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TKO-Sieg beim Heimspiel: Freddy Kiwitt trotzt chaotischen Bedingungen in Vejle

Heimspiel für Freddy Kiwitt: Bei der “Vejle Fight Night” in Dänemark sollte der Box-Champ eigentlich einen Kampf gegen Andreas Maier bestreiten, der musste aber kurzfristig ersetzt werden. Trotz teilweise chaotischer Zustände in Vejle lief für Kiwitt am Ende alles gut, er besiegte Nika Nakashidze aus Georgien durch Technischen Knockout nach sechs Runden.

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Freddy Kiwitt
Freddy Kiwitt hatte seinen Überraschungsgegner schnell im Griff. Foto: TNS Sports

Als Freddy Kiwitt am Samstag um kurz nach halb neun den Ring im Vinding Idræts Center von Vejle betrat, kannte er noch nicht einmal den Namen seines Gegners. Er konnte froh sein überhaupt einen Kampf bestreiten zu können, denn am Tag zuvor beim offiziellen Wiegen stand der “Pretty Boy” plötzlich ohne Gegner dar. “Gestern war ich echt schlecht gelaunt”, erzählt uns Kiwitt, der eigentlich auf Andreas Maier treffen sollte. Nun wusste er nur, dass sein neuer Gegner aus Georgien kam und kurzfristig für Maier eingesprungen war. “Ist egal”, nahm es Freddy Kiwitt direkt vor dem Kampf locker, denn über Maier wusste er auch nicht viel mehr.
Der amtierende WBU-Afrikameister und WBO-Europameister dürfte mit dieser Ungewissheit in bester Gesellschaft gewesen sein, denn am Ende bekamen die rund 400 Zuschauer kaum einen Kampf zu sehen, welcher im Vorfeld zur Veranstaltung angekündigt wurde.
Durchaus chaotisch ging die erste “Fight Night” in Vejle über die Bühne, auch das Vorprogramm mit zwei Kickbox-Kämpfen mit Flensburger Beteiligung startete eine Stunde später als geplant.

Impressionen

“Bin froh, dass alles gut gelaufen ist”

Trotz des Durcheinander blieb Kiwitt ganz der Profi und ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Als die Ringglocke ertönte tastete er sich zunächst an seinen kleineren Gegner heran. Es war der 23-jährige Nika Nakashidze. “Ich wollte nicht gleich am Anfang alles geben, ich wusste ja nicht, was mein Gegner drauf hat”, erklärte der zweifache Champion nach seinem Kampf, den er durch TKO vorzeitig für sich entscheiden konnte. Nakashidze trat zur siebten Runde nicht mehr an. Zuvor kam auch nicht sonderlich viel vom Mann aus Georgien. “Es hat sich ein bisschen wie ein besseres Sparring angefühlt. Er war sehr defensiv”, erklärt uns Kiwitt in der Kabine und wirkt dabei nicht sonderlich erschöpft. Man könnte meinen, dass sein Kampf erst noch stattfinden sollte. “Ich bin aber froh, dass alles gut gelaufen ist. Der Druck ist jetzt weg”, freut er sich nun auf ein paar Tage Pause. Erleichtert ist er auch, dass er sich keine Verletzung im Kampf zuzog und sich nun auf sein WBO Global Championship Titelmatch am 19. Dezember gegen Luther Clay konzentrieren kann. “Am schlimmsten war die psychische Belastung. Es lief so viel schief, schon beim Wiegen fing es an.”

Nach dem Kampf: Freddy Kiwitt zusammen mit seinem Team. Foto: TNS Sports

“Homecoming” als Vorbereitung auf den nächsten Titelkampf

Dennoch war es für Freddy Kiwitt auch schön gewesen in Vejle, denn der Kampf war eine Art “Homecoming” für ihn. “Normal boxe ich bei größeren Veranstaltungen. Aber der Zuspruch aus dem Publikum hörte sich gut an”, freute sich der “Pretty Boy” auch über den Support seiner Eltern. “Meine Mutter habe ich beim Kampf wieder gehört”, schmunzelt er. Im Vorgespräch am Mittwoch erinnerte er sich noch an einen Kampf, der wegen ihr unterbrochen werden musste, so lautstark unterstützte sie ihren Sohn.

 

Gegen Luther Clay in einem Monat sieht Freddy Kiwitt die Chancen bei 50:50. Mit einem Sieg könnte er sich den dritten Titel sichern, die Top 10 knacken und 2020 seinen Traum von einer Weltmeisterschaft noch ein Stückchen näher kommen. Danach freut er sich aber vor allem auf die Weihnachtspause. “Endlich wieder gut Essen”, lacht er. Und auch die beiden bisherigen Titelgewinne sollen dann endlich mal gefeiert werden.





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Punktsieg: Luther Clay verteidigt WBO Global Titel gegen Freddy Kiwitt

In der Londoner York Hall wollte sich Freddy Kiwitt den WBO Global Welterweight Championtitel von Luther Clay sichern. Am Ende verteidigte der Champion jedoch nach Punkten den Titel nach 10 engen Runden.

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Clay Kiwitt
Foto: matchroom boxing

It’s my time! Für den in Flensburg aufgewachsenen Boxer Freddy Kiwitt steht heute sein größter Kampf seiner Profikarriere bevor. In der Londoner York Hall fordert Kiwitt den WBO Global Welterweight Champion Luther Clay heraus. Mit einem Sieg könnte sich Freddy Kiwitt seinen dritten Titel sichern.

Verfolgt mit uns den Kampf im Liveticker


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“Jetzt ist meine Zeit”: Freddy Kiwitt fordert WBO Global Welterweight Champion Luther Clay heraus

Am Donnerstag will Freddy Kiwitt sein grandioses Jahr mit seinem vierten Sieg und dritten Titelgewinn perfekt machen. In der Londoner York Hall trifft der in Glücksburg aufgewachsene Boxer auf den WBO Global Welterweight Champion Luther Clay. In Deutschland kann der Kampf über DAZN live verfolgt werden.

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Clay vs. Kiwitt
Das offizielle Plakat zum Titelfight.

Am Dienstag fand die offizielle Pressekonferenz zur Fight Night in zwei Tagen statt. Im Leonardo Royal London City Hotel begrüßte Frank Smith (CEO von Matchroom Boxing) die Boxer, die am Donnerstag in der York Hall in den Ring steigen werden, unter ihnen natürlich auch Freddy Kiwitt, der dann um den WBO Global Welterweight Title gegen Titelverteidiger Luther Clay antreten wird. Der Champion kann eine Bilanz von 12:1 Siegen aufweisen, davon fünf durch KO. Ihm gegenüber stehen 17:2 Siege von Kiwitt, davon 10 durch KO.

Kiwitt: “It’s my time now”

Auf die Frage, ob der Kampf gegen Clay zu früh kommen würde, sagte Kiwitt, dass der Kampf genau zur richtigen Zeit kommt. “Ich hatte ein großartiges Jahr. Es wird mein vierter Kampf im dritten Land und auch mein dritter Titelkampf. Ich kann es kaum erwarten.” So soll am Donnerstag ein weiterer Titel seiner Sammlung hinzugefügt werden. „Das ist meine Absicht. Jetzt ist meine Zeit gekommen.”

Clay Kiwitt

Luther Clay und Freddy Kiwitt bei der offiziellen Pressekonferenz. Foto: matchroom boxing

Clay: “Ich bin bereit zu kämpfen”

Auf der anderen Seite wird Luther Clay alles versuchen, um diesen Plan zu durchkreuzen: „Ich fühle mich gut, bin bereit zu kämpfen und meinen Titel zu verteidigen.“ Weiter sagte der Titelverteidiger: „Der Typ, von dem ich den Titel gewonnen habe, der wollte nicht gegen Freddy boxen, weil er dachte, gegen mich hätte er einen leichteren Kampf.“ So wird er Kiwitt nicht unterschätzen. „Das kann ich mir nicht leisten, Freddy ist ein sehr guter Kämpfer. Seinen Europameistertitel hat er von Paddy Gallagher gewonnen, der auch ein sehr guter Boxer ist. Ich konzentriere mich auf Freddy, aber ich werde auch ihn hinter mir lassen und weiter vorangehen.“

Den Hauptkampf des Abends bestreiten Richard Riakporhe und Jack Massey um den vakanten British Cruiserweight Championtitel. In Deutschland kann der Kampfabend über DAZN  verfolgt werden.





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