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Leichtathletik

Bestenliste 2018: LG Flensburg klettert auf Rang 2

Die Bestenliste zeigt es, die LG Flensburg blickt auf ein großartiges Jahr 2018 zurück, doch die Bedingungen werden immer schwieriger für den Verein. Notwendige Anschaffungen und schlechte Trainingsbedingungen im Winter geben Anlass zur Sorge.

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Foto: Privat

Der Schleswig-Holsteinische Leichtathletikverband hat die Bestenlisten für das Jahr 2018 veröffentlicht. Große Freude gab es bei den Verantwortlichen der LG Flensburg, die sich in der Gesamtwertung aller Vereine in Schleswig-Holstein auf den zweiten Rang verbesserten.

Herausragend war insbesondere der Bereich der Jugend (U18 und U20): Hier liegt die LG Flensburg (203 Medaillenpunkte) mit großem Vorsprung auf dem ersten Rang im Norden vor dem PSV Eutin, der als zweitplatzierter Verein 130 Punkte sammelte. Hierbei gewannen die Jugendlichen aus Flensburg 17 Landesmeistertitel.

Aber auch im Bereich der Schüler liegt die LG Flensburg mit dem zweiten Rang auf einem Spitzenplatz. Nur der SC Rönnau war erfolgreicher. In der Wertung der Männer und Frauen sowie der Altersklasse der Senioren verbesserte sich die LG auf den vierten Rang. Insgesamt sind die Atheten aus der Fördestadt in allen Altersklassen sehr erfolgreich, wobei gerade der Nachwuchsbereich seinesgleichen sucht.

Annike Rohlff erfolgreichste Atheltin auf Bundesebene

Die Zahlen sprechen für sich: Bei den Wettkämpfen im Jahr 2018 gab es 80 mal die Goldmedaille. Das ist für die LG Flensburg ein absolutes Rekordergebnis. Die erfolgreichste Athletin auf Bundesebene ist Annike Rohlff, die bei den deutschen Jugendmeisterschaften über 200m überraschend die Silbermedaille gewann. Als weiteres Talent gilt Ben Heyer, der in der deutschen Bestenliste im Stabhochsprung auf Rang 3 geführt wird und durch seine Vielseitigkeit gleich zehn Landesmeistertitel sammelte. Als Deutsche Meisterin kehrte zudem Ruth Kurtzweg-Otte (W65) im Hammerwurf mit 31,51m aus Mönchengladbach zurück, hier gewann sie zudem Bronze im Diskuswurf. Jens Babig (M40) holte sich ebenfalls gleich zwei Bronzemedaillen bei der DM. Den LG Athleten gelangen gleich vierzehn Platzierungen unter den Top 8 bei deutschen Meisterschaften.

Neben den 145 Medaillen bei Landesmeisterschaften stellt die LG zudem 11 Norddeutsche Meister und weitere 27 Platzierungen unter den Top 6 im gesamten Norddeutschen Raum. Hier holte Jens Babig gleich drei Titel, Frank Heinrich (M55, SV Adelby) wurde zweifacher Norddeutscher Meister und Vereinskameradin Kirsten Sellmer (W50) siegte in super Jahresform gleich dreifach.

In der 260 starken Bestenliste werden die 15 besten Athleten je Alter und Disziplin genannt. Allein die Anzahl der Nennungen beeindruckte die Verantwortlichen: 327 Einträge unter den besten Athleten, davon 73 mal auf Platz Eins, weitere 71 auf den zweiten und dritten Rang.

Das der Leistungssport auf dem Breitensport basiert und auch hier die Flensburger Leichtathleten herausragende Arbeit im Land leisten, untermauerte die LSV-Jugend mit der Preisvergabe des mit 1500 Euro dotierten Preises „Kein Kind ohne Sport“.

Annike Rohlff zusammen mit Jan Dreier. Foto: Privat

Schwierige Bedingungen für die Leichtathleten im neuen Jahr

Der Vereinsvorsitzende Jan Dreier zeigte sich erstaunt: “Wir hatten nach dem studienbedingten Weggang von Spitzenathletin Thurid Gers mit einem ruhigeren Jahr gerechnet, doch es wird immer turbulenter. Und die Athletenzahlen steigen entgegen dem Landestrend in der LG immer weiter.“

Der LG-Chef hat aber auch zunehmend große Bedenken: „Es ist allerdings die Frage, wie lange auf so breiter Basis gearbeitet werden kann, denn es geht neben dem täglichen ehrenamtlichen Trainingsbetrieb sehr viel Kraft für die Beschaffung von Großgeräten wie z.B. Stabhochsprunganlage, Hochsprungmatten im jährlich fünfstelligen Bereich verloren. Auch für 2019 stehen zwangsweise große Anschaffungen an, die überhaupt den Trainings- und Wettkampfbetrieb in Flensburg ermöglichen und in anderen Städten von der Stadt angeschafft werden. Die Sportentwicklungsplanung darf nicht nur in einer Sportart umgesetzt werden. Das I-Tüpfelchen ist die Hallenschließung in den Winterferien, sie kostet den Verein sehr viel Geld, so dass die Spitzenathleten Flensburg für diesen Zeitraum gen Dänemark verlassen müssen, da schon eine Woche nach den Ferien die ersten Landesmeisterschaften stattfinden.“

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