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Leichtathletik

Zehnkampf in Berlin: Ben Heyer knackt die 6.000 Punkte-Marke

Beim Jedermannzehnkampf des VFL Spandau hatte LK-Weiche Athlet Ben Heyer allen Grund zur Freude: Er knackte die 6.000 Punkte-Marke, stellte damit die Tagesbestleistung und konnte sich auf Platz 14 der deutschen Bestenliste verbessern.

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Ben Heyer
Tagesbestleistung für Ben Heyer (Startnummer 100) beim Zehnkampf in Berlin. Foto: Anton Temme

Beim Jedermannzehnkampf des VFL Spandau bestritten 22 Leichtathleten der LG Flensburg, teilweise zum ersten Mal, einen Zehnkampf. Auf der 30 Grad heißen Bahn erzielte Ben Heyer (U18, LK Weiche) die Tagesbestleistung von 6041 Punkten, womit er zum ersten Mal über die 6000-Punkte-Marke kam und sich auf Platz 14 der aktuellen deutschen Bestenliste verbessern konnte.

Ben Heyer mit Tagesbestleistung

Seine höchsten Punktzahlen lieferten die Bahnwettkämpfe, über die 400m lief er starke 52,56s (700 Punkte), über 110m Hürden punktete er in 15,82s (753 Punkte) und über 100m in 11,79s (693 Punkte). Gemeinsam mit Liam Otte (5016 Punkte, LK Weiche) und Morten Zern (4738 Punkte, LK Weiche) erzielte Heyer zudem 15.795 Punkte in der Teamwertung der U18. Platz drei belegen die drei Athleten damit in der aktuellen deutschen Bestenliste.

Liam Otte erreichte gleichmäßig gute Leistungen in fast allen Disziplinen, wobei 15,89s über 110m Hürden (745 Punkte) und 4:45,75 Min. (645 Punkte) über 1500m hervorstachen. Die technischen Disziplinen lieferten Morten Zern hohe Punktzahlen. Mit der Kugel erreichte er 749 Punkte (14,34m). Vierter Flensburger in der U18 war Nick Reimers (4711 Punkte, LK Weiche), der sehr konstante Leistungen in allen Disziplinen zeigen konnte. Herausragend war sein Ergebnis über 1500m: hier dominierte er die Konkurrenz und gewann in beeindruckenden 4:38,51 Minuten (690 Punkte).

Insgesamt erzielten die Flensburger 87.605 Punkte, wobei Anton Temme (M, LK Weiche) nach sechs Disziplinen verletzungsbedingt aufhören musste.

Impressionen aus Berlin

Starke Ergebnisse für Sellmer und Leibel

In der männlichen Jugend U20 gingen Timon Sellmer (SV Adelby) und Fynn-Niklas Leibel (LK Weiche) an den Start. Beide bestritten den Zehnkampf ebenfalls nach IAAF-Norm. Mit 5573 Punkten gewann Sellmer den Mehrkampf, wobei er im Hochsprung (1,88m, 696 Punkte) und im Weitsprung (6,32m, 657 Punkte) starke Resultate ablieferte. Kurzsprinter Leibel wurde Zweiter mit 5141 Punkten. Für 11,29s über 100m erhielt er 797 Punkte, womit er nach Alexander Treue (LAC Berlin, U23), der die 100m in 11,00s lief, die insgesamt zweithöchste Punktzahl aller Zehnkämpfer in einer einzelnen Disziplin erzielte. Bei seiner Premiere über 400m erzielte er starke 695 Punkte in 52,68s.

Sommer und Limberg holen fleißig Punkte

In der Wertung der Jedermänner starteten 16 Flensburger. Die größte Punktzahl von ihnen gelang Loke Elias Sommer (4637 Punkte, LK Weiche). Der 14-jährige Nachwuchsmehrkämpfer erreichte mit dem Diskus starke 39,28m, was ihm 650 Punkte einbrachte. Ähnlich viele Punkte lieferte nur der 1500m Lauf, den er in 4:59,50 Min. (563 Punkte).
Knapp dahinter ist mit 4590 Punkten das Mädchen mit der größten Punktzahl: Friderike Limberg (U18, SV Adelby). Limberg beeindruckte mit guten Techniken. Viele Punkte erhielt sie für die 100m, über 110m Hürden und in den Würfen, wie z.B. für 32,09m (516 Punkte) mit dem Speer. Über 4000 Punkten blieb auch André Marquardt (M30, LK Weiche), der über 100m 551 Punkte einsackte.

 

Starke Einzelleistungen der Flensburger

Viele weitere Athleten zeigten starke Einzelleistungen, sowie gute Fortschritte in diversen Techniken der komplizierten Disziplinen. Dazu gehört Rike Lunk (U18, LK Weiche), die im Hochsprung hochklassige 1.60m meisterte. Auch Mia Paul (W13, LK Weiche) und Elijah Rossow (M14, LK Weiche) steigerten sich im Hochsprung. Paul schob die persönliche Leistungsgrenze um 10cm auf 1,28m. Rossow kam seine alte Stärke auf 4cm heran, er meisterte 1,56m. Mit dem Speer überzeugte Asta Termansen (W13, LK Weiche) mit 24,35m. Große Freude zeigte sie mit übersprungenen 1,50m im Stabhochsprung. Mutig stellte sich auch Werferin Linn Nebbe (U23, LK Weiche) der Herausforderung Zehnkampf. Sie punktete natürlich vor allem im Wurfbereich mit 10,90m mit der 4kg-Kugel (589 Punkte) und 32,52m mit dem Diskus (510 Punkte). Die stärkste Leistung mit der Kugel gelang Juliana Joao (U18, LK Weiche). Sie stieß das 3kg schwere Gerät auf 11,42m (623 Punkte). Auch über 100m war Joao die beste weibliche Teilnehmerin. In 13,16s (742 Punkte) kam die Sprinterin, die diese Saison mit Beugerproblemen zu kämpfen hatte, nahe an ihr Bestleistung aus 2018 heran. Hohe Punktzahlen erreichten über 100m auch Tom Detzkeit (M13, LK Weiche) in 13,22s, Robin Förster (U20, LK Weiche) in 12,56s, Kasimir Kehrer (M15, LK Weiche) in 12,89s, Esme Lempelius (W13, LK Weiche) in 14,52s und Guilherme Oswald (M14, LK Weiche) in 12,30s. Im Weitsprung erzielte Oswald mit 5,24m zudem die größte Weite der Flensburger Jedermannzehnkämpfer. Die schnellste Flensburgerin über 400m war Johanna Fanselau (W15, LK Weiche), die nach 66,55s über die Ziellinie lief. Mit einem starken Lauf über 1500m rundete Thorge Cordes (M14, LK Weiche) in 5:25,86 Min. den Zehnkampf erfolgreich ab. (jdr)







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Leichtathletik

Formtest unter Wettkampfbedingungen

Davon können andere Sportarten aktuell nur träumen: Der LK Weiche Flensburg konnte einen Formtest unter Wettbewerbsbedingungen absolvierten. Athleten und auch Kampfrichter zeigten sich dabei in guter Verfassung.

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Daumen noch oben für den Formtest. Foto: Privat

Da Wettkämpfe weiterhin verboten sind, absolvierten die Leichtathleten vom LK Weiche Flensburg einen Formtest unter Wettbewerbsbedingungen. Natürlich in blaugelben Trikots und mit korrekter Weiten- und Zeitenmessung durch ausgebildete Kampfrichter. Einzig die Ergebnisse blieben inoffiziell und werden nicht in den Bestenlisten geführt, denn am Ende war es dann offiziell doch nur ein Training. Dieses zeigte aber, dass sich die Athleten in der Corona-Zwangspause auch selbstständig sehr gut fit gehalten haben und so kamen erstaunliche Zeiten und Weiten zusammen.

Erhebliche Leistungsentwicklung im Sprint

Als Sprintwettkampf wurden 30m fliegend gelaufen. „Fliegend“ bedeutet, dass die Athleten vorher 20 Meter beschleunigen und 30m mit maximaler Geschwindigkeit dann gemessen werden. Zudem kamen für die Athleten aller Altersklassen im Diskus, Speer und Kugelstoßen sowie im Weitsprung Formtests hinzu.
Alles unter Ausschluss von Zuschauern, in 5er Gruppen und mit viel Abstand, was aber in der Leichtathletik überhaupt kein Problem darstellt.

Impressionen vom Formtest

Gerade im Sprint zeigten sich erhebliche Leistungsentwicklungen bei den 25 Athleten. Schnellste elektronische Zeit war die von Ben Heyer(M18), der gleichzeitig auch im Weitsprung mit 6,11m gute Ergebnisse aufweisen konnte. Auch in den Würfen standen gleich im ersten Formtest sogar neue persönliche Bestleistungen an. Loke Sommer (U16) steigerte sich mit dem Diskus auf sehr starke 42,63m in einer ganz stabilen Serie und auch Friderike Limberg (U18) konnte alle Würfe im Bereich ihrer Bestleistung platzieren. Der beste landete bei 33,82m.

LK-Neuzugang Florian Walther überzeugt

Im Speerwurf konnte LG-Neuzugang Florian Walther (M) mit dem 800g-Speer aus lockeren 5 Schritten auf 54,57m befördern. Auch Anton Temme startete gleich 47,12m im ersten Formtest.

Für die Nachwuchsathleten wurde seit dem Winter von den Wurf-Trainern Morten Zern und Florian Walther zudem gezielt Training gegeben. Die Ergebnisse beim Formtest ließen sich sehen:
Esme Lempelius (W14) warf den Speer auf 25,85m, Friedrich von Gyldenfeldt (M12) auf stolze 22,32m. Im Diskus knackten Tjark Schult und Michel Köhn (beide M13) erstmalig die 20m-Marke und im Kugelstoß stieß Jorge Reitz (M12) die 3kg Kugel auf 10,10m.

“Ein gelungener Schritt nach vorne”

Trainer Jan Dreier zog ein positives Fazit des besonderen Trainings: “Insgesamt ist es ein gelungener Schritt nach vorne. Durch das viele Einzeltraining muss weiter an der Technik gearbeitet werden, was sich vor allem im Weitsprung zeigte. Die Umsetzung so eines Formtests erwies sich als guter Zwischenschritt hin zu der Zeit, wenn Wettkämpfe wieder erlaubt sind. Auch die hohen Anforderungen an Hygiene und Abstand konnten problemlos durch die Kampfrichter realisiert werden.” (jdr/tns)







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Football

LK Weiche und Flensburg Sealords bündeln Kräfte

Die beiden Sportarten Leichtathletik und Football rücken eng zusammen und profitieren beide erheblich von der neuen Kooperation.

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Dennis Jansson von den Flensburg Sealords zusammen mit Anton Temme vom LK Weiche. Foto: Jan Dreier

Der Startschuss für den gemeinsamen Weg fiel am Mittwochabend. Auf der Sportanlage des PSV Flensburg startete das erste Athletik- und Sprinttraining für die schweren Jungs der D-Line und O-Line. Neben einer Sprint- und Laufschule wurden auch grundlegende athletische Übungen geschult, die für das Gesamtsystem des Athleten Voraussetzung sind. Gerade im Football benötigen die Jungs eine besonders gute Physis.

“Die Technik des Sprints ist wesentlich komplexer”

Mit dem Trainerteam um Anton Temme und Jan Dreier stehen gleich mehrere vollausgebildete Sprint- und Athletiktrainer für die Footballer zur Verfügung. „Fitness kann jeder – aber Sprint und Athletiktraining ist mehr als nur irgendwelche Reize zu setzen. Die Technik des Sprints ist wesentlich komplexer, als die meisten glauben. Hier geht es um Leichtigkeit, Ökonomie und vor allem auch Gesundheitsaspekte.“ Beschleunigung und Schnelligkeit sind in den Spielsportarten ein wesentliches Kriterium, wenn es in den Leistungsbereich geht. Die Anforderungen der jeweiligen Sportart und hier auch der verschiedenen Positionen sind leicht abzuleiten, da Anton Temme auch gleichzeitig ein begeisterter Football-Fan ist.

“Win-Win-Situation”

Die andere Seite der Kooperation gab es sogar in früheren Zeiten schon einmal. So starteten auch Footballer in den Teamwertungen der Leichtathleten, wie z.B. Thiadric Hansen, der als Allrounder im Sprint auch auf sich aufmerksam machen konnte. Soweit es die Spiele zulassen, können dann die Teams der Leichtathleten bei Staffeln oder anderen Wettbewerben ergänzt werden. Die Akteure der Kooperation kennen sich aus früheren Zeiten. Einerseits aus den Jahren, als die Footballer noch im Flensburger Stadion trainierten, , aber auch aus der Trainerausbildung des SV Flensburg. Andere Trainer trainierten auch schon beim LK Weiche als Athlet. „Wir freuen uns sehr über diese Win-Win-Situation“ freute sich der neue Head Coach Volker Leder (wir berichteten).

“Die alte Bande wieder aufleben lassen”

„Mir liegt sehr viel daran, den Sportlern auch neue Impulse von anderen Sportarten zu bieten, denn damit macht man nicht nur das eigene Training abwechslungsreicher und interessanter, sondern man kann auch mal über den Tellerrand hinausschauen. Gerade der Bereich der Athletik entwickelt sich so rasant weiter, gefühlt gibt es jeden Tag neue Erkenntnisse. Und hier ist es schwer, die Übersicht zu behalten, gerade wenn man noch unter Zeitdruck einer Saison trainieren muss. Deswegen bin ich so dankbar, dass wir schon seit vielen Jahren einen regen Austausch zu den Leichtathleten um Jan Dreier pflegen und nun auch die Zeit haben, mal wirklich etwas für die gesamtsportliche Entwicklung und Förderung der Spieler zu machen. Auch freut es mich, die alte Bande wieder aufleben zu lassen.“ (jdr)







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