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Fußball

“Der Stachel sitzt tief”: Klare Niederlage für IF Stjernen Flensborg trotz bester Möglichkeiten

Da war mehr drin für IF Stjernen Flensborg. In einer hitzigen Partie gegen die SpVg Eidertal Molfsee verloren die Flensburger mit 0:3 (0:2), trotz zahlreicher hochkarätigen Chancen in der ersten Halbzeit.

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Auch Marvin Hems konnte seine Chancen nicht nutzen. Foto: TNS Sports

Klare Niederlage für IF Stjernen Flensborg in der Landesliga Schleswig. Gegen Aufsteiger SpVg Eidertal Molfsee verlor die Mannschaft von Trainer Malte Köster deutlich mit 0:3. Bitter für die SdU-Mannschaft, denn vor allem in Halbzeit Eins vergab Stjernen einige hochkarätige Chancen. Bereits nach sechs Minuten hatten die Hausherren die erste Möglichkeit, doch Marvin Hems konnte nicht zur Führung treffen. Kurz darauf musste Stjernen verletzungsbedingt wechseln. Für Lennard Hein kam Daniel Sekowski in die Partie. Danach hatte Stjernen-Angreifer Charbel M Kponou die nächste Chance.

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Molfsee nutzt die erste Chance zum Tor

Nach 20 Minuten war es erneut Marvin Hems der die Führung verpasste, auch Julian Bahr konnte den Nachschuss nicht ins Tor setzen. Zu diesem Zeitpunkt hätte sich Stjernen schon mit dem Führungstreffer belohnen müssen. So kam es wie es kommen musste, wenn du deine Chancen nicht nutzt, bekommst du ein Gegentor. So gingen die Gäste durch Fynn Mortensen in Führung. Im Gegenzug die erneute Chance für Stjernen, doch Sekowski setzte einen Kopfball nach einer Hylla-Flanke über das Tor. In der 25. Minute durften dann die Gäste wieder jubeln. Per Volleyschuss erhöhte Jakob Urbat auf 2:0. In der Folgezeit übernahmen die Gäste die Kontrolle über das Spielgeschehen.

Hitzige Partie mit vielen Karten

Die Partie wurde dazu auch zunehmend ruppiger. Nach einer halben Stunde dann große Aufregung. Nach einem Foulspiel sah Oliver Dreier von der SpVg die rote Karte, Sebastian Wirth von Stjernen bekam die gelbe Karte. Er hatte als Reaktion auf das Foul seinem Gegenspieler ins Gesicht getätschelt. Auch Lennart Steiner, der bei Stjernen zunächst auf der Bank saß, bekam eine gelbe Karte.
Danach wurde wieder Fußball gespielt. Vor der Halbzeitpause hatte Stjernen nochmal durch Jonathan Siebenschuh die Chance heranzukommen, der Anschluss wollte aber nicht fallen.

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Elfmeter nicht genutzt

In der zweiten Halbzeit spielte Stjernen nun mit einem Mann mehr, konnte diese Überlegenheit aber nicht nutzen. Mitte der zweiten Halbzeit verlor Stjernen den Vorteil der Überzahl. Sebastian Wirth bekam die gelb-rote Karte.
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatte Stjernen nochmal die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Foulspiel am eingewechselten Lennart Steiner bekamen die Hausherren einen Elfmeter zugesprochen. Marius Kaak setzte diesen aber neben das Tor.
Den Schlusspunkt setzten dann die Gäste. Louis Schütt traf zum 3:0 Endstand für die SpVg.

“Der Stachel sitzt tief”

Die unnötige Niederlage tut Trainer Malte Köster auch am Sonntag noch weh: “Auf Grund dessen, dass wir in der ersten Halbzeit keine der 5-6 hochkarätigen Torchancen über die Linie gedrückt haben, sitzt der Stachel auch 24 Stunden später noch tief. Molfsee hat es dann gut gemacht mit zwei Möglichkeiten auch zwei Tore zu erzielen.”
Nicht zufrieden war er mit der zweiten Hälfte. “Was wir in der ersten Halbzeit noch hinbekommen haben, auch in der Überzahl, uns Torchancen herauszuspielen und Druck auf den Gegner auszuüben, das haben wir in den zweiten 45 Minuten leider gar nicht mehr hinbekommen. Hinzu kommt noch, dass wir einen Elfmeter kurz vor Schluss verschießen und dann läuft uns die Zeit weg und der Drops ist gelutscht.”

“Punkte in anderen Spielen holen”

Mit einem Sieg hätte Stjernen mit Molfsee gleichziehen können, so aber rutscht der SdU-Club auf Rang 12 ab und bleibt bei 21 Punkten. “Jetzt gucken wir, dass wir in den nächsten Spielen, in denen man nicht unbedingt mit Punkten rechnen muss, vielleicht da was über den Teamgeist holen können.”





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Buntes

Corona-Situation in Down Under: So ergeht es Stjernens Leon Schweim in Australien

Er macht das Beste aus seiner Situation: Stjernens Leon Schweim befindet sich derzeit in Australien. Eigentlich wollte er für einige Monate mit einem Freund durch das Land reisen. Der Corona-Virus machte dem Verteidiger aber einen Strich durch die Rechnung und stellte sämtliche Pläne auf den Kopf. Uns hat er berichtet, wie er mit der aktuellen Situation umgeht und was er jetzt in “Down Under” macht.

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Leon Schweim
Leon Schweim befindet sich derzeit in Australien. Fotos: TNS Sports / Privat

Eigentlich wollte Leon Schweim vor dem Eintritt ins Berufsleben noch einmal unbeschwert mit einem Freund durch Australien reisen. Auf diesen Traum hatte er lange hingearbeitet, sich mit Jobs Geld für seine Reise verdient. Im Februar ging es für den 19-jährigen Verteidiger von IF Stjernen Flensborg dann endlich los nach “Down Under”. Bis Juni wollte er den Kontinent bereisen und die schönsten Flecke Australiens erkunden, doch dann machte der Corona-Virus auch vor dem beliebten Backpacker-Land keinen Halt. “Grundsätzlich kann man sagen, dass der ganze Tumult hier deutlich später angefangen hat als in Deutschland”, berichtet Leon, der die Entwicklung des Virus in den anderen Ländern aufmerksam verfolgt hatte. “Wirklich betroffen war man zunächst aber nicht.” Mittlerweile sieht das aber auch in Australien anders aus: Schulen, Fitnessstudios, Restaurants wurden auch hier geschlossen. “Inzwischen ist leider kaum noch etwas erlaubt”, erzählt uns Leon. “Bis auf Einkäufe, Spaziergänge und teilweise Strandaufenthalte kann man nicht mehr viel machen.” 

Rückkehr nach Deutschland vorerst keine Option

Sein ursprünglicher Plan durch “Down Under” zu reisen war nun nicht mehr möglich. “Da die Grenzen zwischen den Bundesstaaten geschlossen wurden, konnten wir uns das abschminken. Mein Kollege ist daraufhin, aus persönlichen Gründen, komplett überteuert nach Hause geflogen.” Und plötzlich war Leon auf sich allein gestellt. Ein Rückflug nach Deutschland ist für ihn vorerst keine Option. “Auf verschiedenen Internetseiten konnte man Rückholhilfen anfordern, aber damit habe ich mich kaum beschäftigt und die sind vermutlich unbezahlbar.” Hinzu kommt, dass aktuell alle Reisende nach Hause fliegen möchten. “Meines Wissens nach kann man nur noch über den Direktflug nach London oder über den Transfer-Flughafen Doha nach Hause kommen. Flughäfen sind weitgehend geschlossen.”

Leon Schweim

Anfangs hatte Leon Schweim eine unbeschwerte Zeit in Australien. Jetzt macht er das Beste aus seiner Situation. Fotos: Privat

Aupair-Job statt Backpack-Trip

So wurde Leon vor Ort aktiv. An der Südwestküste, etwa eine Stunde südlich von Perth, suchte er sich eine Stelle als Aupair und wurde auch fündig. “Jetzt habe ich zwei nervige Kinder um die Ohren”, lacht Leon, der auch mit seiner Familie in Deutschland im engen Kontakt steht. “Die wissen aber auch, dass es nicht wirklich viel Sinn machen würde jetzt zurückzukehren, da die Situation in Deutschland nicht wirklich besser ist.” So kann Leon zumindest noch die schönen 30 Grad und die Sonne in Australien genießen. Wann er nach Deutschland zurückkommen wird, entscheidet letztendlich die Entwicklung des Virus.





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Fußball

Aufstiegsträume und Abstiegssorgen: So wäre ein Saisonabbruch für die Mannschaften

Welche Mannschaften würden bei einem Saisonabbruch um mögliche Meisterschaften und Aufstiege gebracht werden und welche Teams würden profitieren und einen drohenden Abstieg vermeiden? Wir haben den Liga-Check gemacht.

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Foto: TNS Sports

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband hat vorerst in allen Spielklassen den Spielbetrieb bis einschließlich Sonntag, 19. April, eingestellt. Wie es danach weitergehen wird, bleibt unklar. Ein Saisonabbruch scheint aktuell realistischer als eine Fortsetzung. Wie in diesem Falle gewertet werden würde, ebenfalls unklar.

Möglich wäre, dass die Saison für beendet erklärt wird und der aktuelle Stand der Tabelle herangezogen wird. Im Amateurbereich ist dieses Szenario allerdings noch schwerer vorstellbar, als bei den Profis. Hier wird die Tabelle auf Grund der bisher ausgetragenen Spiele der Vereine sehr verzerrt. Eine andere Möglichkeit wäre Aufstiege zuzulassen, Abstiege nicht, sofern ein Klassenerhalt rechnerisch noch möglich wäre. Dritte Möglichkeit wäre ein Saisonende ohne Wertung, ohne Meister und ohne Auf- und Absteiger.

Wie sollte im Falle eines Saisonabbruchs gewertet werden?

Wie sich ein möglicher Saisonabbruch auf die verschiedenen Mannschaften auswirken würde, wollen wir an dieser Stelle beleuchten.

Flens-Oberliga

Die Oberliga-Mannschaft vom TSB Flensburg steht aktuell mit 39 Punkten hinter dem 1. FC Phönix Lübeck und dem SV Todesfelde auf Platz drei der Tabelle und hat mit der Meisterschaft eigentlich nichts mehr zu tun. Ebenso der SC Weiche Flensburg 08 II. Die Mannschaft von Thomas Seeliger liegt mit drei Punkten Rückstand einen Platz hinter dem TSB, hat bisher aber auch zwei Spiele weniger ausgetragen. Würde die Seeliger-Elf beide Spiele gewinnen, wäre man wieder am TSB vorbei.
Spannend wäre der Kampf um die Meisterschaft. Lübeck und Todesfelde sind zwar Punktgleich, aber Spitzenreiter Lübeck hat ein Spiel mehr auf dem Konto als der SV Todesfelde, der allerdings ohnehin nicht für die Regionalliga gemeldet hat. Aufsteigen wolle man auf Dauer als gesamter Verein.
Von einem Abbruch profitieren könnten der TSV Kropp und der Eckernförder SV, die mit nur drei Punkten bzw. einen Punkt das Tabellenschlusslicht bilden.

Landesliga Schleswig

Um den Aufstieg kämpfen der TSV Altenholz, TSV Kronshagen, TSV Lägerdorf und der TSV Friedrichsberg-Busdorf, die alle zwischen 38 und 34 Punkte gesammelt haben. Auf einen sehr guten fünften Platz liegt der TSV Nordmark Satrup mit 30 Punkten. Ihr Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt derzeit nur sechs Punkte und wäre noch im Bereich des möglichen.
Ein Saisonabbruch wäre für die Satruper weitaus schlimmer, als für den TuS Collegia Jübek und IF Stjernen Flensborg. Beide Vereine kämpfen eher um den Klassenerhalt. Jübek steht mit 24 Punkten auf Platz zehn und Stjernen mit 21 Punkten auf Rang 12. Der Vorsprung von der Mannschaft von Malte Köster auf den ersten Abstiegsplatz beträgt nur einen Punkt. Hinzu kommt die Tatsache, dass Gettof auf Platz 14 ein Spiel weniger ausgetragen hat, der FC Reher/Puls auf Rang 15 sogar drei Spiele.

Verbandsliga Nord

Einsam an der Spitze hat es sich der TuS Rotenhof bequem gemacht. Die Rendsburger haben mit einem Spiel weniger bereits neun Punkte Vorsprung auf die Verfolger vom Büdelsdorfer TSV. Die Meisterschaft und der Aufstieg scheinen nur noch Formsache zu sein. Ein Abbruch wäre für den TuS alles andere als schön.
Eine tolle erste Saison in der Verbandsliga spielt die SG Nordau. Mit 32 Punkten liegt man derzeit auf Rang fünf. Für die Mannschaft von Marvin Kreutzer ist dieser Platz schon jetzt ein großer Erfolg und theoretisch könnte es sogar noch höher gehen.
Auch für den TSV Nord Harrislee ist die Saison 2019/20 eine klar Erfolgsgeschichte. Kämpfte man in den Jahren zuvor um den Klassenerhalt, steht man nun mit 28 Punkten auf einen sicheren siebten Platz.
Gefangen hat sich auch DGF Flensborg, die sich nach einem Fehlstart nun schon 23 Punkte erkämpft haben und mit dem Abstieg wohl nichts mehr zu tun haben werden.
Ein Abbruch der Saison könnte den FC Fockbek und den FC Tarp-Oeversee vor dem Abstieg retten. Beide Mannschaften liegen derzeit auf den letzten beiden Plätzen. Aber auch Grün-Weiß Tolk und Schleswig 06 sind noch stark vom Abstieg gefährdet.

Kreisliga NW

Ein Saisonabbruch ohne Meister und ohne Aufsteiger würde vom jetzigen Zeitpunkt den FC Wiesharde hart treffen. Die Mannschaft von Sven Hollenkamp führt aktuell die Tabelle der Kreisliga NW mit 35 Punkten an. Die Verfolger SSV Lunden und Frisia 03 Risum-Lindholm II kommen zwar auch auf gute 34 Punkte, haben aber beide jeweils drei Spiele mehr ausgetragen als der FCW. Der direkte Wiederaufstieg wäre für die Handewitter also absolut machbar. Ein Wörtchen mitzureden um die Aufstiegsplätze hat auch noch der SC Weiche Flensburg 08 III. Mit 32 Punkten liegt man aktuell auf Rang vier mit weniger ausgetragenen Spielen als der SSV und Frisia.

Landesliga Frauen

Ganz bitter wäre ein Saisonabbruch auch für die erste Frauen-Mannschaft von IF Stjernen Flensborg. In der Landesliga Schleswig lacht der SdU-Club ungeschlagen von der Tabellenspitze, kommt nach 15 Spielen auf 43 Punkte. Verfolger TSV Vineta Audorf hat zwar drei Spiele weniger auf dem Konto, könnte aber auch bei drei Siegen die Stjernen-Damen nicht überholen.





 

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