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Niederlage gegen die SG TSV Bordesholm/TuS Gaarden

PSV Floorballer behalten die rote Laterne

Nach dem ersten Saisonsieg mussten die Floorballer vom PSV Flensburg gegen die SG TSV Bordesholm/TuS Gaarden eine 5:8 Niederlage einstecken.

Hemmingstedt – Große Erwartungen beinhalten auch die Möglichkeit einer großen Enttäuschung. Die ersten Punkte in der Tasche und die Chance zur Übergabe der roten Laterne ließen die Ansprüche steigen: Ein erfolgreicher Jahresabschluss war das Ziel. Es kam anders. Vor allem als gedacht. Unter dem Weihnachtsbaum finden sich keine weiteren drei Punkte wieder. Stattdessen darf die Zeit zur Reflexion genutzt werden.

Das Scheitern der Erwartung

Die SG TSV Bordesholm / TuS Gaarden war vor der Partie in Schlagdistanz. Positive Eindrücke aus den vergangenen zwei Spielen schürten ein Selbstverständnis, dass ein Sieg zum Jahresabschluss möglich, vielleicht gar zwingend war. Mit gestiegener Erwartung wächst aber auch die Fallhöhe an. Daher war es vermutlich weniger pure Euphorie über den Treffer als die Erleichterung, doch noch zur Pause in Führung zu gehen. Jasper Lunde hatte eine Sekunde vor Abpfiff noch zum 3:2 eingenetzt. Zuvor verlief der Start in die Partie eher unglücklich. Paul Schleschka verließ nach nicht einmal einer Minute bereits den Platz wegen unkorrektem Abstand. Die Unterzahl konnte zwar verteidigt werden, aber in der 6. Minute ging doch der Gegner durch Jannik Olmes in Führung. Mario Bumann erwies sich wiederum als Equalizer, aber erst Minuten später gelang durch Liv Bendixen die zählbare Umsetzung des eigenen Anspruchs.

Individuelle Fehler führten immer wieder zu Einladungen. Insbesondere Olmes nahm diese jederzeit dankend an. Nur Sekunden nach der Flensburger Führung wurde diese in einem Solo von besagtem Olmes schon ausgeglichen. Im zweiten Drittel sollte an die Last-Second-Führung angeknüpft werden. Der PSV wollte seine spielerische Überlegenheit auch endlich in Toren ummünzen. Dass kein Lochball den Weg ins SG-Netz fand, ist bezeichnend. Es war das Drittel der verpassten Chancen, auch die Bordesholmer und Gaardener scheiterten öfter am Goalie Henrik Brodersen oder am Aluminium. Den einzigen Treffer des zweiten Drittels schoss Dirk Burmester für die SG. Kein eigener Treffer, keine eigene Führung: das Scheitern der Erwartung hatte begonnen, das Spiel wurde zum Mind Game.

Mit Frust zu Toren

Die Partie nahm an Intensität zu. Auf beiden Seiten wurden Spieler wegen überhartem Körpereinsatz vom Feld gestellt. In Summe vergaben die Schiedsrichter zehn Strafminuten im Schlussdrittel. Großen Einfluss nahmen die Unter-/ Überzahlsituationen aber nicht. Die SG verlagerte sich mehrheitlich auf Konter und wählte damit den erfolgreicheren Kurs. In nahezu lächerlicher Manier gelang eine fast 100-prozentige Quote: Jeder Schuss ein Treffer. Manche Personen mögen auch von Effizienz sprechen. Im Ergebnis führte es zumindest zum Ausbau des eigenen Torkontos auf 8. Mit ordentlich Wut im Bauch erzielte Per-Niklas Heintze noch zwei Treffer in den Schlussminuten, das Unheil konnte aber auch er nicht abwenden.

Die SG Bordesholm / Gaarden gewinnt die Partie mit 8:5. Der PSV Flensburg scheitert an den eigenen Fehlern in der Defensive und offensiv an der Eigenschaft, die den Gegner auszeichnete: Effizienz. Zu viel Aufwand für zu wenig Ertrag. Ein klarer Auftrag für den Jahreswechsel. Bis zum 15. Januar 2022 hat der PSV Zeit, dann wartet mit der SG TSV Tetenbüll / SV Hemmingstedt eine große Aufgabe. Bully ist um 13 Uhr in der Dreilandenhalle in Garding (Graureiherweg, 25836 Garding). (mdü)





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