Connect with us

Fußball

“Mit dem Herz in der Hand”: Last-Second-Treffer von Rune Möller lässt IF Stjernen Flensborg jubeln

Nach 0:2 Rückstand kam IF Stjernen Flensborg im Flutlicht-Spiel gegen den TSV Nordmark Satrup spektakulär zurück und erkämpfte sich vor toller Kulisse in den letzten Minuten noch einen wertvollen Punktgewinn.

Veröffentlicht

am

Rune Möller
Mit dem Schlusspfiff erzielte Rune Möller den umjubelten Ausgleich. Archiv-Foto: SPEEDPhotos.de

Beim Heimspieldebüt von Trainer Malte Köster zeigte die junge Stjernen-Mannschaft wie schon letzte Woche tolle Moral und holte erneut einen 0:2 Rückstand auf. Die knapp 150 Zuschauer sahen auf dem Kunstrasenplatz im Engelsby-Centret unter Flutlicht ein packendes Spiel.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Satrup. Bereits nach 120 Sekunden klingelte es im Gehäuse von Stjernen. Eine Flanke von links verwandelte Luca Petersen zur Führung für die Gäste. Kurz darauf die nächste Chance für den TSV Nordmark Satrup, der Versuch von Lasse Petersen ging aber knapp am Tor vorbei. Nach einer Viertelstunde dann die Chance für Stjernen zum Ausgleich, doch Marvin Hems scheiterte am Lattenkreuz. In der Folgezeit ist es aber wieder Satrup, die die gefährlicheren Chancen vorweisen können. So ist die knappe 1:0 Halbzeitführung für die Gäste absolut verdient und hätte durchaus höher ausfallen können.

Spektakuläre Schlussphase lässt Stjernen jubeln

Die zweite Hälfte nimmt zehn Minuten nach Wiederanpfiff an Fahrt auf, zunächst vergibt Rune Möller für Stjernen die Chance zum Ausgleich, kurz darauf verpasst Luca Petersen die Satruper Führung auszubauen. Danach stand IF-Schlussmann Rico Nommensen erstmals im Fokus, der mit einer starken Parade ein weiteres Gegentor verhinderte. Eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit war erneut Luca Petersen zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Vorentscheidung oder kommt Stjernen wie gegen Rantrum nochmal zurück fragten sich die Zuschauer am Spielfeldrand. Und tatsächlich, Stjernen kam in einer turbulenten sowie spektakulären Schlussphase zurück. In der 83. Spielminute traf Charbel M Kponou nach Zuspiel von Nick Falke zum 1:2 Anschluss aus Sicht der Stjerne. In der 90. Minute dann große Aufregung. Nach einem Standard von Sebastian Wirth erzielte IF-Schlussmann Rico Nommensen den Ausgleichstreffer. Riesenjubel bei Stjernen. Doch der Linienrichter hebt die Fahne, sah Benjamin Franz im Abseits. Doch Stjernen kommt ein weiteres Mal zurück. M Kponou bedient in der Nachspielzeit Rune Möller und der trifft in letzter Sekunde  zum 2:2 Ausgleich. Großer Jubel bei Stjernen, Ernüchterung bei den Gästen aus Satrup, die mit einer gefühlten Niederlage die Heimreise antreten mussten.

“Herz in die Hand genommen”

Große Erleichterung auch bei IF-Interimscoach Ulf Graef, der weiterhin an der Seite von Malte Köster zunächst die Geschicke der Mannschaft leitet: “Zum Anfang haben wir uns überraschen lassen, aber nach einer Umstellung wieder mehr Stabilität erhalten. In der zweiten Halbzeit haben die Jungs abermals ihr Herz in die Hand genommen. Dennoch haben wir das zweite Gegentor erhalten, was eigentlich, gemessen an dem Zeitpunkt, eine Vorentscheidung ist. Aber zurzeit nicht mit uns. Unglaublich wie die Mannschaft dennoch weiter marschiert ist und sich erneut (wenigstens) mit einen Punkt belohnt hat. Ich freue mich sehr für die Jungs und wünsche mir für sie, dass sie diese Leidenschaft auch in den kommenden Spielen behält, um auch mal wieder einen Sieg einzufahren.” Die nächste Möglichkeit auf drei Punkte gibt es bereits am Freitag beim Gettorfer SC, wenn das nächste Flutlichtspiel für Stjernen auf dem Programm steht.





Advertisement

Buntes

Corona-Situation in Down Under: So ergeht es Stjernens Leon Schweim in Australien

Er macht das Beste aus seiner Situation: Stjernens Leon Schweim befindet sich derzeit in Australien. Eigentlich wollte er für einige Monate mit einem Freund durch das Land reisen. Der Corona-Virus machte dem Verteidiger aber einen Strich durch die Rechnung und stellte sämtliche Pläne auf den Kopf. Uns hat er berichtet, wie er mit der aktuellen Situation umgeht und was er jetzt in “Down Under” macht.

Veröffentlicht

am

Leon Schweim
Leon Schweim befindet sich derzeit in Australien. Fotos: TNS Sports / Privat

Eigentlich wollte Leon Schweim vor dem Eintritt ins Berufsleben noch einmal unbeschwert mit einem Freund durch Australien reisen. Auf diesen Traum hatte er lange hingearbeitet, sich mit Jobs Geld für seine Reise verdient. Im Februar ging es für den 19-jährigen Verteidiger von IF Stjernen Flensborg dann endlich los nach “Down Under”. Bis Juni wollte er den Kontinent bereisen und die schönsten Flecke Australiens erkunden, doch dann machte der Corona-Virus auch vor dem beliebten Backpacker-Land keinen Halt. “Grundsätzlich kann man sagen, dass der ganze Tumult hier deutlich später angefangen hat als in Deutschland”, berichtet Leon, der die Entwicklung des Virus in den anderen Ländern aufmerksam verfolgt hatte. “Wirklich betroffen war man zunächst aber nicht.” Mittlerweile sieht das aber auch in Australien anders aus: Schulen, Fitnessstudios, Restaurants wurden auch hier geschlossen. “Inzwischen ist leider kaum noch etwas erlaubt”, erzählt uns Leon. “Bis auf Einkäufe, Spaziergänge und teilweise Strandaufenthalte kann man nicht mehr viel machen.” 

Rückkehr nach Deutschland vorerst keine Option

Sein ursprünglicher Plan durch “Down Under” zu reisen war nun nicht mehr möglich. “Da die Grenzen zwischen den Bundesstaaten geschlossen wurden, konnten wir uns das abschminken. Mein Kollege ist daraufhin, aus persönlichen Gründen, komplett überteuert nach Hause geflogen.” Und plötzlich war Leon auf sich allein gestellt. Ein Rückflug nach Deutschland ist für ihn vorerst keine Option. “Auf verschiedenen Internetseiten konnte man Rückholhilfen anfordern, aber damit habe ich mich kaum beschäftigt und die sind vermutlich unbezahlbar.” Hinzu kommt, dass aktuell alle Reisende nach Hause fliegen möchten. “Meines Wissens nach kann man nur noch über den Direktflug nach London oder über den Transfer-Flughafen Doha nach Hause kommen. Flughäfen sind weitgehend geschlossen.”

Leon Schweim

Anfangs hatte Leon Schweim eine unbeschwerte Zeit in Australien. Jetzt macht er das Beste aus seiner Situation. Fotos: Privat

Aupair-Job statt Backpack-Trip

So wurde Leon vor Ort aktiv. An der Südwestküste, etwa eine Stunde südlich von Perth, suchte er sich eine Stelle als Aupair und wurde auch fündig. “Jetzt habe ich zwei nervige Kinder um die Ohren”, lacht Leon, der auch mit seiner Familie in Deutschland im engen Kontakt steht. “Die wissen aber auch, dass es nicht wirklich viel Sinn machen würde jetzt zurückzukehren, da die Situation in Deutschland nicht wirklich besser ist.” So kann Leon zumindest noch die schönen 30 Grad und die Sonne in Australien genießen. Wann er nach Deutschland zurückkommen wird, entscheidet letztendlich die Entwicklung des Virus.





Weiterlesen

Fußball

Aufstiegsträume und Abstiegssorgen: So wäre ein Saisonabbruch für die Mannschaften

Welche Mannschaften würden bei einem Saisonabbruch um mögliche Meisterschaften und Aufstiege gebracht werden und welche Teams würden profitieren und einen drohenden Abstieg vermeiden? Wir haben den Liga-Check gemacht.

Veröffentlicht

am

Foto: TNS Sports

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat vorerst in allen Spielklassen den Spielbetrieb bis einschließlich Sonntag, 19. April, eingestellt. Wie es danach weitergehen wird, bleibt unklar. Ein Saisonabbruch scheint aktuell realistischer als eine Fortsetzung. Wie in diesem Falle gewertet werden würde, ebenfalls unklar.

Möglich wäre, dass die Saison für beendet erklärt wird und der aktuelle Stand der Tabelle herangezogen wird. Im Amateurbereich ist dieses Szenario allerdings noch schwerer vorstellbar, als bei den Profis. Hier wird die Tabelle auf Grund der bisher ausgetragenen Spiele der Vereine sehr verzerrt. Eine andere Möglichkeit wäre Aufstiege zuzulassen, Abstiege nicht, sofern ein Klassenerhalt rechnerisch noch möglich wäre. Dritte Möglichkeit wäre ein Saisonende ohne Wertung, ohne Meister und ohne Auf- und Absteiger.

Wie sollte im Falle eines Saisonabbruchs gewertet werden?

Wie sich ein möglicher Saisonabbruch auf die verschiedenen Mannschaften auswirken würde, wollen wir an dieser Stelle beleuchten.

Flens-Oberliga

Die Oberliga-Mannschaft vom TSB Flensburg steht aktuell mit 39 Punkten hinter dem 1. FC Phönix Lübeck und dem SV Todesfelde auf Platz drei der Tabelle und hat mit der Meisterschaft eigentlich nichts mehr zu tun. Ebenso der SC Weiche Flensburg 08 II. Die Mannschaft von Thomas Seeliger liegt mit drei Punkten Rückstand einen Platz hinter dem TSB, hat bisher aber auch zwei Spiele weniger ausgetragen. Würde die Seeliger-Elf beide Spiele gewinnen, wäre man wieder am TSB vorbei.
Spannend wäre der Kampf um die Meisterschaft. Lübeck und Todesfelde sind zwar Punktgleich, aber Spitzenreiter Lübeck hat ein Spiel mehr auf dem Konto als der SV Todesfelde, der allerdings ohnehin nicht für die Regionalliga gemeldet hat. Aufsteigen wolle man auf Dauer als gesamter Verein.
Von einem Abbruch profitieren könnten der TSV Kropp und der Eckernförder SV, die mit nur drei Punkten bzw. einen Punkt das Tabellenschlusslicht bilden.

Landesliga Schleswig

Um den Aufstieg kämpfen der TSV Altenholz, TSV Kronshagen, TSV Lägerdorf und der TSV Friedrichsberg-Busdorf, die alle zwischen 38 und 34 Punkte gesammelt haben. Auf einen sehr guten fünften Platz liegt der TSV Nordmark Satrup mit 30 Punkten. Ihr Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt derzeit nur sechs Punkte und wäre noch im Bereich des möglichen.
Ein Saisonabbruch wäre für die Satruper weitaus schlimmer, als für den TuS Collegia Jübek und IF Stjernen Flensborg. Beide Vereine kämpfen eher um den Klassenerhalt. Jübek steht mit 24 Punkten auf Platz zehn und Stjernen mit 21 Punkten auf Rang 12. Der Vorsprung von der Mannschaft von Malte Köster auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur einen Punkt. Hinzu kommt die Tatsache, dass Gettof auf Platz 14 ein Spiel weniger ausgetragen hat, der FC Reher/Puls auf Rang 15 sogar drei Spiele.

Verbandsliga Nord

Einsam an der Spitze hat es sich der TuS Rotenhof bequem gemacht. Die Rendsburger haben mit einem Spiel weniger bereits neun Punkte Vorsprung auf die Verfolger vom Büdelsdorfer TSV. Die Meisterschaft und der Aufstieg scheinen nur noch Formsache zu sein. Ein Abbruch wäre für den TuS alles andere als schön.
Eine tolle erste Saison in der Verbandsliga spielt die SG Nordau. Mit 32 Punkten liegt man derzeit auf Rang fünf. Für die Mannschaft von Marvin Kreutzer ist dieser Platz schon jetzt ein großer Erfolg und theoretisch könnte es sogar noch höher gehen.
Auch für den TSV Nord Harrislee ist die Saison 2019/20 eine klar Erfolgsgeschichte. Kämpfte man in den Jahren zuvor um den Klassenerhalt, steht man nun mit 28 Punkten auf einen sicheren siebten Platz.
Gefangen hat sich auch DGF Flensborg, die sich nach einem Fehlstart nun schon 23 Punkte erkämpft haben und mit dem Abstieg wohl nichts mehr zu tun haben werden.
Ein Abbruch der Saison könnte den FC Fockbek und den FC Tarp-Oeversee vor dem Abstieg retten. Beide Mannschaften liegen derzeit auf den letzten beiden Plätzen. Aber auch Grün-Weiß Tolk und Schleswig 06 sind noch stark vom Abstieg gefährdet.

Kreisliga NW

Ein Saisonabbruch ohne Meister und ohne Aufsteiger würde vom jetzigen Zeitpunkt den FC Wiesharde hart treffen. Die Mannschaft von Sven Hollenkamp führt aktuell die Tabelle der Kreisliga NW mit 35 Punkten an. Die Verfolger SSV Lunden und Frisia 03 Risum-Lindholm II kommen zwar auch auf gute 34 Punkte, haben aber beide jeweils drei Spiele mehr ausgetragen als der FCW. Der direkte Wiederaufstieg wäre für die Handewitter also absolut machbar. Ein Wörtchen mitzureden um die Aufstiegsplätze hat auch noch der SC Weiche Flensburg 08 III. Mit 32 Punkten liegt man aktuell auf Rang vier mit weniger ausgetragenen Spielen als der SSV und Frisia.

Landesliga Frauen

Ganz bitter wäre ein Saisonabbruch auch für die erste Frauen-Mannschaft von IF Stjernen Flensborg. In der Landesliga Schleswig lacht der SdU-Club ungeschlagen von der Tabellenspitze, kommt nach 15 Spielen auf 43 Punkte. Verfolger TSV Vineta Audorf hat zwar drei Spiele weniger auf dem Konto, könnte aber auch bei drei Siegen die Stjernen-Damen nicht überholen.





 

Weiterlesen

Beliebt