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Flensburg macht sich auf den Weg als landesweites Modellprojekt-SPORT

Flensburg – Die Augen der schleswig-holsteinischen Sportwelt blickten Anfang dieser Woche ins Kieler Innenministerium, wo die landesweiten ausgewählten Modellprojekte-SPORT aus den 27 eingegangenen Bewerbungen durch Hausherrin und Ministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack vorgestellt wurden. Unter diesen fand sich auch die einzigartige Sammelbewerbung des Sportverbandes Flensburg e.V.. Diese ist nun neben sechs weiteren Modellstandorten vorgesehen, um zu eruieren, inwieweit bedachte Öffnungsschritte vorgenommen werden können, die sich auch zukünftig in der Breite anwenden lassen.
Die Sportvereinslandschaft der Fördestadt verlor zum Jahreswechsel über 1.300 Mitglieder mutmaßlich im Zusammenhang mit der andauernden Coronapandemie. Mit knapp 6,3 Prozent Mitgliederschwund stellt der organisierte Sport Flensburgs den drittgrößten Schwund unter allen Kreisen und kreisfreien Städten im Land dar. „Der Flensburger Sport erhält eine Perspektive für seine Fort-Existenz als Bewegungs- und Sozialraum.“, so Oberbürgermeisterin Simone Lange, die das Modellprojekt-SPORT intensiv begleitet. „Aufgrund unserer Infrastruktur sowie personellen Ressourcen als auch der engen Zusammenarbeit mit der Stadt Flensburg und der Abteilung Sportwissenschaft der Europa-Universität Flensburg können wir diese Schritte gehen.“, ergänzt der Vorsitzende des Sportverbandes Ingo Dewald.

Die kooperative Bewerbung aus Sport, Stadt und Wissenschaft stellt umfassende Hygiene- und Schutzkonzepte in Abhängigkeit der jeweiligen Sportstätten und Sportarten sicher. Weitere Kriterien des Modells sind u.a. der Nachweis eines aktuellen negativen Testergebnisses zur Teilhabe am Sportbetrieb als auch die Rückkopplung zum örtlichen Gesundheitsdienst. Ebenso ist die Entwicklung des lokalen Infektionsgeschehens von besonderer Bedeutung. Im Rahmen der wissenschaftlichen Evaluation durch den leitenden Prof. Dr. Jürgen Schwier der Abteilung Sportwissenschaft werden additiv die Sport- und Bewegungsaktivitäten der teilnehmenden erfasst.

“So schnell wie möglich wieder ganz Flensburg bewegen”

Mit dem Dartsport-Verein Flensburg, dem Flensburger Tanzclub und dem TSB Flensburg haben sich drei Sportvereine hervorgetan, die ein möglichst breites Spektrum von Hallensportarten repräsentieren. Der Vorstand des Sportverbandes hätte größere Resonanz auf das Interessensbekundungsverfahren begrüßt, allerdings sei ihm auch bewusst, dass hier große Aufwände in wenig Zeit zu realisieren sind.
„Für alle Beteiligten ist dieses Modellvorhaben eine ungewohnte Situation, die wir nur im solidarischen Miteinander bestreiten können. Unser Ziel ist es auf diesen modellhaften kleineren Kreis aufzubauen, um so schnell wie möglich wieder ganz Flensburg bewegen zu können.“, resümierte Dewald. (Sportverband Flensburg)

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