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nospa Spieltags Talk

“Wir müssen trotz des Erfolges immer darauf achten, wo wir herkommen” – Jonas Heider im “nospa Spieltags Talk”

In diesem Sommer wechselte Jonas Heider von IF Stjernen Flensborg zum TSV Nord Harrislee. Wie es ihm beim TSV Nord gefällt, welche Ziele die Mannschaft verfolgt und welche Mannschaft er die besten Chancen für den Aufstieg ausrechnet, erfahrt ihr im “nospa Spieltags Talk”.

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Jonas Heider, TSV Nord Harrislee
Jonas Heider hat beim TSV Nord Harrislee eine neue Heimat gefunden. Foto: SPEEDPhotos.de

Jonas Heider hat in seiner Karriere schon einige Stationen hinter sich. So spielte er u.a. schon in Rendsburg, Husum und Jübek, bevor er 2014 nach Flensburg kam. Hier spielte er beim ETSV Weiche, Flensburg 08, später dann in der Oberliga-Mannschaft vom SC Weiche Flensburg 08 und IF Stjernen Flensborg. In diesem Sommer wechselte er zum TSV Nord Harrislee. Warum er erneut wechselte, wie es ihm in Harrislee gefällt, welche Ziele er mit der Mannschaft verfolgt und welches Team sein Meisterschafts-Favorit ist, verrät er uns im “nospa Spieltags Talk”.


Vier Spiele, vier Siege. Der TSV Nord Harrislee schwimmt im Moment auf einer Welle des Erfolges. Jetzt habt ihr im Top-Spiel auch gegen Slesvig IF einen Sieg geholt. Wie hast du dieses Spiel gesehen?

Das Spiel war meiner Ansicht nach sehr von Taktik geprägt. Niemand wollte irgendwie einen Fehler machen, weil dieser dann vermutlich Spielentscheidend gewesen wäre. Wir wussten um die Stärken von IF, haben uns vorbereitet und alles sehr gut umsetzen können. Schlussendlich hat die Mannschaft gewonnen, die die Konzentration bis zum Ende hochhalten konnte. Neben dem Platz ist es doch sehr unruhig gewesen, obwohl das Spiel an sich überhaupt keinen “unfairen” Verlauf genommen hat. Ein wenig leid tat mir dann noch das frühe ausscheiden von Ceddy Nielsen, gute Besserung auf diesem Wege.

Du bist im Sommer von IF Stjernen zu Nord Harrislee gewechselt. Hättest du vor dem ersten Spiel mit diesen Ergebnissen gerechnet? Wir erinnern uns, in den Spielzeiten zuvor war der TSV Nord immer nur haarscharf am Abstieg vorbei geschrammt.

Nach meinen ersten Einheiten und bis zum heutigen Tage habe ich mich immer wieder gefragt, wie diese Mannschaft fast abgestiegen wäre? Die letzte Saison ist aber komplett abgeharkt, auch in den Köpfen der Jungs, deswegen wundern mich die Ergebnisse auch nicht. Ich gönne es den Jungs vom ganzen Herzen und man merkt auch die Erleichterung nach diesem Start.

Mit Jörg Rapp kam der Umschwung zum Ende der letzten Saison. Wie sind deine bisherigen Erfahrungen mit dem Trainer? Warum läuft es jetzt plötzlich so gut?

Einen Unterschied zu jetzt und letzter Saison kann ich nicht beurteilen, da ich letzte Saison überhaupt keine Einblicke bei Nord hatte. Was ich über die Trainer sagen kann ist, dass sie jeden Spieler nehmen wie er ist und dort dann versuchen das Maximum rauszuholen. Hier wird auch keinem der Kopf abgerissen, nur weil es dann Mal nicht so läuft. Es ist alles schön menschlich und das gefällt mir sehr gut.

Impressionen

Als nächstes kommt der TSV Rot-Weiß Niebüll zu euch. Was erwartest du von diesem Spiel, wird es der fünfte Sieg in Folge werden?

Wenn man ein wenig auf FuPa unterwegs ist, erkennt man einen kleinen Umbruch in Niebüll. Der Spielerstamm wird jünger, was nicht immer ein Nachteil mit sich bringen muss. Heutzutage kommen die Spieler schon sehr gut vorbereitet aus dem Jugendfussball, dazu sind Sie hungrig sich im Herrenfussball endlich beweisen zu können. Wenn wir jedoch unseren Fokus weiterhin beibehalten können, sind wir schwer zu schlagen und dann könnte es mit den nächsten drei Punkten auch in Niebüll klappen. Einfach wird kein Spiel!

“Die Mannschaft jetzt ist wirklich ein Traum für mich”

Mit der SG Nordau und DGF Flensborg sind zwei Vereine aus dem Flensburger Raum in die Verbandsliga aufgestiegen. Ich kann mir vorstellen, dass sich die Mannschaft speziell auf diese Derbys freut?

Derbys sind immer etwas ganz besonderes. Schon in der Trainingswoche geht es ordentlich zur Sache, zumindest war es vor dem Spiel gegen DGF so und man kann deutlich erkennen, wohin es uns gebracht hat. Ob das Derbyfeeling dann gegen Nordau auch so extrem ist, ich will es hoffen!

Mit dem TuS Rotenhof und Grün-Weiß Tolk gibt es zwei weitere Teams, die alle ihre Spiele gewinnen konnten. Rotenhof war letzte Saison schon dicht am Aufstieg dran. Welche Mannschaften sind deine Meisterschaftsfavoriten? Und wie siehst du eure Chancen dauerhaft da oben mitzumischen?

Wir müssen trotz des Erfolges immer darauf achten, wo wir herkommen. Unser Anspruch ist nicht der Aufstieg! Natürlich freuen wir uns trotzdem, wenn wir uns sehr lange oben halten können, jedoch werden auch wir Niederschläge hinnehmen müssen und dann wird man sehen, wo man wirklich steht. Als Favoriten sehe ich den TuS Rotenhof, welcher personell nochmal nachlegen konnte und somit mit dieser Rolle auch ganz gut leben kann.


Du warst bereits in relativ vielen Vereinen aktiv. Zuletzt hast du ein Jahr lang bei Stjernen gespielt, ihr habt den Klassenerhalt geschafft und gefeiert. Wie hast du die Zeit dort erlebt und was war der Grund für deinen erneuten Wechsel?

Ich danke dem Verein dafür, dass damals so um meine Freigabe gekämpft wurde und es schlussendlich dann auch geklappt hat mit dem Wechsel. Die Geschichte ist dann jedoch ganz schnell erzählt – es passte einfach nicht.

Die Saison ist zwar noch frisch, aber wie gefällt es dir bisher beim TSV Nord? Was unterscheidet den Verein z.B. von Stjernen und Weiche, wo du zuvor aktiv warst? Welche Ziele hast du mit der Mannschaft?

Der Unterschied dieser Vereine liegt wohl grundsätzlich an der Professionalität der Spieler/Trainer/Umfeld und den Vorstellungen, wie welches Ziel erreicht werden soll. Wobei ich da zwischen Landes- und Verbandsliga keinen Unterschied ausmachen kann. In Weiche ist es möglich etwas Geld in die Hand zu nehmen, was in dieser Liga auch ein “MUSS” ist. In den anderen Vereinen ist es dann schon sehr familiär, überall wird selbst mit angepackt. Die Gegebenheiten sind überall unterschiedlich und das macht dann einen Verein für einen Spieler entweder attraktiv oder nicht.

Die Mannschaft jetzt ist wirklich ein Traum für mich. Ich hatte wirklich eine sehr lange Zeit nicht mehr so einen Spaß an diesem Sport. Die Jungs haben mich sehr herzlich aufgenommen, bisher kann ich also nichts negatives berichten, außer das ich mich des öfteren schon bei meiner Frau entschuldigen musste, da ich dann doch noch mit in der Stadt gelandet bin nach einem gewonnen Spiel.





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