frei zum Kopfball und wuchtete den Ball ins Tor. „Da war Stjernen fünf Minuten unsortiert“, freute sich Bent Traber, dass seine Mannschaft diese Phase nutzte, um das Spiel zu drehen. Nur 120 Sekunden nach dem Ausgleich, brachte Torge Sönnichsen sein Team in Führung, der nach einem Steckpass den Ball mit der Hacke um Torwart Benzin herum ins Tor beförderte (50.). „Das war ganz wichtig.“

Lattenkreuz verhindert Ausgleich durch Siebenschuh 

Der Frisia-Coach sollte Recht behalten, denn nach der kurzen Schwächephase fanden die Gäste ins Spiel zurück, zogen das Spiel an sich und wurden deutlich offensiver. „Wir haben uns viel zu weit zurückgezogen und aufgehört Fußball zu spielen“, klagte Traber. Und fast hätte sich das noch für den SV Frisia gerächt, denn Jonathan Siebenschuh hatte gut 20 Minuten vor Ende der Partie gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. Seinen gewaltigen Freistoß aus rund 30 Metern setzte er an das Lattenkreuz. „Was für ein Geschoss, wenn der reingeht, steht es 2:2“, war Bent Traber erleichtert, dass die Unterkante Latte rettete und der Ball abgewehrt werden konnte. 

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SV Frisia 03 Risum-Lindholm – IF Stjernen Flensborg (17.11.2024)

Der letzte Konter sitzt

Während IF Stjernen auf den Ausgleich ging, machte Frisia in der 89. Minute den Deckel drauf. Ein Zuspiel von Renz Rapräeger fand Matthias Bruhn, der zum 3:1-Endstand traf.
„Im Endeffekt verdient, aber wir machen uns das Leben selber schwer“, hätte sich Bent Traber eine erfolgreichere erste Halbzeit gewünscht. „Da hätten wir 4:1 führen müssen. Wir sind aber froh, dass wir auf den schwierigen Platzverhältnissen gewonnen haben. Ich glaube, das war schon grenzwertig, und die Plätze werden nicht besser“, vermutet Traber auch, dass für seine Mannschaft vielleicht schon die Winterpause erreicht sein könnte. 

Frisia baut Vorsprung auf die Abstiegszone aus

Die Elf von Uwe Petersen und Bent Traber hat nun 19 Punkte und sechs Punkte Vorsprung auf IF Stjernen Flensborg, die weiterhin den ersten Abstiegsplatz belegen. In die Winterpause wird sich die Elf von Marco Jannsen damit noch nicht verabschieden, denn der SdU-Vertreter hat mit Aufstiegs-Mitfavorit Inter Türkspor Kiel und dem TuS Jevenstedt noch zwei Heimspiele auf Kunstrasen vor der Brust. (msc)

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