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Mit 35:29 gegen die Eulen Ludwigshafen zum 50. Heimsieg in Serie

SG mit hart erkämpftem Arbeitssieg

Flensburg – Die SG Flensburg-Handewitt ist weiter in der Erfolgsspur. Vor allem in der heimischen Flens Arena, gibt sich das Team von Maik Machulla keine Blöße. Gegen die Eulen Ludwigshafen baute die SG durch den 35:29 (17:16) Sieg die Serie auf imposante 50 Spiele ohne Niederlage aus. Bei diesem besonderen Jubiläum auf dem Campus der Fördestadt, war die Leistung des deutschen Meisters von 2004, 2018 und 2019 aber bei weitem nicht so, wie sie von einem Spitzenteam gegen eine abstiegsbedrohte Mannschaft im „heimischen Wohnzimmer“ erwartet werden kann, denn die erste Halbzeit gehörte zu den Schwächeren der SG in dieser Saison.

Wie schon im Auswärtsspiel bei TuSEM Essen (29:28) tat sich der Tabellenführer gegen ein Kellerkind der Bundesliga extrem schwer. Der Angriff offenbarte einige Abspielfehler und die letzte Konzentration fehlte, die entscheidende Lücke in der Gästedeckung zu finden. Und das, obwohl die Eulen acht der dreißig Minuten des ersten Durchgangs in Unterzahl agierte. Die SG-Defensive hingegen konnte nicht an die Leistung der Heimpartie vier Tage zuvor gegen den Bergischen HC anknüpfen. Dort kassierten die Gastgeber in sechzig Minuten ganze 23 Gegentreffer. Doch wie schon in den vergangenen Wochen, mit Ausnahme eben der BHC-Partie, enttäuschten die Torhüter Benjamin Buric und Torbjörn Bergerud. Sie hatten in der ersten Halbzeit einen schweren Stand. Buric kam nur auf eine Parade in 21 Minuten, Bergerud bekam das Leder in neun Minuten gar nicht zu fassen. So blieb das Spiel sehr ausgeglichen. Nur beim 13:10, in der 23. Minute, schienen sich die Hausherren abzusetzen. Doch zwei fahrige Aktionen führten zu Ballverlusten. Bei angezeigtem Zeitspiel traf Azat Valiullin zum 13:11 und Alexander Falk düpierte die schläfrige SG nach einer vergebenen Chance per Tempogegenstoß zum 13:12 Anschlusstreffer. Bei diesem knappen Vorsprung blieb es bis zur Pause und mit 17:16 wurden die Seiten gewechselt.

Mensah als Joker in der zweiten Halbzeit

In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit zog sich die defensive Unsicherheit der SG zunächst weiter wie ein roter Faden durch das Spiel. Vier Minuten nach Wiederbeginn geriet das Machulla-Team gar mit 18:19 in Rückstand. Bis zum 20:20 (36.) blieb die Partie gleichauf. Erst danach konnten sich die Gastgeber etwas absetzen. Magnus Röd, Hampus Wanne und Jim Gottfridsson per verwandelten Siebenmeter, sorgten binnen fünf Minuten für einen schier erlösenden 23:20 Vorsprung. Denn danach blieb die SG, bis auf weitere Schwächen in der Deckung, zumindest im Angriff konstant druckvoll. Beim 28:23 durch Johannes Golla, hatte sich der Tabellenführer knapp zwölf Minuten vor dem Abpfiff erstmals auf fünf Treffer abgesetzt. Als Mads Mensah Larsen vier Minuten vor Spielende zum 32:27 einnetzte, war die Partie zugunsten des Bundesligaprimus gelaufen.

Mensah überzeugte mit guten Aktionen und avancierte zum Joker in der zweiten Halbzeit. Denn der dänische Doppelweltmeister (2019, 2021) kam erst in der 37. Spielminute und sorgte mit guten Anspielen und drei wuchtigen Toren für mehr Stabilität und die nötige Durchschlagskraft in der Offensive. Am Ende stand der hart erkämpfte 35:29 Heimsieg und der Ausbau der Serie auf 50 Heimspiele ohne Niederlage. Mit 44:4 Punkten bleibt das Machulla-Team an der Spitze, vor dem Erz- und Landesrivalen THW Kiel, der 43:5 Zählern weiter lauert und mit dem 32:26 Erfolg bei der MT Melsungen eine schwere Auswärtshürde übersprang.

“Wir sollten uns nicht für Siege entschuldigen”

Trotz des Sieges stand für die SG Flensburg-Handewitt aber die Erkenntnis, dass sie sich in der Partie am kommenden Sonntag, 25. April (13.30 Uhr), eben bei der MT Melsungen enorm steigern muss, soll es dort nicht eine Niederlage setzen. Doch SG-Trainer Maik Machulla reflektierte die Begegnung gegen die Eulen Ludwigshafen mit Demut und hob das positive hervor. „Es ist eine tolle Mentalität und Einstellung, die meine Mannschaft in jedem Spiel zeigt. Da kann man nicht immer Handballspektakel erwarten. Wir sollten uns nicht für Siege entschuldigen, sondern stolz sein, dass wir wieder zwei Punkte geholt haben.“ Eulen-Trainer Benjamin Matschke lobt die SG, mit dem Blick eines neutralen Beobachters. „Es ist bemerkenswert, was ihr hier Woche für Woche leistet. Ich drücke Euch die Daumen, dass Eure Spieler gesund aus der Länderspielpause kommen und ihr Euch die Meisterschaft holt. Ihr habt sie verdient“, so Matschke mit großem Respekt. (jös)





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