Do, 9. Dezember 2021

Vor Gipfeltreffen gegen Gummersbach

HSVH-Kantersieg in Konstanz

Nochmal lesen

Konstanz – Überraschendes ereignete sich am Freitagabend, 26. Februar, in Süddeutschland. Im Rahmen des 21. Spieltages der Zweiten Handball-Bundesliga verlor der stolze VfL Gummersbach mit 25:32 beim Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck. Das Team aus dem Münchener Vorort verbesserte damit nicht nur seine Chancen auf den Klassenerhalt, sondern es leistete auch wertvolle Schützenhilfe für den HSV Hamburg. Der Spitzenreiter wurde nämlich zeitgleich seiner Favoritenstellung im Gastspiel bei der HSG Konstanz gerecht und feierte beim Drittletzten einen 40:29-Kantersieg.

In ihrem ersten Auswärts-Auftritt im Jahr 2021 und nach der Weltmeisterschaftspause hatten die Hanseaten das Geschehen von Beginn an im Griff. Ohne Jan Forstbauer, der im Training einen Hexenschuss erlitten und die Reise gen Bodensee nicht mit angetreten hatte, gerieten die Gäste in der Schänzle-Sporthalle allerdings zunächst in Rückstand. So stand es aus HSVH-Sicht 1:2 (3. Minute), 2:3 (4.) und 3:5 (6.). Dann traf Jannik Hausmann zum 4:5 (6.) und nach einem Ballgewinn durch Leif Tissier egalisierte Philipp Bauer zum 5:5 (8.). Eine Parade von HSVH-Keeper Jens Vortmann leitete danach den ersten und einzigen Führungswechsel der Partie ein, als Thies Bergemann die Hamburger mit 6:5 in Front brachte (8.).

In der Folge riss der Tabellenführer das Spiel mehr und mehr an sich. Vier weitere Paraden von Vortmann innerhalb von vier Minuten (9., 10., 11., 12.), Niklas Wellers Treffer zum 7:5 (9.) und 8:5 (10.) sowie Tobias Schimmelbauers Tor zum 9:5 (13.) brachten den ersten Vier-Tore-Vorsprung. Beim 10:7 (15.) und 12:9 (18.) aus HSV-Sicht kamen die Hausherren noch zweimal auf drei Treffer heran – doch Tissier (13:9/21.) sowie zweimal Dominik Axmann zum 14:9 (23.) und 15:9 (25.) bremsten den Gegner aus.

Bitter für die Konstanzer, die ohnehin schon auf ihren verletzten Stammkeeper Michael Haßferter verzichten mussten, war, dass sich auch noch ihr junger Torhüter Moritz Ebert verletzte: Nach einer Viertelstunde musste er gestützt auf Mannschaftsarzt Dr. Tobias Payer und Betreuer Dr. Thomas Binninger nach langer Behandlungspause vom Spielfeld geleitet werden – es besteht der Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Er wurde im HSG-Gehäuse vom ebenfalls angeschlagenen Maximilian Wolf ersetzt.

Als die Partie fortgesetzt wurde, hielten die Norddeutschen den Vorsprung von sechs Toren zunächst beim 17:11 (27.) und 18:12 (28.), ehe Axmann in der Schlussminute der ersten Halbzeit auf 19:12 erhöhte. Mit dem Ertönen der Pausensirene hielt Vortmann noch einen Freiwurf – und den zweiten Durchgang eröffnete er ebenfalls mit einer Parade (32.), woraufhin im Gegenzug Bauer (20:12/32.) sowie in der Folge Weller (21:12/33.) das Polster weiter ausbauten.

Die Konstanzer fanden im zweiten Durchgang kein Mittel mehr, um den Favoriten in Bedrängnis zu bringen. In der 36. Minute sorgte Thies Bergemann beim 23:13 für die erste Zehn-Tore-Führung. Schimmelbauer (14:13/37.) und Axmann (26:14/38.) ließen den Vorsprung sogar auf zwölf Treffer anwachsen, ehe HSVH-Trainer Torsten Jansen in der Folge allen Spielern Einsatzzeit gewährte. Erfreulich: Auch mit der komplett neuen Formation um Jonas Maier, Jan Kleineidam, Finn Wullenweber, Thore Feit, Dominik Vogt und Jonas Gertges gab es im Spiel der Hanseaten keinen Bruch.

So stand Wullenweber am Ende rund 20 Minuten lang auf dem Parkett und steuerte vier Treffer bei; Vogt und Feit bildeten in der letzten Viertelstunde den Mittelblock des HSVH. Bis zum Ende blieb der Vorsprung durchgehend zweistellig und Kleineidam erzielte das zwischenzeitliche 37:24 (54.), das die Gäste sogar mit 13 Toren nach vorne brachte. In der Schlussminute war es Jannik Hausmann, der mit dem 40:29-Endstand sogar noch die magische 40-Tore-Marke knackte.

Mit ihrem 13. ungeschlagenen Spiel in Folge und der gleichzeitigen Gummersbacher Niederlage untermauerten die Hamburger ihre Tabellenführung: Die Oberbergischen haben als Rang-Zweiter zwar eine Partie weniger, dafür nun aber auch eine Niederlage mehr auf ihrem Konto. Am Mittwoch, 3. April kommt es in der Sporthalle Hamburg um 20 Uhr zum Topspiel zwischen den beiden zurzeit heißesten Aufstiegsanwärtern. (kw)

Statistik zum Spiel

HSG Konstanz: M. Wolf, Ebert – T. Wolf (11), Volz (4), Maier-Hasselmann (3), Dangers, Beckmann, Dangers, Knezevic, Schlaich (je 2), Braun, Jud, Stotz (je 1), Czako, Hild, Jaeger, Krüger.

HSV Hamburg: Vortmann (7 Paraden), Maier (1) – Weller (7 Tore), Bergemann (6), Axmann (5), Hausmann, Schimmelbauer, Wullenweber, (je 4), Bauer, Tissier (je 3), Kleineidam (2), Feit, Gertges (je 1), Vogt, Fick.

- Advertisement -
- Advertisement -

Aktuell

Are you sure want to unlock this post?
Unlock left : 0
Are you sure want to cancel subscription?