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Leichtathletik

“Nur ein wenig geschlummert”: Neues Leben bei den Leichtathleten vom TSV Nord Harrislee

Wer in Flensburg an Leichtathletik denkt, der wird vermutlich den LK Weiche Flensburg im Kopf haben. Doch auch beim TSV Nord Harrislee geht es in Sachen Leichtathletik wieder vorwärts. Dank Dirk Storm wurde die Sparte nicht aufgelöst, sondern blüht wieder neu auf. So stellt der TSV Nord heute den zweitgrößten Verein der LG Flensburg.

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TSV Nord Leichtathletik
Das Trainerteam: Dirk Storm, Laura Storm und Lina Steffensen. Foto: Privat

Die Konkurrenz der Handballer, Fußballer und Turner ist in Harrislee von Haus aus groß. Die Leichtathleten beim TSV Nord Harrislee hatten dagegen einen schweren Stand, es gab kein schlüssiges Konzept und nur noch wenige junge Athleten im Verein.  Es drohte die Auslösung der Leichtathletik-Sparte. 2016 waren keine zehn Kinder mehr beim TSV Nord aktiv, aber dann kam Dirk Storm, der die Leitung der Leichtathletik-Abteilung übernahm und es tatsächlich schaffte der Sparte neues Leben einzuhauchen. Er rührte kräftig die Werbetrommel, vermittelte Spaß an diesem Sport und führte vor allem feste Trainingszeiten ein, auf die sich die Sportler verlassen konnten. “Die Leichtathletik in Harrislee hat nur ein wenig geschlummert, nun werden langsam alle wach“, lacht Storm. Und so waren es in diesem Jahr dann rund 45 Kinder, die beim TSV Nord aktiv sind und den Verein somit zum zweitgrößten der LG Flensburg machen. Mit Dirk Storm, Lina Steffensen und Laura Storm gibt es inzwischen drei ausgebildete Trainer, die die große Anzahl von Kindern möglichst optimal betreuen und fördern.

Spaß am Sport für eine positive Entwicklung

Laufen, springen und werfen stehen natürlich im Vordergrund. Häufig werden diese Grunddisziplinen aber im Zuge von Spielen quasi ganz nebenbei individuell erlernt, gefestigt und verbessert.
Die jungen Talente sollen in erster Linie Spaß haben, aber dennoch bestmöglich gefördert werden. Die Kinder danken es mit tollem Trainingseifer und deutlichen Fortschritten im Training und im Wettkampf. Im Bereich der U12-Wettkämpfe ist der TSV Nord daher immer ganz vorne mit dabei. „Erfolg bedeutet bei uns nicht unbedingt, dass man bei jedem Wettkampf Medaillen gewinnen muss, sondern dass man sich mit Spaß kontinuierlich steigert und immer sein Bestes gibt“, erklären Lina Steffensen und Laura Storm. „Viele Kinder sind inzwischen bereits seit drei Jahren bei uns. Das bedeutet, dass man gerade bei diesen Kindern eine richtig gute Entwicklung beobachten kann. So sind aus Anfängern schon kleine Profis geworden“, ergänzt ein stolzer Dirk Storm.

Rund 45 Kinder sind beim TSV Nord Harrislee aktiv. Foto: Privat

Kreismeisterschaften im Mehrkampf auch 2020 in Harrislee

Stolz war das Trainerteam auch auf die diesjährige Ausrichtung der Kreismeisterschaften im Mehrkampf in Harrislee. Dieser Wettkampf wird aufgrund der tollen Resonanz auch im nächsten Jahr wieder am Holmberg stattfinden.
Derzeit arbeitet man beim TSV Nord am weiteren Aufbau der Sparte. So ging kürzlich eine kleine Gruppe für Jugendliche bis 16 Jahren an den Start, auch eine Gruppe für Erwachsene soll folgen.

Aber auch abseits des Trainings und der zehn bis zwölf Wettkämpfe pro Jahr werden Aktivitäten geplant und regelmäßig in die Tat umgesetzt. So sollen 2020 kleine Ausflüge mit den verschiedenen Altersklassen stattfinden, ein Einlaufen bei den „Nordfrauen“ oder auch ein Jugendcamp ist in Planung. (dst/tns)





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Leichtathletik

In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister: LK Weiche mit Alternativplan

Not macht erfinderisch: Das Training beim LK Weiche Flensburg wird fortgesetzt, allerdings unter ganz neuen Bedingungen. Die Top-Athleten werden mit Trainingsgeräten für zu Hause ausgestattet, hinzu kommen Challenges und Social Media Trainingsgruppen. Sogar die Jahreshauptversammlung findet statt, nur nicht wie geplant.

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LK Weiche
Alternatives Training mit dem LK Weiche Flensburg. Fotos: Privat

Der Leichtathletik Klub Weiche wirft trotz der aktuellen Situation den Blick nach vorn. Schnell haben Vereinsvorsitz, Trainer und Jugend auf die aktuelle Lage reagiert und einen Alternativplan erstellt. “Wir haben als Sportverein eine hohe Verantwortung und daher sind die Erlasse und Vorgaben des Landes gar nicht zu diskutieren. Es ist wie es ist. Als Leichtathlet muss man sowieso in der Lage sein diszipliniert alleine zu trainieren”, leitet der Vereinsvorsitzende seine Wort an die Vereinsmitglieder ein. Unter dem Motto „In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister“ hat der Verein ein Paket an Aktivitäten gestartet. Die Spitzenathleten werden zuhause mit Trainingsgeräten aus Kraftraum und weiteren Trainingsgerät ausgestattet. Es wird ein Wochentrainingsplan für individuelles Training erstellt, Onlinecoaching via “Coach’s Eye” wird angeboten und Trainingsformen werden erklärt und koordiniert.

Von der Rad- bis zur Liegestütz-Challenge

Da die Athleten jetzt sogar mehr Zeit haben, haben sich die Leichtathleten auch weitere Aktivitäten ausgedacht: Eine Rad-Challenge, bei der die Orte des Kreises Flensburg mit dem Rad aufgesucht werden sollen und auf einer Liste abgehakt werden. Ausgebuddelt wurde auch der Trainingsplan für die Liegestütz-Challenge. Auf eine unheimlich starke Resonanz stieß die Einrichtung einer Social-Media-Trainingsgruppe. Hier werden Tagesaufgaben gestellt. So kamen gleich am ersten Tag über 30 Videos zu der Aufgabe „Erstelle ein Stabi-Trainingsvideo“ mit einer Klopapierrolle zusammen. Dreier schmunzelte: “Es gab tatsächlich Muskelkater, da man durch die vielen missglückten Versuche auf hohe Wiederholungszahlen kam.”
Am zweiten Tag steht eine witzige koordinative Aufgabe auf dem Plan, neben dem Dauerlauf. Sogar einige Eltern haben sich bereits angeschlossen.

LK Weiche

Die “Social Media” Trainingsgruppe vom LK Weiche Flensburg: Fotos: Privat

Jahreshauptversammlung wird online durchgeführt

Auch die Jahreshauptversammlung des Vereins wurde nicht abgesagt, sie wird unter diesen Umständen online angeboten. “Die Ehrungen und die Verkostung von Daja Chocolate müssen leider verschoben werden, aber alle anderen Dinge wird es geben.”
Erstes Fazit: “Wenn man Disziplin hat, kann man fitter als vorher aus dieser Phase kommen. Umso mehr freuen wir uns auf die fröhlichen Trainingseinheiten mit der Trainingsgruppe nach der Pandemie.”





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Leichtathletik

Kreismeisterschaften Sprung: Anton Temme vor Ben Heyer

Am Sonntag ging es für etwa 70 ehrgeizige Sportler darum, möglichst hoch bzw. weit zu springen. Im Rahmen der diesjährigen Kreismeisterschaften der Verbände Flensburg und Schleswig-Flensburg in der Halle traf man sich in Flensburg, um die Meister im Sprung-Mehrkampf bzw. im Hochsprung und Stabhochsprung zu ermitteln.

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Anton Temme beim Anlauf zu seinem Siegersprung und Jarek Schult beim Watussi-Hochsprung. Fotos: Arne Metzger

Der Wettkampf startete recht ungewöhnlich, da ausnahmsweise die Jugendlichen und Erwachsenen den Anfang machten und gegen Mittag die Kinder übernehmen durften. Darüber waren allerdings weder die Eltern noch die Kinder böse. Man sah daher überall zufriedene Gesichter – Athleten, Trainer, Kampfrichter und Helfer sorgten für einen gelungenen Wettkampf, obwohl man aufgrund einer kurzfristigen Hallensperrung zusammenrücken musste und den Wettkampf somit unter großem Zeitdruck durchführen musste. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch.

Stabhochsprung: Anton Temme vor Ben Heyer

Bei den älteren Athleten waren die Felder zwar relativ überschaubar, nichtsdestotrotz gab es hier diverse sehr gute Leistungen zu benennen. So konnte Dorothee Lau vom TSV Kappeln in der U18 mit 1,60 m und dem damit höchsten Sprung der Damenkonkurrenz glänzen. Bei den Herren sprang Michael Pauls vom TSV Silberstedt (U18) mit 1,76 m am höchsten.
Beim spektakulären Stabhochsprung gab es wiederholt Szenenapplaus und gegenseitiges Anfeuern. Die Tagesbestleistung gelang Anton Temme bei den Herren mit übersprungenen 3,50 m, dicht gefolgt von Ben Heyer (U18) mit 3,40 m (beide LG Flensburg).

Sprung-Mehrkampf der U12

Alle Kinder der LG Flensburg, die jünger als 12 Jahres sind, hatten den Sprung-Mehrkampf bestehend aus Standweitsprung, Fünfsprung und Watussi-Hochsprung zu absolvieren. Hier gab es sehr spannende Entscheidungen und zum Teil beeindruckende Einzelleistungen zu beobachten.
Bei den weiblichen Nachwuchsspringerinnen gewannen Louis Movsisyan in der W8 (TSV Nord Harrislee), Lilli Bethge in der W9 (LK Weiche), Zoé Wichert (SV Adelby) und Svea Reese (LK Weiche) in der W10 sowie Maja Lederle in der W11 (TSV Nord Harrislee).

Kleine ganz groß

Bei den Jungen konnten Jarek Schult (TSV Nord Harrislee) in der M8, Emmanuel Schnoor (TSV Nord Harrislee) in der M9, Tjorven Kristjan Renke (LK Weiche) in der M10 sowie Leopold Bärwald (LK Weiche) in der M11 die meisten Punkte der Teilnehmer aus den Kreisverbänden sammeln.
Als herausragende Einzelleistungen sind an dieser Stelle die 12,20 m im Fünfsprung von Leopold Bärwald und die 1,30 m von Lilly Bethge im Watussi-Hochsprung zu nennen. Emmanuel Schnoor dominierte zudem als Einziger an diesem Tag seine Altersklasse M9 in allen Disziplinen. (dst)





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