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Jörnis Welt

Ein Double derbesonderen Art

Nach 2004 feiert der Norden wieder zwei deutsche Meisterschaften im Handball. Starke A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt nach Krimi Deutscher Meister.

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Thema: SG Flensburg-Handewitt: Ein Double der besonderen Art

Er ist Flensburgs wandelndes Sportlexikon. Sportjournalist Jörn Saemann teilt exklusiv im TNS Sports Magazin Flensburg seine kuriosesten und lustigsten Erlebnisse und Erinnerungen.


Die SG Flensburg-Handewitt ist im ganz hohen Norden das Aushängeschild im Mannschaftssport. Der 1990 gegründete Club, der zuvor als die beiden Vereine SG Weiche-Handewitt und TSB Flensburg im Amateurstatus für Furore in der ersten und zweiten Handballbundesliga sorgte, hat sich spätestens seit der ersten Europapokalteilnahme zu einem Topclub auf unserem Kontinent entwickelt. Dabei wird aber auch Wert auf eine sehr gute Ausbildung von jugendlichen Handballern gelegt. Nach 2004, als die B-Jugend und die Herrenmannschaft die erstmalige deutsche Meisterschaft feierten, gab es im Juni diesen Jahres erneut ein Double der besonderen Art. Denn die A-Jugend der SG wurde ebenso deutscher Meister, wie das Herren-Team, das damit ihren im Juni 2018 errungenen Titel erfolgreich verteidigte.

Die A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt feiert die Meisterschaft. Foto: SPEEDPhotos.de

Die A-Junioren durften sich dabei über den erstmaligen Triumph in ihrer Altersklasse freuen. Dabei verwiesen sie die hoch favorisierten Füchse Berlin in der regulären Saison in der Bundesliga Nord als Staffelmeister auf den zweiten Tabellenplatz. Im Halbfinale ging es gegen ein weiteres Bundesliganachwuchsteam, die mjSG Melsungen/Körle/Guxhagen. Dort setze sich die Mannschaft von Michael Jacobsen in zwei Partien souverän durch und zog in das Finale ein. Dort war der Club des letztjährigen Herrenrivalen im Kampf um die deutsche Meisterschaft, die Rhein Neckar Löwen, der Gegener. Und so eng wie das Bundesligatitelrennen 2018 zuging, war auch die diesjährige A-Jugend Meisterschaft. Nach der 29:35 Hinspielniederlage in Kronau, feierte die SG Flensburg-Handewitt am Samstag, 1. Juni, nach einem wahren Handballkrimi im Rückspiel, einen hochverdienten 29:23 Heimsieg in der Handewitter Wikinghalle und so die deutsche Meisterschaft. Aufgrund der mehr erzielten Auswärtstore, bejubelten die Spieler, Verantwortlichen und 900 Zuschauer den Triumph in der „Hölle Nord“. „Ein Dank gilt den Zuschauern. Sie haben dazu beigetragen, dass es so gelaufen ist“, strahlte der dänische Trainer nach dem Spiel und lobte die außergewöhnliche Stimmung, in der toll besetzten Wikinghalle. „Das war die Hölle Nord“, so Jacobsen. „Wir können es noch gar nicht fassen. Die Halle war heute überragend“, strahlte SG-Spielmacher Jörn Persson nach dem Spiel über das ganze Gesicht.

 

Nur acht Tage später machten sich die Champions auf den Weg nach Düsseldorf, um ihrer Männermannschaft im letzten Saisonspiel der DKB-Handballbundesliga beim Bergischen HC den Rücken für eine erfolgreiche Titelverteidigung im Kampf um die deutsche Meisterschaft zu stärken. Das Vorhaben klappte und so feierte die SG Flensburg-Handewitt im Jahr 2019 das Double der besonderen Art. (jös)





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