Leichtathleten absolvieren ersten offiziellen Wettkampf nach der Corona-Pause

Gleich mehrere Qualifikationsnormen für deutsche Meisterschaften gab es beim ersten offiziellen Wettkampf der Leichtathleten nach der Corona-Pause zu bestaunen.

Esme Lempelius beim Weitsprung. Foto: Arne Metzger
Esme Lempelius beim Weitsprung. Foto: Arne Metzger

Die Leichtahtleten haben nicht lange gezögert: Direkt am ersten möglichen Wochenende nach dem Corona-Wettkampfverbot konnte im Flensburger Stadion deutschlandweit einer der ersten Wettkämpfe angeboten werden. Mit klaren Auflagen: So starteten bei den Sprints die Athleten mit einer Bahn Abstand, die Abstands- und Hygieneregeln waren zu beachten und es durften nur 100 Athleten und Kampfrichter den Innenraum betreten. Und dass die Athleten heiß auf den ersten Wettkampf waren, zeigten die vielen Anfragen aus dem ganzen Land und auch die Leistungsdichte. So kam es zu zahlreichen Ausnahmeleistungen mit mehreren Qualifikationsnormen für deutsche Meisterschaften.

Loke Sommer erfüllt DM-Norm

Auf der 100m-Sprintdistanz knackte Annike Rohlff (LG Flensburg/ LK Weiche, U23) erstmalig die 12 Sekunden-Marke und verbesserte sich von 12,03sec auf 11,94sec. Bei den Männern gewann Weitspringer Marcel Lienstädt (M, St. Peter-Ording) sowohl die 100m in 11,36sec., gefolgt von den beiden Flensburgern Ben Heyer (U18, 11,62sec.) und Joey Dreher (U23, 11,67sec.) und den Weitsprung mit 7,20m. Eine starke Steigerung und die erste DM- Norm in diesem Jahr gelang Loke Sommer (LG Flensburg/LK Weiche M15) im Speerwurf mit beeindruckenden 53,64m. Der junge Mehrkämpfer sprang zudem starke 5,82m weit und verbesserte sich im 100-Sprint um fast eine Sekunde auf 11,98sec. Die zweite Norm hätte es über 80m Hürden mit 10,80sec. gegeben, allerdings war der Rückenwind zu stark.

Liam Otte, Ben Heyer und Karim Elwawy beim Sprint. Foto: Arne Metzger
Liam Otte, Ben Heyer und Karim Elwawy beim Sprint. Foto: Arne Metzger

Karim Elwawy (U18, Bredstedter TSV) gelang über die 400m-Hürden die Norm zur DM. In 57,94sec lief er über die Ziellinie, an der vorletzten Hürde konnte er sich dank einer Rolle nach einem Sturz abfangen und sensationell den Lauf beenden. Im Diskus startete Ralf Mordhorst (M, LAC Lübeck) mit 50,69m mit der 2kg-Scheibe souverän als Tagessieger in die Saison und stieß die 7kg-Kugel auf 14,15m. Im Speerwurf stellte Florian Walther (LG Flensburg/ LK Weiche,U23) mit 57,58m seine persönliche Bestleistung ein. Die nächste DM-Norm gelang Nina Reincke (Bredstedter TSV, U18) mit 44,01m im Speerwurf, genau einen Zentimeter über die geforderte Norm.

Fragezeichen über Austragung der Deutschen Meisterschaften

Aber auch die vielen Nachwuchsathleten in den Schülerklassen zeigten große Leistungssprünge und tolle Technikentwicklungen.
Was die Normen zu den Deutschen Meisterschaften bedeuten und ob diese Meisterschaften überhaupt ausgetragen werden können, steht noch nicht fest. Festzuhalten bleibt, dass diese Leistungen unter den ungewohnten Trainingsbedingungen besonders hoch einzuschätzen sind. Viele Trainingsstunden wurden allein in den eigenen Wohnungen und Gärten absolviert. (jdr)