In 60 Sekunden das Spiel verloren: Rotenhof-Doppelschlag lässt Stjernens Hoffnungen platzen

Nach dem missglückten Saisonauftakt hatte sich die Ligamannschaft von IF Stjernen Flensborg einiges für das Heimspiel gegen Tabellenführer TuS Rotenhof vorgenommen. Mit mehreren Änderungen in der Startelf präsentierte sich der SdU-Vertreter auch deutlich verbessert, ließ zunächst kaum Chancen zu und war präsenter im Angriff als zuletzt.

Doch dann war die Partie nach einer halben Stunde bereits wieder verloren. Ein unglückliches Foul von Jannik Kaak an Kenneth Traulsen bescherte den Gästen aus Rendsburg einen Strafstoß. Den Elfmeter verwandelte Felix Knuth dann sicher. Keine 60 Sekunden später kam es dann knüppeldick für IF Stjernen. Julian Nehrenst spielte einen Querpass auf Julian Bahr, der den in der Mitte lauernden Felix Knuth übersehen hatte. Dieser ging durch die Mitte alleine auf IF-Keeper Rico Nommensen zu und machte das 2:0 für den TuS Rotenhof perfekt. Die Vorentscheidung. Der schnelle Anschluss blieb aus, ein Abschluss von Kevin Knitel nach Zuspiel von Jonathan Siebenschuh landete über dem gegnerischen Tor, das erneut von Feldspieler Mattes Hardt gehütet wurde.

“Wir wissen, dass wir aktuell Schwierigkeiten haben Torgefahr zu erzeugen, deswegen hatten wir uns auch was überlegt für die erste Halbzeit, was wir dann durch zwei völlig unnötige, individuelle Fehler komplett zerstört haben. Dadurch war die gute Anfangsphase dahin”, erklärte IF-Trainer Thomas Ziegenberg nach dem Spiel. “Wir mussten dann in der Halbzeit schon unseren Matchplan wieder über den Haufen werfen. Das war extrem bitter.”

Rico Nommensen in überragender Form

In der zweiten Hälfte hatten die Rotenhöfer das Spiel dann nach kurzer Druckphase von Stjernen im Griff und lieferten sich ein Duell mit Rico Nommensen, der sich seit Wochen in einer überragenden Form präsentiert. So wehrte Stjernens Schlussmann zunächst in der 50. Minute einen Schuss von Traulsen ab und hielt dann auch noch einen Elfmeter von Rotenhof-Torjäger Moritz Gersteuer und den gefährlichen Nachschuss. Vorausgegangen war ein Foulspiel von David Pawlowski im Strafraum an Gersteuer.
Auch in der 75. Minute war Nommensen wieder gefordert, erneut behielt er gegen Gersteuer die Oberhand, ebenso zehn Minuten später in der 85. Minute.
Für Stjernen setzte Kevin Knitel in der 60. Minute noch einen Abschluss knapp am Tor vorbei.

Nehrenst erzielt das erste Saisontor für Stjernen

In der 78. Minute konnte Mats Henke, der kurz zuvor für Ex-Nordau Angreifer Christoph Ruback eingewechselt wurde, das 3:0 für den TuS Rotenhof erzielen.
Auch IF Stjernen kam noch zum ersten Saisontor. Abwehrspieler Julian Nehrenst brach nach einer Flanke von Sebastian Wirth, der für die letzte Viertelstunde ins Spiel kam, doch noch den Torfluch.
Aber auch Rotenhof war noch nicht fertig. In der Schlussminute machte Felix Knuth sein drittes Tor zum 4:1 Endstand für die Rendsburger.

“Wir haben Rotenhof in die Karten gespielt”

“In der zweiten Halbzeit war ich erschrocken, dass Rotenhof jeden eigenen Abstoß nach vorne prügelt und gar nicht am Spiel teilnehmen wollte. Somit haben wir Rotenhof in die Karten gespielt. Wir mussten das Spiel machen, da haben wir aktuell unsere Schwierigkeiten und das ist uns wieder nicht gelungen”, erklärte Ziegenberg. “Wir können froh sein, dass wir immerhin unseren Makel, noch kein Landesliga-Saisontor geschossen zu haben, abschütteln konnten. Aber das Ergebnis schmerzt sehr. Jetzt müssen wir gucken, wie wir aus diesem Tal rauskommen.”

Besonderes Spiel für Christoph Ruback

Christoph Ruback. Foto: TNS Sports

Für Rotenhof-Neuzugang Christoph Ruback war das Spiel im Engelsby-Centret ein besonderes, ist er doch im Raum Schleswig-Flensburg ein bekanntes Gesicht und war über Jahre hinweg ein wichtiger Torjäger für die SG Nordau. “Auf solche Spiele freut man sich einfach, gerade weil man doch den ein oder anderen kennt und man sich freut, die mal wieder zu sehen”, sagte er nach dem Spiel. Auch den Flensburgern attestierte er eine klare Leistungssteigerung. “Stjernen hat besonders am Anfang der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Gerade auf ihrem Kunstrasen merkt man, dass sie dort sehr eingespielt sind und waren meiner Meinung nach bis zum Elfmeter die bessere Mannschaft. Man hat gemerkt, dass sie sich viel vorgenommen haben, jedoch hatten wir dann nach dem Elfmeter mehr vom Spiel und gerade in der zweiten Halbzeit hätten wir gut und gerne noch ein paar mehr Tore machen können. Insgesamt ein sehr körperbetontes Spiel, das trotzdem sehr unterhaltsam für die Zuschauer war, wo wir letztendlich drei wichtige und verdiente Punkte mit nach Hause nehmen.”

Lob für Nommensen und Knuth

Nicht entgangen ist ihm auch die erneut starke Vorstellung von Rico Nommensen im Stjernen-Tor. Schmunzelnd sagt er: “Auch wenn es mir schwer fällt, muss ich Katze Nommensen dann doch ein Kompliment aussprechen, ohne ihn wäre es deutlich höher ausgegangen.” Schmunzelnd fügt er hinzu: “Trotzdem beim Rückspiel bisschen weniger schnacken, bitte.”
Doch auch für seinen Mitspieler Felix Knuth hatte er noch lobende Worte parat: “Felix war der beste Mann auf dem Platz. Unfassbar, dieser Typ.” Insgesamt fünf Treffer konnte er in dieser Saison schon erzielen. “Würde er bloß auch in der dritten Halbzeit so abliefern”, lacht Ruback.





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