Trotz Elfer-Theater

Knoten geplatzt? DGF Flensborg souverän zum Heimsieg

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DGF Flensborg ist am zehnten Spieltag endlich der souveräne Sieg gelungen. Auch in der Höhe gewann man verdient mit 4:1 (1:0) gegen den SV Blau-Weiß Löwenstedt.

Flensburg – Bis zur 26. Minute mussten sich die knapp 70 zahlenden Zuschauer im Idrætsparken gedulden, dann schlug ein zentraler Fernschuss aus 20 Metern von Henrik Boennen ins Gästetor ein. Ansonsten erinnerte die erste Halbzeit noch an vorherige Spieltage. Die DGF Ligamannschaft vergab zahlreiche Chancen, spielte im letzten Dritten oftmals zu kompliziert. Da die Gäste vom SV Blau-Weiß Löwenstedt im Zentrum gut aufgestellt waren, musste DGF über die Außenbahnen kommen. Im zweiten Durchgang dann wieder mit mehr Erfolg. In der 55. Minute war es aber zunächst wieder ein zentraler Fernschuss von Tim Fries, der das Ergebnis auf 2:0 hochschraubte.
Richtig schön das 3:0 in der 80. Minute: Rinor Kuci tankte sich mit einem schönen Solo quer durch die gegnerische Hälfte und zwirbelte den Ball hoch ins kurze Eck.

Großes Theater um einen fragwürdigen Elfmeter

Drei Minuten später war dann großes Kopfschütteln angesagt, sowohl bei Spielern als auch bei den Zuschauern. Eine Situation im Strafraum von DGF bewertete das Schiedsrichtergespann als Foulspiel und gab einen Elfmeter für die Gäste. „Das war ein äußerst fragwürdiger Elfmeter“, sagte DGF-Trainer André Flieder nach dem Spiel. „Auch neutrale Zuschauer sagten mir, dass es ganz klar ein Freistoß für uns war. Bei einem anderen Spielstand dreht man da wahrscheinlich mehr durch“, konnte Flieder diese Fehlentscheidung bei der 3-Tore-Führung noch locker nehmen. Doch das Schauspiel um den Elfmeter war noch nicht beendet. Den ersten Strafstoß konnte Jeffrey Yeboah im DGF-Tor noch parieren. „Allerdings hat man in Köln gesehen, dass sein Fuß wohl während der Ausführung des Strafstoßes schon zwei Zentimeter vor der Torlinie war“, scherzte Flieder. Der Strafstoß wurde also wiederholt und dieses Mal konnte Lars Hansen auf 1:3 verkürzen. Auf Filmaufnahmen sah man allerdings auch hier: Fehlentscheidung der Unparteiischen. 

Die Antwort von DGF ließ nicht lange auf sich warten. In der 85. Minute verwandelte Ertunc Güllu einen direkten Freistoß aus gut 20 Metern ins rechte Torwarteck.  

„Ein komplett ungefährdeter Sieg“

„Insgesamt haben wir wieder viel zu viele Chancen liegen gelassen“, befand André Flieder, der auch sah, dass einige der DGF-Tore haltbar gewesen wären. „Aber wir brauchten drei Punkte und jetzt haben wir drei Punkte“, überwog am Ende ganz klar die Freude über den Sieg. „Das war ein komplett ungefährdeter Sieg und wir waren auch die dominierende Mannschaft.“ Nur zwischen der 60. und 80. Minute sah er seine Mannschaft in einem kleinen Loch mit Unkonzentriertheiten. (msc)






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