Noch Luft nach oben

Loke Sommer auf Rang sechs bei den Deutschen Meisterschaften

veröffentlicht am

Er hatte sich mehr erhofft, dennoch war der sechste Platz von Loke Sommer bei der Mehrkampf-DM in Frankfurt aller Ehren wert. 

Frankfurt – Bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Frankfurt ging es für Loke Sommer um eine Standortbestimmung. Diese begann vielversprechend mit einer neuen Bestleistung über die 60m-Distanz in 7,20sec. Im anschließenden Weitsprung verbesserte er sich von Sprung zu Sprung auf 6,50m. Der dritte Anlauf passte perfekt, leider sprang Loke leicht überhastet ab und ließ wichtige Zentimeter liegen, was ihn selbst auch ärgerte. Im nachfolgenden Kugelstoßen blieb Loke mit 12,44m weit hinter seinen eigenen Erwartungen. Dieses konnte er mental nicht abschütteln und ging verunsichert in den abschließenden Hochsprungwettbewerb. Das Einspringen verlief chaotisch. Im Wettbewerb fing sich der erfahrene Mehrkämpfer dann mental wieder, übersprang in einer stabilen Serie 1,77m und blieb dennoch wieder hinter seinen Fähigkeiten.

Weiterer Tiefschlag am zweiten Tag

Am zweiten Tag ging es mit den 60m-Hürden an eine Disziplin, die sich im Training und auch den vorbereitenden Wettkämpfen erheblich verbessert hatte. Auch die Erwärmung verlief optimal. Nach dem Startschuss kam Loke auf den ersten beiden Schritten nicht vorwärts und somit traf die erste Hürde nicht optimal, was sich dann von Hürde zu Hürde summierte. Er lief in 8,50sec über die Ziellinie und war zurecht unzufrieden bis frustriert über dieses Ergebnis.

Starker Lauf über 1000-Meter

Nach dem Tiefschlag verlief der Stabhochsprung mit 3,80m stabil. Technisch gab es große Fortschritte und nur die letzte Nuance fehlte, um einen großen Sprung nach vorne zu machen. Über die 1000m lief Loke die stärkste Zeit des gesamten Feldes in 2:45min und arbeitete sich auf den sechsten Rang mit 4980 Punkten noch einmal vor.

Der mitgereiste Trainer Jan Dreier relativierte die empfundene Misere: „Es ist vieles nicht optimal gelaufen, was auch mal dazu gehört. Für „schlecht gelaufen“ ist der sechste Platz in Deutschland dann doch immer noch ein hohes Niveau, wenn man diesen starken Jahrgang betrachtet. Da ist sehr viel Luft nach oben, wenn man die Nerven behält, die konditionelle Form und auch die Technik sind da.“ (jdr)






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