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Handball

Werbung für den Frauen-Handball: Nordfrauen begeistern im ausverkauften Pokal-Spiel

Eine ausverkaufte Wikinghalle in Handewitt feierte die Nordfrauen vom TSV Nord Harrislee. Im DHB-Pokal-Viertelfinale wuchs die Mannschaft von Shorty Linde über sich hinaus und machte dem Titelverteidiger vom Thüringer HC 52 Minuten lang das Leben schwer. “Das war Werbung für den Frauen-Handball”, freute sich Co-Trainer Peer Linde nach dem Spiel.

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Lotta Woch
Lotta Woch hatte auch gegen den THC ihre Nerven im Griff. Foto: SPEEDPhotos.de

Es war wirklich das “Spiel des Jahres”: Schon eine Stunde vor Spielbeginn herrschte dichtes Gedränge in der Wikinghalle von Handewitt. Die ehemalige “Hölle Nord” wurde wieder lebendig. Vor der Halle bildeten sich lange Schlangen und in der Halle wurden die Zuschauer gebeten, dichter zusammenzurücken. 1.215 Zuschauer waren es am Ende, ausverkauftes Haus in Handewitt. Und die Fans gaben alles, um die “Nordfrauen” vom TSV Nord Harrislee nach Leibeskräften zu unterstützen.

Zudem machte es die Mannschaft von Shorty Linde allen Zuschauern einfach, denn mit einer überragenden Vorstellung hielten sie gegen den Thüringer HC über gut 50 Minuten sensationell dagegen und überraschten den Titelverteidiger immer wieder, indem sie nicht locker ließen und das Spiel spannend gestalten konnten. Sogar eine Sensation lag immer mal wieder in der Luft.

Impressionen

Schon beim Einlauf stand das Publikum in der Wikinghalle und durfte direkt jubeln, denn nach einem Fehlwurf der Gäste brachte Merle Carstensen die Nordfrauen in Führung. Erst nach fünf Minuten konnte der Titelverteidiger aus Thüringen erstmals die Führung an sich reißen. Die Nordfrauen aber ließen sich nicht einschüchtern, hielten dagegen und Paraden von Lea Tiedemann im Nord-Tor ermöglichten Milena Natusch in der 16. Minute den Anschluss zum 7:8. Die Gäste erhielten aber einen 7-Meter, für diesen kam Sophie Fasold ins Tor und konnte zum Jubel der Fans gegen Beate Scheffknecht parieren. Auf der anderen Seite machte es Lotta Woch besser, verwandelte ihren 7-Meter und plötzlich stand es wieder 8:8.
Der Favorit konnte die Führung aber wieder herstellen, abschütteln konnte der THC den TSV Nord Harrislee aber nicht. Lotta Woch verwandelte in der 22. Minute ihren dritten 7-Meter, wie schon im Spiel gegen den TuS Lintfort, kannte sie keine Nerven und verwandelte eiskalt. Im Anschluss konnte sich Thüringen einen 4-Tore-Vorsprung herausspielen. Aber bis zur Pause kam das Linde-Team wieder an den THC heran. Lotta Woch, Lotta Heider, Milena Natusch und Madita Jeß, die in der letzten Minute vor der Pause ebenfalls einen 7-Meter verwandeln konnte, brachten den TSV Nord auf 14:15 heran.

Gekämpft bis zum Umfallen

Mit diesem engen Spielstand ging es die Pause, Ernüchterung beim THC, die sich sicher einen anderen Spielverlauf vorgestellt hatten. Direkt nach Wiederanpfiff jubelte die Halle erneut, Jeß glich zum 15:15 aus. Wer jetzt dachte, dass der THC im zweiten Durchgang den Sieg schnell unter Dach und Fach bringen würde, sah sich getäuscht, denn die Nordfrauen hielten weiterhin dagegen. Im Spiel hielten auch beide Torhüterinnen den Außenseiter, sowohl Tiedemann als auch Sophie Fasold glänzten im Nord-Tor. Gut 20 Minuten vor Schluss konnte sich der Thüringer HC immer noch nicht absetzen, nur ein Tor trennte den Top-Favoriten vom TSV Nord. Etwas später konnte der THC dann doch wieder mit vier Toren davon ziehen, ehe Johanna Andresen zum 23:26 in der 48. Minute traf. Erst in den letzten 10 Minuten gelang dem Titelverteidiger die endgültige Entscheidung. Nervenstark bis zum Schluss blieb aber Lotta Woch, die insgesamt sechs 7-Meter-Tore für ihre Mannschaft erzielen konnte. Mit dem Publikum im Rücken, dass sich zum Schluss geschlossen erhoben hatte, konnte am Ende ein unglaubliches 26:34 erspielt werden, nur neun Tore Differenz.

Impressionen

“Wir haben uns heute zerrissen”

So ein Ergebnis hatte sich Shorty Linde in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können und strahlte nach dem Spiel über das ganze Gesicht. “Das Potential ist klasse. Die Mannschaft ist so jung, immer steigerungsfähig und hat 52 Minuten dagegen gehalten.” Zudem lobte Linde die “grandiose Kulisse”. “Unser Ziel war es ein tolles Handballspiel zu zeigen, geschlossen aufzutreten und geduldig zu spielen.” Dieser Plan wurde von der Mannschaft perfekt umgesetzt, auch Co-Trainer Peer Linde zeigte sich nach dem Spiel absolut zufrieden. “Wir haben uns heute zerrissen und versucht Werbung für den Frauen-Handball zu machen. Das haben wir geschafft gegen Spielerinnen, die alle stärker sind als meine. Vielen Dank für dieses Spiel.”
Auch Herbert Müller, Trainer vom Thüringer HC, sprach ein riesen Lob an die Nordfrauen aus. “Sie haben ein riesen Spiel gemacht und gefightet ohne Ende. Kompliment auch ans Publikum.”

Ebenfalls im Final 4 steht Borussia Dortmund, die sich mit 29:27 gegen die SG BBM Bietigheim durchsetzen konnten.

Hier gibt es das Spiel in unserem Live-Ticker noch einmal zum nachlesen.





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Handball

Nordfrauen mit bitterer Niederlage Sekunden vor Schluss: “Die Schiedsrichter haben uns klar benachteiligt”

Im Topspiel gegen die “Tigers” vom VfL Waiblingen mussten die “Nordfrauen” vom TSV Nord Harrislee eine unglückliche Niederlage einstecken. Ein 7-Meter Sekunden vor Schluss sorgte für die Entscheidung zu Gunsten der Gäste.

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Caren Hammer setzt sich gegen Merle Carstensen und Midita Jeß durch. Foto: SPEEDPhotos.de

Zuletzt konnten sich die “Nordfrauen” vom TSV Nord Harrislee gegen die “Tigers” vom VfL Waiblingen im Pokal durchsetzen, das Hinspiel in der Liga wurde hingegen verloren. Das Spiel gegen den Tabellennachbarn sollte also für reichlich Spannung sorgen.

325 zahlende Zuschauer kamen am Samstag in die Holmberghalle, um den TSV Nord Harrislee zu unterstützen. Nach gut zehn Minuten zeichnete sich ab, dass man die tatkräftige Unterstützung der Fans auch gut gebrauchen konnte, um die wichtigen Punkte in Harrislee zu behalten. Nach einem verworfenen 7-Meter von Madita Jeß konnte sich der VfL Waiblingen erstmals etwas absetzen, führte nach der ersten Viertelstunde mit 8:5. “Wir haben in der ersten Halbzeit 3 zu 1 gedeckt und hatten dort unsere Probleme mit den Durchbrüchen”, erklärt Trainer Shorty Linde, der kurz vor der Halbzeitpause mit einer gelben Karte bedacht wurde. Zur Pause lagen die Gastgeber mit 9:14 zurück.

Impressionen vom Spiel

“Dieses Spiel ist noch nicht vorbei”

So leicht wollten sich die Nordfrauen aber nicht geschlagen geben.  “Wir sind uns in der Halbzeit einig geworden, dieses Spiel ist noch nicht vorbei, da ist noch was drin.” Und tatsächlich, Tore von Franziska Peters, Madita Jeß, Merle Carstensen und einer sicheren Lotta Woch vom Punkt übten Druck auf die “Tigers” aus. Nach 45 Minuten machte sich zudem die Umstellung auf eine 6:0 Abwehr bemerkbar, plötzlich waren die Nordfrauen wieder dran. “Es steht die ganze Zeit Unentschieden, aber wir schaffen es leider nicht in Führung zu gehen und vorne konsequenter unsere Chancen auszunutzen.” Als nur noch wenige Sekunden auf der Uhr waren stand es 22:22. “Dann bekommen wir ganz, ganz unglücklich einen 7-Meter gegen uns.” Diesen verwandelte Aaricia Smits zwei Sekunden vor Spielende zur Entscheidung.

“Die Schiedsrichter haben uns klar benachteiligt”

Eine Niederlage, die richtig weh tut, denn trotz schlechter Vorzeichen, war für die Nordfrauen bis zum Ende alles drin. “Wir hatten eine ganz schwierige Woche und große Schwierigkeiten die richtige Einstellung zum Spiel zu finden”, erläutert Shorty Linde. “Aber die Mädels haben das überragend gelöst. Sie haben toll zusammengehalten und mega gekämpft.” Ein Grund, warum es am Ende nicht für den Sieg reichte, war laut Linde das Schiedsrichtergespann, bestehend aus Konrad Gimmler und Jannik Rips. “Ich sage selten etwas zu den Schiedsrichtern, aber in diesem Fall hatten es die Mädchen nach diesem aufopferungsvollen Kampf verdient zwei Punkte mitzunehmen. Aber die Schiedsrichter haben uns klar benachteiligt. Das haben alle Zuschauer in der Halle gesehen, nur die beiden Schiedsrichter waren anderer Meinung. Das war natürlich sehr, sehr bitter.”





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Handball

Nordfrauen feiern elften Saisonsieg bei der HSG Freiburg

Die lange Fahrt nach Freiburg hat sich für den TSV Nord Harrislee gelohnt: Mit 27:21 (16:10) feierte die Mannschaft vom Holmberg den elften Saisonsieg.

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Die Nordfrauen. Archiv-Foto: SPEEDPhotos.de

Mit der Bahn ging es für die Nordfrauen vom TSV Nord Harrislee am Wochenende nach Freiburg. Hier traf die Mannschaft von Shorty Linde auf die HSG Freiburg und konnte sich von den Problemen zu Hause scheinbar gut ablenken, trotz einiger Verletzungsausfälle.

Nordfrauen erwischen guten Start

In der Gerhard-Graf-Sporthalle vor fast 300 Zuschauern erwischten die Nordfrauen einen guten Start, Katharina Rahn, Johanna Andresen und Madita Jeß brachten ihre Mannschaft früh mit 3:0 in Führung. In der achten Minute stand es bereits 7:1 und die Heimmannschaft musste die erste Auszeit nehmen. Am großen Vorsprung der Nordfrauen änderte diese aber nichts, nach der ersten halben Stunde führte der TSV Nord Harrislee mit 16:10.

Auch nach der Halbzeitpause konnte das Linde-Team den Vorsprung zunächst behaupten. Nach 40 Minuten konnte der Gastgeber dann aufholen, kam bis auf zwei Treffer (52. Minute) an die Nordfrauen heran. Doch in der Schlussphase fanden die Nordfrauen zu ihrer alten Stärke zurück, zogen wieder an, ließen in den letzten sieben Minuten des Spiels keine Gegentreffer mehr zu und siegten am Ende verdient mit 27:21.

Topspiel gegen die “Tigers” am Samstag

Am 15. Februar ist dann der VfL Waiblingen in der Holmberghalle zu Gast. Aktuell belegen die “Tigers” den vierten Tabellenplatz. Mit 22:14 Punkten liegen die Nordfrauen knapp hinter den “Tigers” auf Rang sechs.





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