Do, 9. Dezember 2021

Marmoush und Kyereh sorgen früh für Klarheit

Klassenerhalt für Kiez-Kicker

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Hamburg – So wechselhaft wie das Hamburger Wetter am Osterwochenende, als dem strahlenden Sonnenschein vom Sonnabend zwei Tage später Schnee und Hagelschauern folgten, war am Montag auch das Prozedere vor der Zweitliga-Partie des FC St. Pauli gegen Eintracht Braunschweig. Weil es bei den Gäste-Akteuren Fabio Kaufmann und Jannis Nikolaou sowie Trainer Daniel Meyer einen positiven Corona-Test gab, war die Austragung der zum Abschluss des 27. Spieltages anstehenden Begegnung fraglich. Letztlich rollte aber der Ball – mit Eintracht-Co-Trainer Thomas Stickroth, der in der Saison 2014/2015 noch zum Trainerteam der Kiez-Kicker gehört hatte, als verantwortlichem Übungsleiter bei den „Löwen“.

Im Millerntor-Stadion legten die St. Paulianer einen echten Traumstart hin. Und schon in der siebten Minute das Führungstor vor: Nach einem Doppelpass mit Guido Burgstaller lief Omar Marmoush auf den Gäste-Strafraum zu, tanzte Nico Klaß aus und schoss von halbrechts aus zum 1:0 ein. Nur weitere sieben Zeigerumdrehungen später verdoppelten die Hausherren ihren Vorsprung: Der agile Marmoush erlief sich einen Steilpass und fand mit einem perfekten Zuspiel Daniel Kofi Kyereh, der Oumar Diakhité enteilte, mit Tempo den herausstürzenden Eintracht-Torwart Jasmin Fejzic umkurvte und zum 2:0 einschob.
Der einzige Vorwurf, den sich die stark aufspielenden Hamburger gefallen lassen müssen, ist der, dass sie ihre Führung in der Folge nicht noch weiter ausbauten. So fehlten Marmoush nur Zentimeter zum 3:0 und zu seinem Doppelpack, als er Leart Paqaradas Linksflanke aus fünf Metern an den Pfosten köpfte (18.). Auch in der Folge hatte die Heim-Elf weiter viel Ballbesitz. Paqarada leitete auch die nächste gute Chance zum dritten Treffer ein, als er von links aus Kyereh bedienen wollte, der den Ball aber passieren ließ. So gelangte er zu Burgstaller, der nach einem Doppelpass mit Kyereh freistehend vorbei schob – schade, denn diese herrliche Kombination wäre ein Tor wert gewesen (35.)!
Kurz vor der Pause gab es so etwas wie die erste Gelegenheit der Braunschweiger: Einen Schuss von Nick Proschwitz, der vom Juli 2005 bis zum Januar 2007 noch für den Hamburger SV gestürmt hatte, blockten die St. Paulianer jedoch ab (41.).

Klassenerhalt nur noch Formsache

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Geschehen nichts: Die Hamburger spielten weiter couragiert nach vorne, ließen aber die nötige Zielstrebigkeit vermissen. So fand Luca Zander nach Paqaradas Weiterleitung ebenso seinen Meister in Fejzic (48.) wie kurz darauf Burgstaller, der nach Rodrigo Zalazars hohem Pass ebenfalls frei vor dem Schlussmann vergab (53.).
Dass auch der frisch eingewechselte Lukas Daschner freistehend an Fejzic hängen blieb (74.), hätten die „Löwen“ prompt bestrafen können. Im direkten Gegenzug schickte „Joker“ Martin Kobylanski nämlich den ebenfalls frisch in die Partie gekommenen Suleiman Abdullahi steil, der in der Mitte Proschwitz fand – doch in leichter Rücklage jagte der aktuell beste Eintracht-Torschütze (bisher sieben Saison-Treffer) den Ball aus acht Metern über die Latte. Damit hatten die Niedersachsen ihre wohl letzte Chance vergeben, noch einmal in die Partie zurückzufinden.
Weil Fejzic auf der Gegenseite einen Gewaltschuss von Finn Ole Becker noch über die Latte lenkte (79.) und der frisch eingewechselte Igor Matanovic nach Daschners Pass den Keeper schon hinter sich gelassen hatte, den Ball dann aber über das verwaiste Gehäuse jagte (90.), blieb es bis zum Abpfiff beim 2:0. Mit ihrem vierten Sieg in den letzten fünf Heim-Aufgaben kletterten die Kiez-Kicker auf den achten Platz und haben, bei nun zwölf Zählern Vorsprung auf die auf dem Abstiegs-Relegationsrang 16 liegenden Braunschweiger, den Klassenerhalt wohl sicher. (kw)

FC St. Pauli: Stojanovic – Zander, Ziereis, Dzwigala (62. Knoll), Paqarada – Benatelli – Becker (88. Aremu), Kyereh (73. Daschner), Zalazar – Marmoush (73. Dittgen), Burgstaller (88. Matanovic). Trainer: Timo Schultz
Eintracht Braunschweig: Fejzic – Kessel, Diakhité (68. Abdullahi), Klaß (46. Ziegele) – Bär (81. Y. Otto), Wydra, Schlüter (81. Schwenk) – Kammerbauer, Ben Balla – Kroos (71. Kobylanski) – Proschwitz. Trainer: Daniel Meyer
Tore: 1:0 Marmoush (7.), 2:0 Kyereh (14.),
Zuschauer: Fehlanzeige.
Schiedsrichter: Arne Aarnink (VfL Weiße Elf Nordhorn)
Gelbe Karten: Kyereh, Zander – Kroos

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