Di, 16. August, 2022

Auch Deckert und Schult jubeln

Jeweils drei Landesmeistertitel für Jorge Reitz und Ben Heyer

Bei den gemeinsamen Landesmeisterschaften von Schleswig-Holstein und Hamburg in den Altersklassen U16 und der U20 beeindruckten sechs angereiste Flensburger Leichtathleten mit insgesamt 12 Medaillen und 7 Landesmeistertiteln. Gerade Ben Heyer (19) sowie Jorge Reitz (15) dominierten dabei die Konkurrenz. 

Hamburg – Allround-Talent Ben Heyer ließ in Hamburg in der Altersklasse der U20 nichts anbrennen und sicherte sich gleich vier der zwölf Medaillen, drei davon in Gold. Bei widrigen Bedingungen zeigte der Flensburger einen tollen Wettkampf im Stabhochsprung, in dem er mit beeindruckenden 4,10m Vizelandesmeister wurde. Im Weitsprung holte Heyer im letzten Versuch noch einmal alles heraus und sicherte sich somit mit starken 6,65m den Landesmeistertitel.

Heyer sichert sich drei Landesmeistertitel 

Nicht einmal eine Stunde danach ließ er die Konkurrenz über die Stadionrunde hinter sich und gewann die 400m in 52,26 sec.
Am Folgetag zeigte er über die 110m Hürden einen furiosen Lauf, der mit einer Zeit von 15,82 sec und dem dritten Landesmeistertitel belohnt wurde.

Auch drei Titel für Jorge Reitz 

Auch Wurf-Talent Jorge Reitz (14) dominierte in seiner Altersklasse der U16 mit drei neuen Bestleistungen. Nach einem zweiten Platz im Diskuswurf mit einer Leistung von 30,88m zeigte der Flensburger, dass die weiteren Titel an diesem Wochenende nur über ihn gehen würden. Im Stabhochsprung übersprang er mit neuer persönlicher Bestleistung die 2,60m und empfing damit seine erste Goldmedaille. In seiner Parade-Disziplin, dem Kugelstoßen beförderte der Flensburger die 4kg schwere Kugel auf eine Weite von 12,60m, was ebenfalls eine neue Bestleistung sowie den zweiten Landesmeistertitel bedeutete. Nicht zuletzt ließ Reitz seinen Speer im Vergleich der Konkurrenz am weitesten fliegen: Mit einer neuen Bestleistung von 44,67m kratzte der Flensburger an der 45m-Marke und darf sich nach diesem Wochenende über drei Landesmeistertitel freuen.

Milana Deckert holt Gold und Silber

Mehrkämpferin Milana Deckert (16) erlebte ein Wochenende mit Höhen und Tiefen. Nach einem neunten Platz über die 80m-Hürden zeigte die Flensburgerin Kampfgeist: Im folgenden 800m-Wettbewerb pulverisierte sie ihre Bestleistung in einem grandiosen Schlusssprint und räumte dabei das Feld von hinten auf. Mit weniger als einer Sekunde Abstand hinter der Erstplatzierten erlief sie in 2:34,72m die Silbermedaille und drückte dabei ihre alte Bestleistung um beeindruckende 7 Sekunden. Krönender Abschluss des Wochenendes war ihr Landesmeistertitel: Mit 21,29m warf sie im Diskus so weit wie keine andere.

Tjark Schult freut sich über Silber und Bronze

Mehrkämpfer Tjark Schult (15) konnte ebenfalls tolle Leistungen für sich verbuchen. Nach einem siebten Platz im Weitsprung (5,07m) und einem fünften Platz über die 80m Hürden in 12,60 sec lief der Flensburger die 100m so schnell wie noch nie zuvor: 12,14 sec bedeuteten im Vorlauf die Qualifikation für das Finale, in dem er dann in 12,35 knapp den vierten Platz belegte. Übersprungene 1,57m im Hochsprung lieferten dann auch für Schult die erste bronzene von insgesamt zwei errungenen Medaillen, die mit 30,67m noch von einem zweiten Platz im Speerwurf getoppt wurde.

Neue Bestleistungen 

Mehrkämpfer Friedrich von Gyldenfeldt (14) zeigte Bestleistungen in allen Disziplinen: Nach 8,50m und Platz sieben im Kugelstoßen lief Gyldenfeldt die 80m-Hürden in starken 13,71 sec so schnell wie nie zuvor, was Platz fünf für ihn aufs Papier brachte. Er und Vereinskollege Torben Gaude (14) gingen zum Abschluss des Wochenendes über die 800m an den Start. Am Ende konnten sich beide über deutliche neue Bestleistungen freuen, die Gyldenfeldt in 2:25,02 sec den fünften Platz und für Gaude in 2:26,41 sec den sechsten Platz bedeuteten.

Trainer Anton Temme zeigte sich nach dem Wochenende sehr zufrieden mit seinen Athleten: “Bei teilweise sehr schwierigen Wetterbedingungen bewiesen alle Flensburger großen Kampfgeist. Dass daraus so viele Bestleistungen entstanden sind, zeigt die mentale Stärke jedes angereisten Athleten.” (jdr)





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