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Leichtathletik

Landesmeisterschaft Senioren in Flensburg: Gastgeber sammeln fleißig Medaillen

Bestes Wetter gab es zum Auftakt der Landesmeisterschaftssaison der Senioren in Flensburg. 24 Medaillen wurden gesammelt. Dabei begeisterte der zweifache Weltmeister Ralf Mordhorst genauso wie LK Weiche Chef Jan Dreier, der nach drei Jahren Zwangspause erstmals wieder beim Weitsprung am Start war. In der M70-Klasse feierte Horst Otte sein Comeback.

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Nach drei Jahren Zwangspause: Jan Dreier bei seinem Weitsprung-Comeback. Foto: Arne Metzger

Beste Bedingungen herrschten am Sonntag im Flensburger Stadion zur Landesmeisterschaft der Senioren. Glich der Sprintpokal am Feiertag noch eher einer Wasserschlacht, gab es Sonne satt für die Athleten ab 30 Jahren.

Die stärkste Leistung des Tages gelang dem zweifachen Weltmeister Ralf Mordhorst (M45) im Diskus mit beeindruckenden 52,19m, nachdem er zuvor im Kugelstoßen schon mit 14,85m auf sich aufmerksam gemacht hatte. Da staunte auch sein kleiner Fan Paul Stuhm, der direkt ein Foto mit seinem Vorbild ergattern konnte.

Flensburger sammeln 24 Medaillen

Zum Beginn der Landesmeisterschaftssaison gewinnen zehn Flensburger Seniorenleichtathleten ab 30 Jahren gemeinsam gleich 24 Medaillen in diversen Disziplinen – davon sind sie 12 Mal auf dem Goldrang vertreten.
Bei bestem Leichtathletikwetter traten Flensburger Athleten zum Teil in mehreren Disziplinen an, um ihre Form zu testen, sich für die Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren oder um einen Zehnkampf vorzubereiten. In häufig kleinen Feldern setzten sich die gelb-blauen erfreulich oft durch.

Impressionen der Landesmeisterschaft

Gleich drei Athleten strahlten dreimal von ganz oben vom Podest: Kirsten Sellmer (W50, SV Adelby) gewann ihre Rennen über 400m (73,80s), 800m (2:40,18min) und 5000m (21:09,93min) jeweils mit Zeiten nahe der persönlichen Bestleistung und deutlich unter den geforderten DM-Normen.
André Marquardt (M30, LK Weiche) siegte über 100m (12,59s), 200m (25,71s) und im Weitsprung (5,32m) jeweils konkurrenzlos. In der Zehnkampfvorbereitung hat der Superhero Germany-Teilnehmer aber noch einiges zu tun, um an alte Stärken anknüpfen zu können.
Ebenfalls dreimal auf dem ersten Rang kam Jens Babig (M40, LK Weiche): Über 100m (12,13s) und im Hochsprung (1,59m) erzielte er Saisonbestleistungen mit viel Potenzial für Steigerungen. Über 200m setzte er sich in einer Zeit von 24,67s mit einer starken Leistungsverbesserung souverän durch. Silber holte der Marinesoldat zudem im Weitsprung (5,42m) und Bronze mit dem Speer (24,19m). In diesen Disziplinen derselben Altersklasse gewann jeweils Vereinskamerad und Trainer Jan Dreier (M40, LK Weiche). Der Macher der Flensburger Leichtathletik kämpft sich weiter nach muskulären Problemen in den Wettkampfsport zurück und zeigte sich mit Sprüngen auf 5,78m stark verbessert. Auch Im Speerwurf gewann er mit mehreren Würfen über 36m in seiner Altersklasse. Mit weiteren drei Silbermedaillen über 100m (12,74s), im Diskuswurf (32,71m) und Kugelstoßen (9,27m) bereitet er sich auf einen Zehnkampf im August vor.

Ausrichtung im Stadion ein Problem

Zwei weitere Goldmedaillen steuerte Ruth Kutzweg-Otte (W65, LK Weiche) auf ihrem Weg zur Deutschen Meisterschaft bei. Im Kugelstoßen (8,10m) und Diskuswurf (23,16m) setzte sie sich souverän durch und bereitete den Weg zu den Norddeutschen Meisterschaften in zwei Wochen. Zwei Medaillen gewann auch ihre Tochter Grietje Kurtzweg (W35, LK Weiche) im Diskuswurf (14,99m, Silber) und Kugelstoßen (6,48m, Bronze). Silber ging an Jens Reinhardt (M35, LK Weiche) über 100m, sowie Peter Ketelsen (M65, Weiche), der doppelt über 800m (3:30,16min) und im Weitsprung (3,48m) Silber gewann. Zudem freute er sich über Bronze über 200m. Erstmals seit Jahren startete der ehemalige 100m-Sprinter Horst Otte (M70, LK Weiche) bei Landesmeisterschaften, im Diskuswurf gelang ihm mit Platz vier die beste Platzierung mit 19,91m bei seinem Comeback.

 

Die Flensburger Gastgeber hatten erhebliche Probleme bei der Ausrichtung der Meisterschaft, nachdem der Diskuskäfig im Flensburger Stadion nicht rechtzeitig fertig gebaut wurde und kurzfristig der gesamte Zeitplan neu erstellt werden musste. Es kam zu Verzögerungen und teils zur Absage der bereits angemeldeten Sportler aus den drei Bundesländern.





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